Merheimer Heide
Rechtsrheinisches Kölner Naherholungsgebiet aus den Plänen für den Äußeren Grüngürtel — Wiesen, Wäldchen und viele Sportanlagen.
Die Merheimer Heide liegt rechts des Rheins in Köln und entstand aus Fritz Schumachers Idee eines Äußeren Grüngürtels rund um die Stadt. Mit ihren Grünflächen reicht sie in die Stadtteile Buchheim, Holweide, Merheim und Höhenberg hinein.
Quelle: Wikipedia
Auf einen Blick
- Art
- Landschaftspark und Naherholungsgebiet
- Lage
- rechtsrheinisch; Stadtteil Höhenberg, Stadtbezirk Kalk
- Ursprüngliche Größe
- 150 Hektar, im Osten durch Wohn- und Autobahnbau geschrumpft
- Entstehung
- Beschluss 1927, ab 1929 dreijährige Arbeiten am Park
- Bewuchs
- Buchen und Eichen, ergänzt durch Eschen, Pappeln, Birken und einzelne Nadelhölzer
- Nutzung
- Reitverein, mehrere Sportanlagen, Hunde-Freilauffläche
- Schutzstatus
- Baudenkmal in Nordrhein-Westfalen
Die Merheimer Heide entstand ab 1927 auf einem ehemaligen preußischen Exerziergelände – und wurde von sogenannten „Notstandsarbeitern" (Erwerbslosen der Weimarer Republik) hergerichtet, bevor aus dem Gelände einer ausgedienten Kiesgrube ein Teich mit Kaffeehaus werden sollte.
Flächenvergleich
Fläche im Vergleich mit anderen Kölner Parks und Grünflächen.
Geschichte
Dass auch die östlichen Stadtteile einen Erholungsraum nach Art des linksrheinischen Äußeren Grüngürtels erhalten sollten, wurde erst gegen Ende der 1920er Jahre konkret. Die Stadtverordneten entschieden am 29. Dezember 1927, das frühere preußische Exerziergelände in einen Landschaftspark umzuwandeln, und übertrugen die Planung dem Garten-Techniker und Baudirektor Theodor Nußbaum. Hergerichtet wurde das Areal von „Notstandsarbeitern“; den Anfang machten überwiegend Kleingärten.
Das ursprüngliche Konzept
Im Nordwesten und Nordosten sollten Kleingärten die Anlagen rahmen, dazu kamen Volks- und Spielwiesen. Aus einer ausgebeuteten Kiesgrube war ein Teich samt Kaffeehaus geplant. Wo zuvor ein Festungswerk stand, sah Nußbaum ein Licht- und Luftbad nach Fritz Enckes „FreiLuGa“ in Köln-Müngersdorf vor, ergänzt um eine ländlich gehaltene Gastwirtschaft.
Lage und Gliederung
Der Hauptteil des Parks erstreckt sich heute westlich der A3/4, eingefasst von der Stadtbahntrasse der Linie 1 im Süden und der Frankfurter Straße im Westen. Im Norden zieht sich die Anlage am Schlagbaumsweg bis hinter das Autobahnkreuz Köln-Ost; östlich der Autobahn gelangt man zu Fuß über eine Brücke südlich des Kreuzes. Auf dem Areal eines einstigen preußischen Zwischenwerkes hat sich im Nordteil ein Reitverein niedergelassen, eingebettet in Wiesen mit einer Jagdstrecke für Vielseitigkeitsreiten.
Heutige Nutzung
Den Südteil prägen Wiesen, die ein Buschstreifen nur teilweise vom Lärm der tiefer gelegenen Autobahn abschirmt; entlang der Westseite folgen schmale Waldstreifen mit älteren Bäumen. Im Januar 2018 riss das Orkantief „Friederike“ etliche alte Pappeln und Nadelhölzer aus dem Boden; 2020 säte die Stadt im nördlichen Südteil Wildblumen für mehr Insekten aus. Bis zur Frankfurter Straße reihen sich im Wald Sportanlagen verschiedener Disziplinen aneinander, etwa Tennisplätze, ein Schützenverein und Fußballvereine. Hunde dürfen auf einer eigenen Fläche frei laufen; sonst gilt in der Merheimer Heide Leinenpflicht.
Zeitstrahl
- 1927Stadtverordnete beschließen am 29. Dezember die Umwandlung der Merheimer Heide in einen Landschaftspark
- 1929Beginn der dreijährigen Arbeiten an der Parkanlage
- 2018Orkantief „Friederike" entwurzelt im Januar zahlreiche alte Pappeln und Nadelhölzer
- 2020Stadt Köln legt Wildblumenbeete zur Förderung der Insektenvielfalt an
Karte
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Quellen & Links
Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-26




