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© Chris06 · CC BY-SA 4.0

Alt St. Mauritius (Köln-Buchheim)

Romanische Friedhofskapelle und erhaltener Rest der früheren Buchheimer Pfarrkirche – mit halbrunder Apsis aus der Zeit um 1200.

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Alt St. Mauritius ist eine romanische Friedhofskapelle und der erhaltene Teil der früheren Pfarrkirche des 1914 nach Köln eingemeindeten Ortes Buchheim. Sie steht auf dem Friedhof an der Sonderburger Straße.

Auf einen Blick

Art
Romanische Friedhofskapelle, Rest einer früheren Pfarrkirche
Lage
Friedhof Sonderburger Straße, Stadtbezirk Mülheim
Erste Erwähnung
um 1160
Erhaltener Baurest
datiert um 1200
Benannt nach
Mauritius
Besonderheit
Halbrunde romanische Apsis mit Rundbogenblenden
Wusstest du?

Als französische Truppen die Kirche 1795 als Magazin nutzten und sie dabei weitgehend zerstörten, war das Gotteshaus bereits über 600 Jahre alt – danach verlor sie sogar ihre Pfarrrechte, die an St. Clemens in Mülheim übergingen.

Geschichte

Um 1160 wird die Kirche erstmals erwähnt, damals als eine zur Abtei Deutz gehörende Pfarrkirche. Im Truchsessischen Krieg wurde der Bau 1583 schwer verwüstet; beim Wiederaufbau kamen 1586 bis 1593 die beiden Querschiffarme hinzu. 1795 nutzten französische Truppen die Kirche als Magazin, wodurch sie weitgehend zerstört wurde. Da sie danach nicht mehr nutzbar war, gingen die Pfarrrechte auf St. Clemens in Mülheim über.

© Chris06 · CC BY-SA 4.0

Vom Wiederaufbau zur Kapelle

1849 wurde die Ruine als Friedhofskapelle wieder aufgebaut. Ihre heutige Gestalt erhielt sie 1928 bis 1929. Nach erneuten Kriegszerstörungen 1943 und 1944 folgte zwischen 1950 und 1952 die Wiederherstellung.

Architektur

Wichtigster Überrest der romanischen Kirche ist die schlichte halbrunde Apsis. Sie zeigt auf hoher Sohlbank sieben flache Rundbogenblenden, in denen drei kleine romanische Fenster liegen; das mittlere ist vermauert. Im Inneren entspricht die Gliederung dem Äußeren: Vier kleine Säulchen auf hoher Sohlbank tragen feine spätromanische Blattkapitelle.

Zeitstrahl

  1. um 1160
    Ersterwähnung als Pfarrkirche der Abtei Deutz
  2. um 1200
    Bau des heute erhaltenen Teils
  3. 1583
    Schwere Verwüstung während des Truchsessischen Krieges
  4. 1586–1593
    Wiederaufbau: Anfügung beider Querschiffarme
  5. 1795
    Nutzung als Magazin durch französische Truppen, weitgehende Zerstörung
  6. 1849
    Wiederaufbau der Ruine als Friedhofskapelle
  7. 1928–1929
    Umgestaltung zur heutigen Gestalt
  8. 1943–1944
    Erneute Kriegszerstörungen
  9. 1950–1952
    Wiederherstellung nach dem Zweiten Weltkrieg

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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-26