stuff to do in.cologne
© Severinus1970 · CC BY-SA 3.0

Südpark

Park in Marienburg mit bogenförmigem Grundriss, der unter den Kölner Anlagen einmalig ist – mit Bronze-Panther und Kiefernwäldchen.

Eintritt frei Outdoor Familienfreundlich Geheimtipp Kostenlos

Der Südpark in Marienburg liegt auf einem bogenförmigen Grundriss, der unter den Kölner Parkanlagen einmalig ist und dem Verlauf der Militärringstraße folgt. Er zählt zu den kleinsten Grünanlagen der Stadt.

Auf einen Blick

Art
Parkanlage, denkmalgeschützt
Lage
Stadtteil Marienburg, Stadtbezirk Rodenkirchen
Angelegt
1898–1901
Gartenarchitekt
Adolf Kowallek
Fläche
4,65 ha (ursprünglich 4,96 ha)
Grundriss
bogenförmig, dem Verlauf der Militärringstraße folgend
Denkmaleintrag
1. Juli 1980
Besonderheit
Bronze-Skulptur „Panther“ (1920)
Wusstest du?

Das Südpark-Restaurant, das ab 1900 als nobles Ausflugsziel der Kölner diente, wurde ab März 1938 zweckentfremdet und als Heim der Hitlerjugend genutzt – bevor es im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt und 1951 abgebrochen wurde.

Flächenvergleich

Fläche im Vergleich mit anderen Kölner Parks und Grünflächen.

Lage und Gestaltung

Der Park liegt am Südrand von Marienburg zwischen der halbkreisförmigen Straße Am Südpark und den rückwärtigen Grundstücken der Leyboldstraße. Mittig führt die Fortsetzung der Goethestraße hindurch, die als zentrale Achse der Marienburger Straßen gilt. Der bogenförmige Grundriss ist durch den Verlauf der Militärringstraße bedingt; die geschwungene Wegeführung geht von einer asymmetrischen Gesamtkonzeption aus und orientiert sich am vorhandenen Kiefernbestand. In die Anlage ist ein schon zuvor bestehendes Kiefernwäldchen einbezogen, das mit Rhododendron ergänzt wurde. Der Baumbestand hat zur Straße Am Südpark hin gegenüber der Vorkriegszeit an Dichte verloren.

© Nicola · CC BY-SA 4.0

Geschichte

Grundlage der Anlage war ein 1896 in Kraft getretener Bebauungsplan; Bauherr war die Stadt Köln. 1900 wurde die begrenzende Straße Am Südpark angelegt, an der Villen mit Fassaden zum Park hin entstanden. Ab 1904 bildete der Park den Endpunkt einer Straßenbahnlinie, die 2002 stillgelegt wurde. Bis zum Zweiten Weltkrieg war der Südpark ein viel besuchtes Ausflugsziel der Kölner; in den Abendstunden wurde er durch Tore verschlossen.

© Autor/-in unbekannt Unknown author · Public domain

Das Südpark-Restaurant

1900/01 ließ die Stadt nach Plänen des Kölner Architekten Johannes Kleefisch das „Südpark-Restaurant“ errichten, ausgeführt nach dem Vorbild eines rheinischen Burghauses in Stein, Putz und Fachwerk. Ab März 1938 diente das Gebäude als Heim der Hitlerjugend. Im Zweiten Weltkrieg wurden Dach und Obergeschoss schwer beschädigt; 1951 erfolgte der Abbruch der Ruine. An seiner Stelle befindet sich heute ein Kinderspielplatz.

© Autor/-in unbekannt Unknown author · Public domain

Der Panther

Im Park steht der „Panther“, eine 1920 vom Bildhauer Fritz Behn geschaffene, in Bronze gegossene Skulptur. Sie steht als Teil des Südparks ebenfalls unter Denkmalschutz.

Zeitstrahl

  1. 1896
    Bebauungsplan für die Parkanlage tritt in Kraft
  2. 1898–1901
    Südpark nach Entwurf von Adolf Kowallek angelegt
  3. 1900/01
    Südpark-Restaurant nach Entwurf von Johannes Kleefisch erbaut
  4. 1904
    Südpark wird Endpunkt einer Straßenbahnlinie
  5. 1920
    Panther-Skulptur von Fritz Behn im Park aufgestellt
  6. 1938
    Südpark-Restaurant wird ab März als HJ-Heim genutzt
  7. 1951
    Ruine des im Zweiten Weltkrieg beschädigten Restaurants abgebrochen
  8. 1980
    Parkanlage am 1. Juli in die Denkmalliste der Stadt Köln eingetragen

Karte

Blaue Punkte: andere Orte in der Nähe – zum Stöbern antippen.

Adresse

Südpark
50968 Köln

Das könnte dich auch interessieren

Bismarckturm

4,4(154)· Google

Als Feuersäule gestaltetes Bismarck-Denkmal in Köln-Marienburg – mit blockhafter Bismarckfigur als Roland in Rüstung mit Adlerschild.

Forstbotanischer Garten Köln

4,7(2.841)· Google

Botanischer Garten im Kölner Süden mit Gehölzen aus aller Welt – von Rhododendronschlucht und japanischer Abteilung bis zu nordamerikanischen Mammutbäumen.

Volkspark Raderthal

Von Fritz Encke ab 1922 angelegter Volkspark mit Naturtheater, Lesegarten und Reigenplatz – heute Baudenkmal, auch Fritz-Encke-Volkspark genannt.

Kommentare

  • Lade Kommentare…

Quellen & Links

Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-27