Groov
Ehemalige Rheininsel in Köln-Zündorf, 1974–1978 zum Naherholungsgebiet mit Marina, Bädern und Spielflächen zwischen Rhein und Leinpfad ausgebaut.
Die Groov ist eine ehemalige Insel mit einem verlandeten Flussarm am Rhein im Kölner Stadtteil Zündorf. Zwischen 1974 und 1978 entstanden hier eine Marina und eine Freizeitanlage zwischen Rhein und Leinpfad, einem ehemaligen Treidelpfad.
Auf einen Blick
- Art
- ehemalige Rheininsel und Naherholungsgebiet
- Lage
- Köln-Zündorf, Stadtbezirk Porz, zwischen Rhein und Leinpfad
- Heutige Gestalt
- 1974–1978 angelegt
- Architektur
- Entwurf von 1972, Büro Gottfried Kühn, Jürgen Schubert und Partner
- Gewässer
- Yachthafen, Altwasserarm und Kahnweiher
- Anbindung
- Rheinfähre für Wanderer und Radfahrer
Der Name „Groov" stammt vom gallischen Wort *grave* (Kies, Sandbank) und wird mit einem langen, offenen „o" ausgesprochen – und tatsächlich betrieben hier einst zwei Kräne an einem natürlichen Hafen, der nach dem Ende des Kölner Stapelrechts 1831 langsam verlandete und sich schließlich in eine Freizeitinsel verwandelte.
Flächenvergleich
Fläche im Vergleich mit anderen Kölner Parks und Grünflächen.
Name und Geschichte
Der Name Groov leitet sich vom gallischen Wort grave ab, das Kies, Kiesbank oder Sandbank bedeutet; gesprochen wird er mit einem langgezogenen, offenen „o“. Schon früh trennte ein Rheinarm die Fläche vom Hauptstrom, sodass ein natürlicher Hafen entstand, in dem zwei Kräne arbeiteten. Nachdem das Kölner Stapelrecht 1831 abgeschafft worden war, wurde der Hafen weniger genutzt, und ihm drohte die Versandung. 1849 verband ein Damm die Insel flussaufwärts mit dem Ufer; ab 1862 verbreiterten Buhnen die Fläche rheinseits. Ein weiterer Damm teilte den alten Hafen in zwei Gewässer. Der untere Rheinarm war bis Mitte des 20. Jahrhunderts noch von Schiffen mit geringem Tiefgang befahrbar, ehe er verlandete.
Heutige Nutzung
Vom Rhein durch einen Damm geschützt, verlaufen über das Gelände unter Bäumen Rad- und Gehwege. Dazu kommen Liegewiesen, Sport- und Spielplätze, eine Minigolfanlage sowie ein Kombibad und ein Kahnweiher. Am Marktplatz der Insel liegen Gartenlokale und Biergärten. Eine Rheinfähre verbindet das Gebiet den ganzen Sommer über täglich mit dem Stadtteil Köln-Weiß. In strengen Wintern dient die gefrorene Fläche der beiden Seen als Eislauffläche.
Schutz und Denkmäler
2005 wurde die Insel durch Aufschüttung angehoben, um die anliegenden Häuser besser vor Hochwasser zu schützen; im Boden des Marktplatzes wurden Spundwandfugen eingelassen. Bei dieser Gelegenheit wurde die in der Mitte des Marktplatzes stehende Nepomuk-Säule restauriert, die dem Schutzpatron der Schiffs- und Seeleute gewidmet ist. Ein weiteres Mahnmal erinnert namentlich an Kriegsgefallene aus Zündorf.
Zeitstrahl
- 1831Abschaffung des Kölner Stapelrechts; Hafen wird weniger genutzt
- 1849Insel flussaufwärts durch einen Damm mit dem Ufer verbunden
- 1862Anlage von Buhnen erweitert die Insel; weiterer Damm teilt alten Hafen
- 1972Entwurf des Architekturbüros Kühn, Schubert & Partner für die Freizeitanlage
- 1974–1978Bau der Marina und Ausbau zur Freizeitanlage
- 2005Freizeitinsel angehoben (Hochwasserschutz) und Nepomuk-Säule restauriert
Karte
Blaue Punkte: andere Orte in der Nähe – zum Stöbern antippen.
Adresse
Groov
51143 Köln
Das könnte dich auch interessieren
Kommentare
- Lade Kommentare…
Quellen & Links
Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-26