Deutzer Drehbrücke
Drehbare Stahlbrücke von 1908 über dem Deutzer Hafen — eine von zwei Kölner Drehbrücken, technisches Denkmal mit erhaltenem Steuerhaus.
Die Deutzer Drehbrücke überspannt im Stadtteil Deutz den Deutzer Hafen und verbindet die Siegburger Straße über die Alfred-Schütte-Allee mit dem Poller Rheinufer. Sie lässt sich zur Seite drehen, um Schiffen die Durchfahrt freizugeben.
Quelle: Wikipedia
Auf einen Blick
- Art
- Drehbare Stahlbrücke, technisches Denkmal
- Lage
- Über dem Deutzer Hafen, Stadtteil Deutz (Stadtbezirk Innenstadt)
- Errichtet
- 1907, Verkehrsübergabe März 1908
- Maße
- 31,29 m Spannweite, 10 m Breite
- Denkmalschutz
- Seit 1. Juli 1980
- Zugang
- An Wochenenden für Autos gesperrt, für Fußgänger und Radfahrer offen
Bei der Generalsanierung ab 2021 entdeckten Arbeiter im Antriebsbereich nicht fachgerechte Notreparaturen aus der Kriegszeit, die über Jahrzehnte unbemerkt blieben und den Antrieb übermäßig verschlissen hatten.
Längenvergleich
Länge im Vergleich mit anderen Kölner Brücken.
Altersvergleich
Alter im Vergleich mit anderen Kölner Orten.
Bauwerk und Technik
Die Brücke ist eine genietete Stahlfachwerkkonstruktion, ausgeführt als ungleichschenklig ausbalancierte Brücke. Geländer, Brückenköpfe und Steuerhaus sind im geometrischen Jugendstil gestaltet. Wie bei der wenige Jahre zuvor errichteten Drehbrücke im Rheinauhafen wird der 177 Tonnen schwere Überbau hydraulisch aus der Ruhelage gehoben und anschließend von einem Elektromotor gedreht. Gesteuert wird sie elektrisch aus einem Steuerhäuschen aus Stahlblech über der Brückenmitte, das bis heute vollständig erhalten ist.
Geschichte
Die Drehbrücke entstand zeitgleich mit dem Bau des Deutzer Hafens. Konstruiert wurden die beiden Kölner Drehbrücken von der Duisburger AG für die Eisenindustrie und Brückenbau vorm. J.C. Harkort, bekannt als Brückenbauanstalt Harkort, die für die Mechanik mit der Düsseldorfer Haniel & Lueg zusammenarbeitete. Die darüber verlaufende Straße hieß zunächst Deutzer Damm, ab 1911 Rheinallee und trägt seit 1957 den Namen Alfred-Schütte-Allee.
Schäden und Sanierungen
Nachdem ein Schiff die Brücke im Februar 2008 beschädigt hatte, ist sie aus verkehrspolitischen Gründen an Wochenenden für den Autoverkehr gesperrt; Fußgänger und Radfahrer können sie weiterhin überqueren. Es folgten mehrere Reparaturen, unter anderem 2013 nach einem Getriebeschaden und 2014 an der aus den 1950er Jahren stammenden Elektrotechnik. 2015 entschied sich der Rat der Stadt Köln für eine Generalsanierung für 1,36 Millionen Euro, die im Februar 2021 begann. Dabei kamen weitere schwere Korrosionsschäden sowie nicht fachgerechte Notreparaturen aus der Kriegszeit zum Vorschein, was die Bauzeit um rund ein Jahr verlängerte. Für die Sanierung wurde die Brücke dauerhaft für den Schiffsverkehr offen und für den Straßenverkehr gesperrt gehalten, sodass sie zeitweise nicht passierbar war.
Zeitstrahl
- 1907Bau der Drehbrücke zeitgleich mit dem Deutzer Hafen
- März 1908Übergabe an den Verkehr
- 1911Straße umbenannt von Deutzer Damm in Rheinallee
- 1957Straße umbenannt in Alfred-Schütte-Allee
- 1. Juli 1980Brücke steht unter Denkmalschutz
- Februar 2008Brücke durch Schiff beschädigt, danach am Wochenende für Autos gesperrt
- April 2013Wiedereröffnung nach Getriebeschaden (Sperrung ab 13. Feb., Reparatur ab 25. März)
- 22. Februar 2021Start der Generalsanierung (1,36 Mio. €, Ratsbeschluss Dez. 2015)
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Quellen & Links
Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-26





