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Höhenberg

Östlicher Kölner Stadtteil im Bezirk Kalk: vom bloßen Flurnamen an der kurkölnisch-bergischen Grenze zum heute über 50 Prozent grünen Viertel.

Outdoor Familienfreundlich

Im rechtsrheinischen Stadtbezirk Kalk gelegen, zählt Höhenberg zu den östlichen Vierteln Kölns. Jahrhundertelang stand der Name allein für eine Bodenerhebung der rheinischen Niederterrasse, entlang derer sich Kurköln und das Herzogtum Berg voneinander abgrenzten.

Auf einen Blick

Art
Stadtteil von Köln
Stadtbezirk
Kalk (rechtsrheinisch)
Lage
an einer inzwischen trockenen Rinne der Rheinniederterrasse, etwa 50 m ü. NN
Höchster Punkt
ungefähr 55 Meter unweit der Kirche St. Elisabeth
Grünanteil
mehr als die Hälfte der Fläche
Selbstständig seit
1927
Grenzen
Buchheim (Norden), Merheim und Ostheim (Osten), Vingst (Süden), Kalk (Westen)
Wusstest du?

Im Jahr 1768 begradigte das Herzogtum Berg eine Straße durch das heutige Höhenberg so geschickt, dass sie parallel zur Landesgrenze zu Kurköln verlief – und damit einen zollfreien Weg zwischen den Rheinhäfen Mülheim und Zündorf schuf, an dem die Kurfürsten keinen Pfennig verdienen konnten.

Vom Flurnamen zum Stadtteil

Bewohnt war die Gegend lange nicht. Ein Verzeichnis der Güter des Vingster Hofs aus dem Jahr 1683 führt zwei Felder „auf dem Höhenberg“ als reine Flurlage auf. Eine Erfassung von 1831 nennt ein einziges Gebäude, Ende 1843 standen nur wenige. Bebaut wurde das Areal erst, als gegen Ende des 19. Jahrhunderts die Industrie in den Nachbarstädten Kalk und Mülheim am Rhein wuchs. Mit dem Bau der Germaniasiedlung durch die städtische Gemeinnützige Aktiengesellschaft für Wohnungsbau (GAG) erhielt Höhenberg 1927 den Status eines eigenständigen Stadtteils. Er bündelt Gebiete, die einst Buchheim, Kalk, Merheim und Vingst zugehörten.

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Grenze zwischen Berg und Kurköln

Zwischen 1147 und 1803 zog sich hier die Trennlinie zwischen dem Herzogtum Berg und Kurköln entlang. An der heutigen Kreuzung Frankfurter-/Olpener Straße legte das Herzogtum einen Beobachtungspunkt an, von dem aus sich das kurkölnische Gebiet überblicken ließ. Über die damalige Frankfurter Chaussee wichen Kaufleute dem Kölner Stapelrecht aus; da die Strecke kurkölnischen Boden streifte, fiel Wegezoll an. 1768 ließ das Herzogtum Berg die Straße parallel zur Landesgrenze begradigen und legte damit eine zollfreie Route zwischen den bergischen Rheinhäfen Mülheim und Zündorf an.

© Rolf H. (Rolf Heinrich, Köln) · CC BY-SA 3.0

Landschaft und Lage

Westlich eines eiszeitlichen Rheinarms erstreckt sich der Stadtteil über die einst sumpfige Niederterrasse, deren Boden stark von Löss und Lehm geprägt ist und früher überwiegend Wald trug. Das Gelände verläuft weitgehend flach. Östlich trennt der rechtsrheinische Grüngürtel das Viertel von Merheim und Ostheim, westlich markieren die Gleise des Rangierbahnhofs Köln-Kalk Nord die Grenze zu Kalk.

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Nach dem Zweiten Weltkrieg

Ab 1945 wuchs der Bestand an Mehrfamilienhäusern kräftig, wodurch sich die Bevölkerung von 1950 bis 1980 beinahe verdoppelte. Weil in den umliegenden Industriestandorten Werke schlossen, hielt sich die Arbeitslosenquote jahrelang über 22 Prozent. Die Kirchengemeinden gründeten gemeinsam mit zahlreichen Bürgern das soziale Netzwerk HöVi-Land, das Familien beisteht und sich für Sauberkeit und Verschönerung des Stadtteils einsetzt.

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Zeitstrahl

  1. 1147
    Grenze zwischen Herzogtum Berg und Kurköln zieht durch das Gebiet
  2. 1683
    Erste urkundliche Erwähnung: Felder „auf dem Höhenberg" im Vingster Hof
  3. 1768
    Herzogtum Berg begradigt Straße parallel zur Landesgrenze
  4. 1803
    Säkularisation: rechtsrheinische Gebiete gehen an Herzogtum Nassau-Usingen
  5. 1831
    Erste Bebauung: ein einzelnes Haus auf dem Gebiet Höhenberg verzeichnet
  6. um 1870
    Hochofenwerk Germania nimmt auf Buchheimer Gebiet den Betrieb auf
  7. 1927
    Höhenberg wird zum selbständigen Stadtteil Kölns

Galerie

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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-27