Alt St. Mauritius (Köln-Buchheim)
Romanische Friedhofskapelle und erhaltener Rest der früheren Buchheimer Pfarrkirche – mit halbrunder Apsis aus der Zeit um 1200.
Alt St. Mauritius ist eine romanische Friedhofskapelle und der erhaltene Teil der früheren Pfarrkirche des 1914 nach Köln eingemeindeten Ortes Buchheim. Sie steht auf dem Friedhof an der Sonderburger Straße.
Quelle: Wikipedia
Auf einen Blick
- Art
- Romanische Friedhofskapelle, Rest einer früheren Pfarrkirche
- Lage
- Friedhof Sonderburger Straße, Stadtbezirk Mülheim
- Erste Erwähnung
- um 1160
- Erhaltener Baurest
- datiert um 1200
- Benannt nach
- Mauritius
- Besonderheit
- Halbrunde romanische Apsis mit Rundbogenblenden
Als französische Truppen die Kirche 1795 als Magazin nutzten und sie dabei weitgehend zerstörten, war das Gotteshaus bereits über 600 Jahre alt – danach verlor sie sogar ihre Pfarrrechte, die an St. Clemens in Mülheim übergingen.
Geschichte
Um 1160 wird die Kirche erstmals erwähnt, damals als eine zur Abtei Deutz gehörende Pfarrkirche. Im Truchsessischen Krieg wurde der Bau 1583 schwer verwüstet; beim Wiederaufbau kamen 1586 bis 1593 die beiden Querschiffarme hinzu. 1795 nutzten französische Truppen die Kirche als Magazin, wodurch sie weitgehend zerstört wurde. Da sie danach nicht mehr nutzbar war, gingen die Pfarrrechte auf St. Clemens in Mülheim über.
Vom Wiederaufbau zur Kapelle
1849 wurde die Ruine als Friedhofskapelle wieder aufgebaut. Ihre heutige Gestalt erhielt sie 1928 bis 1929. Nach erneuten Kriegszerstörungen 1943 und 1944 folgte zwischen 1950 und 1952 die Wiederherstellung.
Architektur
Wichtigster Überrest der romanischen Kirche ist die schlichte halbrunde Apsis. Sie zeigt auf hoher Sohlbank sieben flache Rundbogenblenden, in denen drei kleine romanische Fenster liegen; das mittlere ist vermauert. Im Inneren entspricht die Gliederung dem Äußeren: Vier kleine Säulchen auf hoher Sohlbank tragen feine spätromanische Blattkapitelle.
Zeitstrahl
- um 1160Ersterwähnung als Pfarrkirche der Abtei Deutz
- um 1200Bau des heute erhaltenen Teils
- 1583Schwere Verwüstung während des Truchsessischen Krieges
- 1586–1593Wiederaufbau: Anfügung beider Querschiffarme
- 1795Nutzung als Magazin durch französische Truppen, weitgehende Zerstörung
- 1849Wiederaufbau der Ruine als Friedhofskapelle
- 1928–1929Umgestaltung zur heutigen Gestalt
- 1943–1944Erneute Kriegszerstörungen
- 1950–1952Wiederherstellung nach dem Zweiten Weltkrieg
Karte
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Quellen & Links
Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-26




