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© Pappnaas666 · CC BY-SA 3.0

St. Mariä Namen

Katholische Pfarrkirche in Köln-Esch von 1967/68: ein Ziegelbau von Hans Schilling, in dem Taufe, Altar und Tabernakel auf einer Linie stehen.

Indoor Eintritt frei Kostenlos Bei Regen

Neben dem Kirchenbau selbst entwarf Hans Schilling auch den Prospekt der 1973 eingebauten Orgel. Ein Teil der Ausstattung stammt noch aus der romanischen Vorgängerkirche.

Auf einen Blick

Art
Katholische Pfarrkirche
Lage
Köln-Esch, Stadtbezirk Chorweiler
Bauzeit
1967 bis 1968, Weihe am 21. September 1968
Architekt
Hans Schilling
Baumaterial
Unverputztes Ziegelmauerwerk
Denkmalschutz
Seit 18. Januar 1982 in der Denkmalliste der Stadt Köln (Nr. 923)
Name
Nach dem Festtag Mariä Namen
Wusstest du?

Das barocke Hochaltarbild aus der alten Martinuskirche galt lange als verschollen und wurde um 1980 in „desolatem Zustand“ auf dem Dachboden des ehemaligen Pfarrhauses wiederentdeckt und restauriert.

Geschichte

Weil die romanische Martinuskirche mit der Dorferweiterung von Esch in den 1960er Jahren für die wachsende Gemeinde zu klein wurde, erhielt Schilling 1966 den Auftrag für einen Neubau samt Sakristei und ein Pfarrhaus auf einem separaten Grundstück. Der erste Spatenstich erfolgte am 9. April 1967, die Grundsteinlegung am 4. Juni und das Richtfest am 11. September desselben Jahres; die Weihe folgte am 21. September 1968. Kurz nach der Fertigstellung traten Baumängel auf, die über Jahre beseitigt wurden. Vier Jahre nach der Fertigstellung beschädigte Vandalismus die Fenster, woraufhin Schutzgitter angebracht wurden. 1970 gestaltete der Landschaftsarchitekt Gottfried Kühn den Außenbereich, 1990 wurde ein Turmkreuz montiert.

Architektur

Die Kirche steht leicht erhöht auf einem begrünten Grundstück zusammen mit weiteren Pfarrbauten. Der ungleichmäßig polygonale Grundriss läuft in einer parabelförmigen Konche aus; angesetzt sind ein höherer fünfeckiger Glockenturm und ein zylindrischer Treppenturm, der die Traufkante des flach gedeckten Ziegelbaus nur knapp überragt. Der trapezförmige Eingangstrakt ist wie die umgebenden Bauten eingeschossig. Auch die Innenwände bestehen aus unverputztem Ziegelmauerwerk, der Boden senkt sich zur raumhohen Chornische und zum erhöhten Altarbereich hin ab.

Raumaufteilung

Seitlich vom Chor greift auf kreisförmigem Grundriss die niedrige Taufkapelle in den Hauptraum ein, rechts vom Chor beherbergt das Erdgeschoss des fünfeckigen Turms die Sakramentskapelle mit dem Tabernakel. So liegen Taufe, Altar und Tabernakel auf einer Linie quer zur Raumachse. Beichtstühle und Marienkapelle stehen sich an den Seitenwänden in halbrunden Nischen gegenüber. Linkerhand ist eine Orgel- und Chorempore in den Gemeinderaum hineingespannt. Die Belichtung erfolgt über horizontale und vertikale Fensterbänder.

Ausstattung

Aus der alten Martinuskirche stammen der neugotische Taufstein und ein barockes ehemaliges Hochaltarbild mit einer Darstellung des Martin von Tours; das um 1980 in desolatem Zustand aufgefundene und restaurierte Gemälde zeigt am Bildrand auch die Escher Kirche zur Barockzeit. Eine barocke, farbig gefasste Madonnenstatue war früher in einer Mauernische eines nicht mehr existenten Spritzenhäuschens an der Ecke Auweiler Straße/Fronhofstraße untergebracht. Altar, Ambo, Tabernakelstele und Sedilien schuf Walter Prinz 1969, die Turmbekrönung 1990. Die abstrakten Fenster gestaltete Wilhelm Strauß in den Jahren 1969 bis 1971.

Orgel und Glocken

Die Orgel fertigte 1973 Gebrüder Hillebrand Orgelbau, ihren Prospekt entwarf Schilling; 2014/2015 sanierte Orgelbau Schulte das Instrument. Das dreistimmige Geläut goss 1969 die Glockengießerei Petit & Gebr. Edelbrock, seine Schlagtöne sind ges1–as1–ces1.

Zeitstrahl

  1. 1966
    Architekt Hans Schilling mit Planung des Neubaus beauftragt
  2. 1967
    Spatenstich am 9. April, Grundsteinlegung am 4. Juni, Richtfest am 11. September
  3. 1968
    Weihe der Kirche am 21. September
  4. 1969
    Neue Fenster (bis 1971), Altar, Ambo, Tabernakelstele und Sedilien sowie Glockengeläut entstehen
  5. 1970
    Außenbereich durch Landschaftsarchitekt Gottfried Kühn gestaltet
  6. 1973
    Neue Orgel von Gebrüder Hillebrand Orgelbau eingebaut
  7. 1982
    Aufnahme in die Denkmalliste der Stadt Köln am 18. Januar
  8. 1990
    Turmkreuz montiert und Turmbekrönung von Walter Prinz geschaffen

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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-09-01

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