Zum Inhalt springen
stuff to do in.cologne
© Chris06 · CC BY-SA 4.0

Auferstehungskirche (Köln-Buchforst)

Denkmalgeschützte evangelische Kirche von 1968 in Tetraeder-Form, heute als „Kulturkirche Ost" für Lesungen, Musik und Kabarett genutzt.

seit 1965

Indoor Geheimtipp

In Köln-Buchforst steht mit der Auferstehungskirche ein 1968 geweihter evangelischer Sakralbau, dem ursprünglich ein Gemeindezentrum angegliedert war. Inzwischen finden hier unter dem Titel „Kulturkirche Ost" sozio-kulturelle Veranstaltungen statt.

Auf einen Blick

Art
Evangelische Kirche der Nachkriegszeit
Lage
Stadtteil Buchforst, Stadtbezirk Mülheim
Architekten
Georg Rasch und Winfried Wolsky
Bauzeit
Spatenstich 1965, Weihe am 10. März 1968
Baustil
Moderne, Brutalismus
Denkmalschutz
seit 1992, samt der gepflasterten Hoffläche
Heutige Nutzung
Gemeinde und Kulturprogramm als „Kulturkirche Ost"
Wusstest du?

Eine kommunale Wohnungsbaugesellschaft (GAG Immobilien) übernahm 2012 erstmals in ihrer Geschichte die Trägerschaft über ein Gotteshaus – und verwandelte die aufgegebene Kirche in ein Kulturzentrum mit Pflegeheimplätzen, Demenz-WG und Behindertengerechten Wohnungen auf dem ehemaligen Gemeindezentrumsgelände.

Das kannst du hier erleben

  • Den ungewöhnlichen Tetraeder-Bau aus Beton und Kupfer bestaunen
  • Die schlichte Architektur und das Lichtspiel im Innenraum auf sich wirken lassen
  • Die markante Form für ein Foto festhalten
  • Eine Lesung, ein Konzert oder Kabarett der „Kulturkirche Ost" besuchen
  • Auf dem Vorplatz die Kunstwerke und das Glockenturm-Objekt entdecken

Altersvergleich

Alter im Vergleich mit anderen Orten in Köln.

Geschichte

Das Viertel Buchforst wurde zwischen den 1920er- und 1930er-Jahren als Siedlung angelegt. Nach dem Krieg ließen sich zahlreiche evangelische Heimatvertriebene nieder, wodurch der Bedarf an einer neuen Kirche samt Gemeindezentrum entstand. Den Planungsauftrag erhielten die Architekten Georg Rasch und Winfried Wolsky.

© Autor/-in unbekannt Unknown author · Public domain

Architektur

Der Baukörper folgt der Geometrie eines unregelmäßigen Tetraeders. Seine beiden aufrechten Flächen wurden in Beton ausgeführt, der außen wie innen die grobe Maserung der Schalung trägt. Ein Dach aus Kupferblech zieht sich von der Spitze bis auf rund 2,50 Meter herunter; mittig öffnet sich der Eingang, gerahmt von holzverkleideten Vorbauten und einer weiträumigen Verglasung. Rechts auf dem Vorplatz markiert ein skulpturales Objekt symbolisch die Stelle eines Glockenturms.

© Grkauls · Public domain

Innenraum

Die Gestaltung des Inneren bleibt schlicht und beschränkt sich weitgehend auf schräg angeordnete Holzbänke und einen kleinen Altar. Schmale Lichtbänder entlang der Dachkante lassen Tageslicht über die Betonwand streichen, das sich vor allem im Bereich des Altars sammelt. Der Bruchsteinbelag des Hofes läuft nahtlos in das Kircheninnere weiter.

© Grkauls · Public domain

Heutige Nutzung

Im Mai 2005 zog sich die evangelische Gemeinde aus den Bauten zurück. Über das Modellvorhaben „Kirchenumnutzungen in Nordrhein-Westfalen" gehörte die Auferstehungskirche zu vierzehn Kirchen, die für eine Folgenutzung bestimmt wurden. Während Sakralbau und Hofpflaster erhalten blieben, ersetzte man die Nebengebäude durch Neubauten. Die Trägerschaft ging 2012 an die kommunale Wohnungsbaugesellschaft GAG Immobilien über. Die Gemeinde darf den Kirchenraum weiterhin nutzen; seit 2013 läuft dort ein Programm mit Lesungen, Ausstellungen, Musik, Kabarett, philosophischem Café und Kultur-Kino.

© Grkauls · Public domain

Wissenswertes

Auf der Nordseite des Vorplatzes vervollständigt seit 2011 die Plastik „Andachts- und Gebetsraum" der Künstlerin Barbara Kraemer das Ensemble. Ihren Namen trägt die Kirche nach der Auferstehung Jesu Christi."}

© Grkauls · Public domain

Zeitstrahl

  1. 1965
    Baubeginn der Auferstehungskirche (Architekten Rasch & Wolsky)
  2. 10. März 1968
    Einweihung der Auferstehungskirche
  3. 1992
    Unterschutzstellung als Baudenkmal inkl. Hofbepflasterung
  4. Mai 2005
    Evangelische Kirchengemeinde gibt die Gebäude auf
  5. Februar 2006
    NRW-Modellprojekt „Kirchenumnutzungen" beschlossen
  6. 2011
    Skulptur „Andachts- und Gebetsraum" von Barbara Kraemer aufgestellt
  7. 2012
    Neubau fertiggestellt; GAG übernimmt Trägerschaft über das Gotteshaus
  8. 2013
    Start des Kulturprogramms als „Kulturkirche Ost"

Galerie

© Grkauls · Public domain · Commons
© Grkauls · Public domain · Commons
© Grkauls · Public domain · Commons
© Grkauls · Public domain · Commons

Karte

Blaue Punkte: andere Orte in der Nähe – zum Stöbern antippen.

Adresse

Kopernikusstraße 34
51065 Köln

Kontakt

0221 20110

Das könnte dich auch interessieren – themenverwandt oder in der Nähe

Alt St. Mauritius (Köln-Buchheim)

5,0(5)· Google

Romanische Friedhofskapelle und erhaltener Rest der früheren Buchheimer Pfarrkirche – mit halbrunder Apsis aus der Zeit um 1200.

Kalker Kapelle

4,1(112)· Google

Kölner Wallfahrtskapelle in Kalk mit einer Pietà des 15. Jahrhunderts, der wundertätiges Wirken nachgesagt wurde – Ziel jährlicher Prozessionen.

Katholischer Friedhof Köln-Mülheim

4,7(14)· Google

Einer der ältesten erhaltenen Friedhöfe im Kölner Stadtgebiet – mit einer Kapelle aus dem 13. Jahrhundert und noch heute für Begräbnisse in Gebrauch.

Kommentare

  • Lade Kommentare…

Quellen & Links

Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-26

Wie diese Seite entsteht

Diese Seite stützt sich auf offene Quellen — Wikipedia, Wikidata, offizielle Webseiten und offene Daten der Stadt. Jede Angabe wird gegen die hier verlinkten Quellen geprüft, und die Seiten werden regelmäßig aktualisiert.

Trotzdem einen Fehler entdeckt? Sag uns unten Bescheid — wir lesen jede Einsendung.

Fehlt etwas oder stimmt etwas nicht?

Hilf mit, die Seite besser zu machen — schlag eine Änderung oder einen neuen Ort vor.