Lindenthaler Kanal
Radiale Wasser- und Grünachse im Lindenthaler Grüngürtel mit Kastanienallee, Ahornkanal und den Skulpturen Kentaur und Najade.
Im Kölner Stadtteil Lindenthal verbindet der Lindenthaler Kanal als radiale Wasser- und Grünachse den inneren mit dem äußeren Grüngürtel. Zwei zueinander versetzte Teilstücke prägen die Anlage: der Clarenbachkanal und der Rautenstrauchkanal.
Auf einen Blick
- Art
- Kanalanlage mit beiderseitigem Begleitgrün
- Lage
- Stadtteil und Stadtbezirk Lindenthal, Köln
- Länge
- fast 600 m
- Gestaltung
- 1925 durch Gartenbaudirektor Fritz Encke
- Abschnitte
- Clarenbachkanal und Rautenstrauchkanal
- Tierwelt
- Fische, Kanadagänse, Blesshühner, Stockenten
- Für Familien
- Rosengarten und Sandspielplatz am Karl-Schwering-Platz
Die fast 600 Meter lange Kanalanlage hat laut Stadtplaner Fritz Schumacher exakt dieselben Breitenabmessungen (rund 100 Meter) wie die berühmte Königsallee in Düsseldorf – ein Vergleich, den Schumacher selbst in seinen Planungsunterlagen festhielt.
Idee und Planung
Hinter der Anlage stand der Wunsch, aus dem dicht bebauten Stadtgebiet eine ansehnliche Grünstraße nach außen zu ziehen. Grundlage war der Generalbebauungsplan von Fritz Schumacher aus den Jahren 1920 bis 1923. In ihren Breitenabmessungen von rund 100 Metern verglich Schumacher die gesamte Anlage mit der Königsallee in Düsseldorf. Am Endpunkt, wo die Kirche liegt, öffnet sich der Grünstreifen kreuzförmig.
Clarenbachkanal
Das Teilstück an der Clarenbachstraße setzt die Ost-West-Achse des Aachener Weihers fort und endet an der von Gottfried Böhm entworfenen Kirche Christi Auferstehung. Schon zur Entstehungszeit kamen hier Rosskastanien in den Boden, aus denen eine ausladende Allee gewachsen ist.
Verbindung zum Karl-Schwering-Platz
Über die Brucknerstraße mit der Liebfrauenschule entsteht die Verbindung zum versetzt angeordneten zweiten Kanalteil. Als Fußweg führt sie weiter zum Karl-Schwering-Platz mit dem Apostelgymnasium, an dem ein Rosengarten, ein Sandspielplatz und ein geometrisch gestalteter, zur Dürener Straße führender Platzteil liegen.
Rautenstrauchkanal
Den Auftakt an der Rautenstrauchstraße bildet ein rundes Wasserbecken, das von den Skulpturen Kentaur und Najade flankiert wird. Eduard Schmitz schuf die beiden Muschelkalk-Figuren 1930 nach Entwürfen von Georg Grasegger; jede zeigt eine Najade, die auf dem Rücken eines Kentaurs sitzt. Beide Figuren der griechischen Archaik hatten ursprünglich mit Wasser zu tun. Der in drei Segmente unterteilte Kanal ist mit Ahornbäumen bepflanzt und reicht bis zum Stadtwaldgürtel, über den sich der Stadtwald betreten lässt.
Sanierung
Ab dem Winter 2010 zog sich rund ein Jahr lang eine Sanierung hin; dabei wurden Fische umgesetzt und mehrere hundert Tonnen Schlamm entfernt. Getragen wurde die Restaurierung von der Kölner Grün Stiftung, während das Land NRW den größten Teil der Mittel beisteuerte. 2016 entstand am Stadtwaldgürtel ein Brunnen, dessen Grundwasser bis ans Ende des Clarenbachkanals fließt. Die zuvor dort lebenden Schwäne wurden 2018 an den Decksteiner Weiher gebracht.
Zeitstrahl
- 1920–1923Generalbebauungsplan von Fritz Schumacher als Grundlage für den Kanal
- 1925Gestaltung des Kanals durch Gartenbaudirektor Fritz Encke umgesetzt
- 1930Skulpturen Kentaur und Najade von Eduard Schmitz nach Georg Grasegger geschaffen
- 2007Rautenstrauchkanal-Abschnitt mit neuen Wegdecken versehen
- 2010Revitalisierung beginnt: Fische entnommen, ~600 t Schlamm abtransportiert
- 2016Brunnen am Stadtwaldgürtel errichtet für Grundwasserzufluss zum Clarenbachkanal
- 2018Schwäne zum Decksteiner Weiher verbracht
Karte
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Adresse
Lindenthaler Kanal
50931 Köln
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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-26




