Stadtgarten
Kölns erster neuzeitlicher Park – heute zugleich ein Konzerthaus mit Schwerpunkt Jazz und über 400 Veranstaltungen im Jahr.
Der Stadtgarten ist ein innerstädtischer Landschaftspark in der nördlichen Neustadt von Köln und gilt als Kölns erster neuzeitlicher Park. Unter demselben Namen firmiert am Parkrand auch ein Konzerthaus.
Auf einen Blick
- Art
- Innerstädtischer Landschaftspark mit angeschlossenem Konzerthaus und Restaurant
- Lage
- Neustadt/Nord, Stadtbezirk Innenstadt; zwischen Venloer und Gladbacher Straße
- Größe
- Rund 6 Hektar (zuvor 11 Hektar)
- Angelegt
- 1827/28, neu gestaltet 1888–1890
- Schutz
- Landschaftsschutz, Bauten als Baudenkmal in Nordrhein-Westfalen
- Besonderheit
- Etwa 50 teils exotische Baum- und Gehölzarten
- Kultur
- Konzerthaus mit Schwerpunkt Jazz und neuer Improvisationsmusik
Das Stadtgarten-Konzerthaus entstand 1986 aus einer Initiative jazzbegeisterter Musikstudenten – und veranstaltet heute über 400 Events pro Jahr. Noch kurioser: Als 1857 der Botanische Garten wegen des Baus des Kölner Centralbahnhofs weichen musste, wurden die exotischen Bäume kurzerhand in den Stadtgarten umgepflanzt.
Flächenvergleich
Fläche im Vergleich mit anderen Kölner Parks und Grünflächen.
Geschichte
Der Park entstand 1827/28 auf dem Gelände vor der Stadtmauer als Schmuckgarten mit angegliederter provinzialer Baumschule; die Planung verantwortete der Kölner Gartendirektor Jakob Greiß. 1857 wurden exotische Bäume aus dem aufgegebenen Botanischen Garten an der Maximinenstraße hierher umgesetzt. Im Zuge der Verlegung der Bahntrasse Köln–Bonn und des Baus des Westbahnhofes wurde der auf 6 Hektar verkleinerte Park 1888–1890 unter Gartenbaudirektor Adolf Kowallek neu gestaltet; er ließ auch das Gärtnerhaus an der Spichernstraße errichten. Das Restaurant wurde 1898 neu gebaut.
Lage und Umgebung
Der Park liegt südöstlich des Bahndamms mit dem Westbahnhof, der den Inneren Grüngürtel begrenzt. Die Spichernstraße trennt ihn von der Neustadt ab, deren gründerzeitliche Bauten Stadtbaumeister Josef Stübben ab 1880 auf die Dimensionen des Parks hin plante. An die Nordecke wurde 1957/58 die Kirche Neu St. Alban gebaut.
Bepflanzung
Der Park wurde im Stil eines Landschaftsparks angelegt und sollte den Bürgern zur Erholung dienen. Gepflanzt wurden etwa 50 auch exotische Baum- und Gehölzarten; im Winter fällt die immergrüne Stechpalme auf. Eine Biotop-Kartierung verzeichnete rund 80 Arten, darunter für ein Stadtbiotop eher seltene wie die Große Sternmiere oder der Hain-Ampfer.
Konzerthaus und Veranstaltungen
Am Parkrand zur Venloer Straße liegt das von der „Initiative Kölner Jazz Haus e. V.“ getragene Konzerthaus, das 1986 aus dem Kreis jazzbegeisterter Musikstudenten hervorging. Es umfasst einen Konzertsaal, den Live-Club JAKI und ein Café-Restaurant, dazu Biergarten und Gartenrestaurant. Das Programm bietet über 400 Veranstaltungen im Jahr mit Schwerpunkten auf Jazz und neuer Improvisationsmusik, ergänzt durch Literatur und Diskussionsrunden. Seit 2006 findet daneben ein Weihnachtsmarkt statt, bei dem in einem Teil der Buden die Händler im Wochenrhythmus wechseln.
Zeitstrahl
- 1827/28Anlage des Parks als Schmuckgarten mit provinzialer Baumschule
- 1857Exotische Bäume aus dem aufgegebenen Botanischen Garten umgesetzt
- 1880Planung der angrenzenden Kölner Neustadt durch Stadtbaumeister Josef Stübben
- 1888–1890Neugestaltung nach Verkleinerung von 11 auf 6 Hektar (Gartendirektor Kowallek)
- 1898Neubau des Restaurants
- 1957/58Bau der Kirche Neu St. Alban an der Nordecke des Parks
- 1986Konzerthaus Stadtgarten gegründet (Initiative jazzbegeisterter Musikstudenten)
- 2006Erster Weihnachtsmarkt neben dem Konzerthaus
Karte
Blaue Punkte: andere Orte in der Nähe – zum Stöbern antippen.
Adresse
Venloer Str. 40
50672 Köln
Öffnungszeiten
Mo: 12:00–00:00
Di: 12:00–00:00
Mi: 12:00–00:00
Do: 12:00–00:00
Fr: 12:00–00:00
Sa: 11:00–00:00
So: 11:00–22:00
Kontakt
Das könnte dich auch interessieren
Kommentare
- Lade Kommentare…
Quellen & Links
- Offizielle Website
- Offizieller Instagram-Account (@stadtgarten_koeln)
- Offizielle Website (abgerufen 2026-06-25)
- Wikidata (abgerufen 2026-06-24)
- Wikipedia (abgerufen 2026-06-24, rev 257876244)
Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-27





