stuff to do in.cologne
© HOWI - Horsch, Willy · CC BY 3.0

Friedenspark

Kölner Stadtpark im umgebauten Fort I — mit überwuchertem Festungsmauerwerk, Rosengarten und einem Kriegsmonument mit Adler aus Kanonen des Ersten Weltkriegs.

Eintritt frei Outdoor Familienfreundlich

Der Friedenspark ist ein seit 1914 bestehender Stadtpark in der Kölner Südstadt, angelegt auf dem Gelände des ehemaligen Fort I. Gartendirektor Fritz Encke band die alten Festungsmauern und Gräben in seine Gestaltung ein, sodass überwuchertes Mauerwerk das Bild bis heute prägt.

Auf einen Blick

Art
Stadtpark auf einer ehemaligen Festungsanlage
Lage
Südstadt, zwischen Alteburger Straße und Oberländer Wall
Größe
4,5 Hektar
Angelegt
1914 nach Plänen von Fritz Encke
Denkmal
Kriegsmonument mit Adler-Plastik (1927)
Schutz
Baudenkmal in Nordrhein-Westfalen
Teil von
Kölner Grüngürtel
Wusstest du?

Das 15 Meter hohe Kriegsdenkmal im Park wurde aus eingeschmolzenen Kanonen des Ersten Weltkriegs gefertigt – der Adler an seiner Spitze besteht buchstäblich aus dem Metall der Waffen, deren Opfer er ehren soll.

Flächenvergleich

Fläche im Vergleich mit anderen Kölner Parks und Grünflächen.

Entstehung

Die Stadt beschloss am 19. März 1914 die Anlage eines Parks um das Fort I, der ersten Kölner Parkanlage an einem Festungswall, der „Rheinschanze“. Encke verband die alten Mauern und Gräben mit Stauden- und Rosengarten. Zur Gestaltung gehören eine Pergola, die den Rosengarten zum Rheinufer hin abschließt, und ein Senkgarten mit Brunnen und heckenumfassten Kojen. Zunächst blieb der Park namenlos.

© HOWI - Horsch, Willy · CC BY 3.0

Das Kriegsmonument

1927 erhielt der Park ein von Otto Scheib errichtetes, 15 Meter hohes Monument mit einer Adler-Plastik von Georg Grasegger für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Soldaten. Scheib gab dem Denkmal den Namen „Numero oppressis mente invictis“ (der Vielzahl unterlegen, im Geiste unbesiegt); der Adler wurde aus Kanonen des Ersten Weltkriegs gefertigt. Eingeweiht wurde es am 3. Juli 1927 unter der Schirmherrschaft von Reichspräsident Paul von Hindenburg; zugleich erhielt der Park den Namen Hindenburgpark. 1985 wurde er in Friedenspark umbenannt. Das Monument inspirierte die Bläck Fööss zum Lied „Ungerm Adler“ (1986), in dem sie daran erinnern, dass es nie wieder Krieg geben solle.

© HOWI - Horsch, Willy · CC BY 3.0

Nutzung im Wandel

Nach dem Einzug der Universität zu Köln 1919 diente das Fort I bis 1934 als Mensa, zwischen 1939 und 1945 als Flugabwehrstellung und in der Nachkriegszeit als Außenstelle des Finanzamts. Seit 1978 ist hier der „Bauspielplatz Friedenspark“ untergebracht, ein offenes Kinder- und Jugendzentrum. An der Südbrücke entstand eine Kletteranlage mit etwa 30 Routen in den Schwierigkeitsgraden 5 bis 9.

© Eifeljanes · CC BY-SA 4.0

Erinnerung

2002 wurde eine Straße nach Hans Abraham Ochs benannt, einem achtjährigen Schüler, der 1936 von Mitgliedern der Hitlerjugend als „Halbjude“ angepöbelt und zusammengeschlagen wurde und kurz darauf an den Folgen starb. 2012 kam ein im Boden verlegtes Denkmal aus Basaltsteinen für John Lennons Friedenshymne „Imagine“ hinzu. Der in der Nähe geborene Heinrich Böll spielte als Kind in dem Park; im Friedenspark finden sich Hinweise auf seinen Roman „Billard um halb zehn“.

Zeitstrahl

  1. 1914
    Stadtratsbeschluss und Anlage des Parks auf Gelände von Fort I
  2. 1919
    Universität zu Köln nutzt Fort I ab 12. Juni als Mensa
  3. 1927
    Einweihung des Kriegerdenkmals mit Adler-Plastik am 3. Juli; Park erhält Namen Hindenburgpark
  4. 1934
    Universität zu Köln verlässt Fort I am 1. Oktober
  5. 1939–1945
    Fort I dient als Flugabwehrstellung
  6. 1978
    Bauspielplatz Friedenspark (Kinder- und Jugendzentrum) zieht ins Fort ein
  7. 1985
    Umbenennung von Hindenburgpark in Friedenspark
  8. 2002
    Kleine Straße im Park nach Hans Abraham Ochs benannt
  9. 2012
    Denkmal für John Lennons Friedenshymne Imagine eingeweiht

Karte

Blaue Punkte: andere Orte in der Nähe – zum Stöbern antippen.

Adresse

Hans-Abraham-Ochs-Weg 1
50678 Köln

Öffnungszeiten

So: 00:00–24:00

Das könnte dich auch interessieren

Bayenturm

Mittelalterlicher Eckturm der Kölner Stadtmauer am Rhein, um 1220 errichtet — heute Sitz der Stiftung „FrauenMediaTurm".

Bismarckturm

4,4(154)· Google

Als Feuersäule gestaltetes Bismarck-Denkmal in Köln-Marienburg – mit blockhafter Bismarckfigur als Roland in Rüstung mit Adlerschild.

Nicht mehr vorhanden 1,4 kmDeutschordenskirche St. Katharina© Woensam · Public domain

Deutschordenskirche St. Katharina

Längst abgetragene Kirche einer Deutschordens-Kommende in der Altstadt-Süd; nur die Straße An Sankt Katharinen trägt den Namen weiter.

Kommentare

  • Lade Kommentare…

Quellen & Links

Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-26