Hiroshima-Nagasaki-Park
Gedenkpark im Inneren Grüngürtel für die Opfer der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki, mit Mahnmal und Origami-Kranich.
Der Hiroshima-Nagasaki-Park liegt auf einem aufgeschütteten Trümmerberg im Inneren Grüngürtel und erinnert an die Opfer der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki.
Auf einen Blick
- Art
- Park im Inneren Grüngürtel
- Stadtteil
- Lindenthal
- Eröffnung
- 7. August 2004
- Benannt nach
- Hiroshima und Nagasaki
- Lage
- zwischen Aachener Straße, Universitätsstraße, Bachemer Straße und Bahngelände
- Umgebung
- Aachener Weiher und Museum für Ostasiatische Kunst in unmittelbarer Nachbarschaft
- Mahnmal
- „Atomwaffen abschaffen“ mit Origami-Kranich
Der Park wurde auf einem ehemaligen NS-Maifeld errichtet, auf dem Massenaufmärsche der NSDAP stattfanden – mit einer Tribüne, die ein 15 × 20 Meter großer Reichsadler bekrönte – und liegt heute auf dem Trümmerberg, der nach dem Zweiten Weltkrieg aus dem Schutt der zerstörten Stadt aufgeschüttet wurde.
Flächenvergleich
Fläche im Vergleich mit anderen Kölner Parks und Grünflächen.
Altersvergleich
Alter im Vergleich mit anderen Kölner Orten.
Anlass und Benennung
Den Anstoß gab im Jahr 2000 das Kölner Friedensforum, das einen Park zur Erinnerung an die ersten Atombombenabwürfe anregte. Ende 2001 beschloss die Bezirksvertretung Innenstadt einstimmig, die Grünfläche am Aachener Weiher entsprechend zu benennen. Die Wahl fiel auf den früheren Trümmerberg nahe dem Museum für Ostasiatische Kunst und dem Japanischen Kulturinstitut. Köln gehört seit 1985 dem Hiroshima-Nagasaki-Bündnis an, einem internationalen Städtebündnis gegen Atomwaffen. Eingeweiht wurde der Park durch Bürgermeisterin Renate Canisius, im Beisein des japanischen Konsuls Toshihiko Mochizuki und des Nagasaki-Überlebenden Kazuo Soda.
Vom Maifeld zum Trümmerberg
In der NS-Zeit lag hier das sogenannte Maifeld, Schauplatz von Massenaufmärschen der NSDAP. Eine terrassenartige Tribüne trug einen Reichsadler von 15 × 20 m. Nach dem Zweiten Weltkrieg häufte man auf den Freiflächen Schutt und Trümmer auf; der Hügel heißt umgangssprachlich Mont Klamott oder Aachener Berg. Die ursprünglich angelegten Aussichtsplattformen und Sichtschneisen sind heute vom gewachsenen Baumbestand verdeckt und ohne Funktion.
Mahnmal und Symbolik
Am 5. August 2007 wurde das Mahnmal „Atomwaffen abschaffen“ des Kölner Künstlers Hannes Helmke enthüllt. Es zeigt einen Origami-Kranich und ist von drei Bäumen umgeben: einem Ginkgo für Hiroshima, einer Japanischen Blütenkirsche für Nagasaki und einer Schwarz-Pappel für Köln. Der Kranich greift eine japanische Legende auf, nach der einen Wunsch erfüllt bekommt, wer 1000 Origami-Kraniche (Sembazuru) faltet. Zum weltweiten Symbol gegen Atomwaffen wurde er nach dem Tod der Schülerin Sadako Sasaki, die nach dem Abwurf auf Hiroshima vergeblich gegen ihre durch die Strahlung ausgelöste Leukämie ankämpfte.
Kunst im Park
Seit 1985 steht im Park die Skulptur „Uralte Form“, die Lajos Barta 1966 schuf.
Zeitstrahl
- 1966Lajos Barta schafft die Skulptur „Uralte Form"
- 1985Köln tritt dem Hiroshima-Nagasaki-Bündnis bei; Skulptur im Park aufgestellt
- 2000Kölner Friedensforum regt Gedenkpark für Atombombenabwürfe an
- Ende 2001Bezirksvertretung Innenstadt beschließt einstimmig die Parkbenennung
- 7. August 2004Einweihung des Parks durch Bürgermeisterin Renate Canisius
- 5. August 2007Mahnmal „Atomwaffen abschaffen" von Hannes Helmke enthüllt
Galerie
Karte
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Adresse
Universitätsstraße 22a
50923 Köln
Öffnungszeiten
So: 00:00–24:00
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Quellen & Links
Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-26




