Bismarckturm
Als Feuersäule gestaltetes Bismarck-Denkmal in Köln-Marienburg – mit blockhafter Bismarckfigur als Roland in Rüstung mit Adlerschild.
An der Ecke Gustav-Heinemann-Ufer / Bayenthalgürtel erinnert der Bismarckturm – auch Bismarcksäule genannt – an Otto von Bismarck. Gestaltet wurde das Denkmal als Feuersäule.
Auf einen Blick
- Art
- Bismarck-Denkmal in Form einer Feuersäule
- Lage
- Köln-Marienburg, Stadtbezirk Rodenkirchen
- Eingeweiht
- 21. Juni 1903
- Höhe
- 27 Meter Gesamthöhe
- Material
- Basaltlava und Grauwacke
- Denkmalschutz
- seit 1. Juli 1980
Der Kölner Bismarckturm wurde zu einem Großteil vom Schokoladeproduzenten Heinrich Stollwerck finanziert, der in unmittelbarer Nachbarschaft eine Villa namens „Bismarckburg" besaß – die Bismarckfigur an der Fassade ist dabei 15 Meter hoch und hat allein fünf Meter Schulterbreite.
Quelle: Wikipedia · abgerufen 2026-06-24
Geschichte
Nachdem die Studentenschaft 1899 deutschlandweit zu Wettbewerben für Bismarck-Säulen und -Denkmäler aufgerufen hatte, sammelte in Köln ein eigens gegründetes Bismarck-Komitee die Entwürfe; den Zuschlag erhielt der Berliner Architekt Arnold Hartmann. Spenden für einen Platz im Bayenthal flossen ab 1900, der eigentliche Bau begann 1902. Den Löwenanteil der Kosten – insgesamt 48.000 Mark samt Gründung – steuerte der Kölner Schokoladefabrikant Heinrich Stollwerck (1843–1915) bei, dessen Villa „Bismarckburg“ nebenan lag. Die Bildhauerarbeiten lagen beim Kölner Adolf Berchem, ausgeführt wurde der Bau von Wilhelm Asbach aus Köln. Sanierungen folgten 1999, 2001 und 2008.
Architektur
Der Idee nach sollte zur Sommersonnenwende ein Feuer auf der Säule lodern; zuletzt brannte das Feuerbecken am Turmkopf 1939. Aus dem gedrungenen Sockel wächst die Bismarckfigur empor, die zusammen mit dem höheren, rechteckigen Turm das Bild einer brennenden Fackel ergibt. Die Flächen modellierte der Bildhauer erst, nachdem die Blöcke aufgemauert waren. Vorn zeigt sich Bismarck blockhaft als Roland in Rüstung mit hohem Adlerschild – fünf Meter breit an den Schultern und von den Füßen bis zum Scheitel 15 Meter hoch. Auf den breiten Sockel, der zunächst vorgesehen war, verzichtete man aus Kostengründen.
Umgebung
Für die Gärten zeichnete Fritz Encke verantwortlich, der hier seinen ersten Kölner Auftrag dieser Art ausführte. Eine niedrige, dichte Bepflanzung zu Bismarcks Füßen sollte die Säule zur Geltung bringen; die 230 Meter lange Hecke aus Stieleichen vollendete er 1904. Inzwischen sind die Bäume derart in die Höhe gewachsen, dass sie das Denkmal seit Beginn des 21. Jahrhunderts vollständig verbergen.
Wissenswertes
Bismarcks Gesichtsmaske wurde nachträglich angebracht und ist aus einem einzigen Steinblock gehauen.
Zeitstrahl
- 1899Studentenschaft veranstaltet Wettbewerb; Bismarck-Komitee in Köln gegründet
- 1900Beginn der Spendensammlung für den Bau
- 1902Baubeginn des Turms (Feuersäule)
- 1903Einweihung am 21. Juni 1903
- 1904Fritz Encke stellt Gartenanlage mit 230 m Stieleichenhecke fertig
- 1939Letzte Inbetriebnahme des Feuerbeckens auf dem Turmkopf
- 1980Turm steht seit 1. Juli 1980 unter Denkmalschutz
- 1999, 2001, 2008Sanierungsmaßnahmen am Turm und seiner Umgebung
Galerie
Karte
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Adresse
Bayenthalgürtel 5
50968 Köln
Öffnungszeiten
So: 00:00–24:00
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Quellen & Links
- 🌐 Offizielle Website
- Offizielle Website (abgerufen 2026-06-25)
- Wikidata (abgerufen 2026-06-24)
- Wikipedia (abgerufen 2026-06-24, rev 259407166)
Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-25





