Hohenzollernbrücke
Meistbefahrene Eisenbahnbrücke Deutschlands über den Rhein – mit dem Dom prägend fürs Stadtbild und bekannt für tausende Liebesschlösser.
seit 1911
Die Hohenzollernbrücke führt in Köln über den Rhein und verbindet den Hauptbahnhof mit dem Deutzer Bahnhof. Gemeinsam mit dem Kölner Dom gehört sie fest zum Stadtbild.
Auf einen Blick
- Art
- Eisenbahn- und Fußgängerbrücke über den Rhein
- Lage
- Altstadt-Nord, Innenstadt; bei Stromkilometer 688,5
- Verbindet
- Hauptbahnhof und Deutzer Bahnhof
- Bauzeit
- 1907 bis 1911, eingeweiht am 22. Mai 1911
- Architekt der Portale
- Franz Schwechten, neoromanischer Stil
- Auslastung
- rund 1500 Zugfahrten pro Tag
- Besonderheit
- vier Reiterstandbilder, zahllose Liebesschlösser
- Schutz
- Baudenkmal in Nordrhein-Westfalen
Zwischen dem 2. und dem 18. August 1914 überquerten 2.150 Züge die Brücke – durchschnittlich vier pro Stunde –, um Soldaten und Material an die Westfront zu bringen.
Das kannst du hier erleben
- Über die Brücke spazieren und den Rheinpanorama-Blick auf Dom und Altstadt genießen
- Die tausenden Liebesschlösser an den Geländern bestaunen
- Dom, Brücke und Skyline fotografieren
- Den ständigen Zugverkehr der meistbefahrenen Eisenbahnbrücke Deutschlands beobachten
- Die vier Reiterstandbilder der Hohenzollern an den Rampen entdecken
- Mit dem Rad oder zu Fuß ans rechtsrheinische Deutzer Ufer wechseln
Längenvergleich
Länge im Vergleich mit anderen Kölner Brücken.
Altersvergleich
Alter im Vergleich mit anderen Orten in Köln.
Verkehr und Bedeutung
Mit etwa 1500 Zugfahrten täglich ist die Hohenzollernbrücke die meistbefahrene Eisenbahnbrücke Deutschlands. Zusammen mit dem Hauptbahnhof bildet sie einen zentralen Knotenpunkt im deutschen und europäischen Bahnnetz und gilt zugleich als Engpass im Schienenverkehr der Region.
Geschichte
An gleicher Stelle stand ab 1859 die zweigleisige Dombrücke, die dem wachsenden Verkehr nicht mehr genügte. Der Neubau entstand von 1907 bis 1911 unter Beteiligung des MAN-Werks Gustavsburg; die Entwürfe gehen auf den Ingenieur Friedrich Dircksen zurück. Kaiser Wilhelm II. weihte das Bauwerk am 22. Mai 1911 ein. Wie schon die Dombrücke richtet sich die Brücke auf die Mittelachse des Doms aus.
Ursprünglicher Bau und Wiederaufbau
Die Brücke bestand zunächst aus drei nebeneinander liegenden Teilen für vier Eisenbahngleise und eine Straße. Den Portalen verlieh Franz Schwechten mit hohen Türmen einen neoromanischen Schmuck. Am 6. März 1945 sprengten Pioniere der Wehrmacht die Pfeiler; 1948 wurde die Brücke provisorisch wieder freigegeben. Beim Wiederaufbau entfiel der südliche Straßenbrückenteil, und die erhalten gebliebenen Portalbauten und Türme wurden 1958 abgerissen. Anstelle der Straße erhielten die äußeren Eisenbahnzüge Geh- und Radwege.
Reiterstandbilder
Vier Reiterstandbilder preußischer Könige und deutscher Kaiser aus der Familie Hohenzollern flankieren die Rampen. Rechtsrheinisch stehen Friedrich Wilhelm IV. von Preußen und Wilhelm I., linksrheinisch Friedrich III. und Wilhelm II. Sie verweisen auf die Zeit der Hohenzollernherrscher in der Rheinprovinz.
Heute
Nach Google ist die Brücke für tausende Liebesschlösser bekannt, die Besucher an den Geländern der Geh- und Radwege angebracht haben.
Zeitstrahl
- 1859Zweigleisige Dombrücke am selben Standort errichtet
- 1907–1911Bau der Hohenzollernbrücke unter Leitung von Fritz Beermann
- 22. Mai 1911Einweihung durch Kaiser Wilhelm II.
- Aug. 19142150 Züge transportieren Soldaten an die Westfront (2.–18. Aug.)
- 6. März 1945Sprengung der Brückenpfeiler durch deutsche Pioniere
- 8. Mai 1948Provisorischer Wiederaufbau abgeschlossen; Brücke dem Verkehr übergeben
- 1958Portale und Brückentürme abgerissen
- 1959Vollständiger Wiederaufbau der Brücke abgeschlossen
Galerie
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Quellen & Links
- Offizielle Website
- Offizielle Website (abgerufen 2026-07-06)
- Wikidata (abgerufen 2026-06-23)
- Wikipedia (abgerufen 2026-06-23, rev 268008047)
Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-26
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