Südpark
Park in Marienburg mit bogenförmigem Grundriss, der unter den Kölner Anlagen einmalig ist – mit Bronze-Panther und Kiefernwäldchen.
Der Südpark in Marienburg liegt auf einem bogenförmigen Grundriss, der unter den Kölner Parkanlagen einmalig ist und dem Verlauf der Militärringstraße folgt. Er zählt zu den kleinsten Grünanlagen der Stadt.
Auf einen Blick
- Art
- Parkanlage, denkmalgeschützt
- Lage
- Stadtteil Marienburg, Stadtbezirk Rodenkirchen
- Angelegt
- 1898–1901
- Gartenarchitekt
- Adolf Kowallek
- Fläche
- 4,65 ha (ursprünglich 4,96 ha)
- Grundriss
- bogenförmig, dem Verlauf der Militärringstraße folgend
- Denkmaleintrag
- 1. Juli 1980
- Besonderheit
- Bronze-Skulptur „Panther“ (1920)
Das Südpark-Restaurant, das ab 1900 als nobles Ausflugsziel der Kölner diente, wurde ab März 1938 zweckentfremdet und als Heim der Hitlerjugend genutzt – bevor es im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt und 1951 abgebrochen wurde.
Flächenvergleich
Fläche im Vergleich mit anderen Kölner Parks und Grünflächen.
Lage und Gestaltung
Der Park liegt am Südrand von Marienburg zwischen der halbkreisförmigen Straße Am Südpark und den rückwärtigen Grundstücken der Leyboldstraße. Mittig führt die Fortsetzung der Goethestraße hindurch, die als zentrale Achse der Marienburger Straßen gilt. Der bogenförmige Grundriss ist durch den Verlauf der Militärringstraße bedingt; die geschwungene Wegeführung geht von einer asymmetrischen Gesamtkonzeption aus und orientiert sich am vorhandenen Kiefernbestand. In die Anlage ist ein schon zuvor bestehendes Kiefernwäldchen einbezogen, das mit Rhododendron ergänzt wurde. Der Baumbestand hat zur Straße Am Südpark hin gegenüber der Vorkriegszeit an Dichte verloren.
Geschichte
Grundlage der Anlage war ein 1896 in Kraft getretener Bebauungsplan; Bauherr war die Stadt Köln. 1900 wurde die begrenzende Straße Am Südpark angelegt, an der Villen mit Fassaden zum Park hin entstanden. Ab 1904 bildete der Park den Endpunkt einer Straßenbahnlinie, die 2002 stillgelegt wurde. Bis zum Zweiten Weltkrieg war der Südpark ein viel besuchtes Ausflugsziel der Kölner; in den Abendstunden wurde er durch Tore verschlossen.
Das Südpark-Restaurant
1900/01 ließ die Stadt nach Plänen des Kölner Architekten Johannes Kleefisch das „Südpark-Restaurant“ errichten, ausgeführt nach dem Vorbild eines rheinischen Burghauses in Stein, Putz und Fachwerk. Ab März 1938 diente das Gebäude als Heim der Hitlerjugend. Im Zweiten Weltkrieg wurden Dach und Obergeschoss schwer beschädigt; 1951 erfolgte der Abbruch der Ruine. An seiner Stelle befindet sich heute ein Kinderspielplatz.
Der Panther
Im Park steht der „Panther“, eine 1920 vom Bildhauer Fritz Behn geschaffene, in Bronze gegossene Skulptur. Sie steht als Teil des Südparks ebenfalls unter Denkmalschutz.
Zeitstrahl
- 1896Bebauungsplan für die Parkanlage tritt in Kraft
- 1898–1901Südpark nach Entwurf von Adolf Kowallek angelegt
- 1900/01Südpark-Restaurant nach Entwurf von Johannes Kleefisch erbaut
- 1904Südpark wird Endpunkt einer Straßenbahnlinie
- 1920Panther-Skulptur von Fritz Behn im Park aufgestellt
- 1938Südpark-Restaurant wird ab März als HJ-Heim genutzt
- 1951Ruine des im Zweiten Weltkrieg beschädigten Restaurants abgebrochen
- 1980Parkanlage am 1. Juli in die Denkmalliste der Stadt Köln eingetragen
Karte
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Adresse
Südpark
50968 Köln
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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-27




