Severinsbrücke
Schrägseilbrücke mit nur einem A-förmigen Pylon über den Rhein nach Deutz – zugleich Kölns erster kompletter Brückenneubau der Nachkriegszeit.
seit 1959
Zwischen dem Severinsviertel samt Rheinauhafen und dem rechtsrheinischen Deutz reicht die Severinsbrücke über den Rhein. Mit ihrer Fertigstellung 1959 entstand in Köln nach dem Zweiten Weltkrieg erstmals eine komplett neu gebaute Brücke – und das an einem bis dahin ungenutzten Standort.
Auf einen Blick
- Art
- Schrägseilbrücke (seilverspannte Balkenbrücke) über den Rhein
- Lage
- verbindet den Rheinauhafen mit dem Stadtteil Deutz, Stadtbezirk Innenstadt
- Eröffnung
- 7. November 1959
- Architekt
- Gerd Lohmer; an der Planung beteiligt war Fritz Leonhardt
- Maße
- rund 691 m lang, 29,50 m breit, größte Stützweite 302 m
- Pylon
- ein A-förmiger Pylon, 77,2 m über dem Brückenfundament
- Schutz
- seit 1989 unter Denkmalschutz
- Nutzung
- Auto-, Stadtbahn-, Rad- und Fußverkehr
Bei ihrer Eröffnung 1959 war die Severinsbrücke die Schrägseilbrücke mit der längsten Hauptspannweite der Welt – und gleichzeitig die erste Schrägseilbrücke überhaupt mit einem A-förmigen Pylon, der bewusst nahe am rechten Rheinufer platziert wurde, damit der Blick auf den Kölner Dom frei blieb.
Längenvergleich
Länge im Vergleich mit anderen Kölner Brücken.
Altersvergleich
Alter im Vergleich mit anderen Orten in Köln.
Die Konstruktion
Getragen wird das Bauwerk von einem einzigen, asymmetrisch positionierten Pylon in A-Form, der den Fahrbahnkörper über Stahlseile hält. Weil so nur ein Mast nötig war, blieb der Deutzer Hafen für Küstenmotorschiffe befahrbar; durch seine Position dicht am rechten Ufer verstellte der Pylon den Blick auf Dom und Altstadt am linken Rheinufer kaum. Zum Eröffnungszeitpunkt besaß weltweit keine andere Schrägseilbrücke eine längere Hauptspannweite, und ein A-förmiger Pylon kam hier erstmals zum Einsatz. In das Bauwerk gingen 8.300 Tonnen Stahl ein; die Kosten beliefen sich auf 25,3 Millionen D-Mark.
Planung und Bau
Im Generalverkehrsplan von 1956 waren zwei zusätzliche Rheinbrücken festgeschrieben; den Beschluss zum Bau der Severinsbrücke hatte der Rat schon 1954 gefasst. Während der Bauvorbereitung kippte am 21. September 1956 ein Senkkasten der Pfeilergründung in eine Schieflage; dabei kamen mindestens fünf Arbeiter ums Leben. Zur Einweihung 1959 erschien Bundeskanzler Konrad Adenauer persönlich. Den Kölner Architekturpreis erhielt das Bauwerk 1967.
Heute
Den für Kölns städtische Brücken typischen Anstrich im Brückengrün trägt auch die Severinsbrücke. Auf ihr fahren die Stadtbahnlinien 3 und 4, denen seit dem Umbau 1979/80 ein separater Gleiskörper zur Verfügung steht. Eine 2014 eingebrachte Verstärkung mit Profilen im Inneren von Trägern und Pylon veränderte das äußere Erscheinungsbild nicht.
Zeitstrahl
- 6. Mai 1954Stadtrat beschließt den Bau der Severinsbrücke
- Mai 1956Baubeginn; Generalverkehrsplan sieht zwei neue Rheinbrücken vor
- 21. September 1956Bauunfall: Senkkasten kippt, mindestens 5 Arbeiter tödlich verletzt
- 7. November 1959Einweihung durch Kardinal Frings, Eröffnung durch OB Burauen in Anwesenheit Adenauers
- 1967Kölner Architekturpreis für die innovative Konstruktion
- 1979–1981Umbau: gesonderter Gleiskörper für die Stadtbahn, je zwei Fahrspuren für den IV
- 19. Mai 1989Unter Denkmalschutz gestellt
- 2014Verstärkung der Hauptträgerkästen und des Pylons mit feuerverzinkten U-Profilen
Galerie
Karte
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Adresse
Severinsbrücke
50679 Köln
Öffnungszeiten
So: 00:00–24:00
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Quellen & Links
- Offizielle Website
- Offizielle Website (abgerufen 2026-06-25)
- Wikidata (abgerufen 2026-06-23)
- Wikipedia (abgerufen 2026-06-23, rev 267896461)
Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-27
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