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© Hans Peter Schaefer --> Hps-poll · CC BY-SA 3.0

Südbrücke

Stählerne Eisenbahnbrücke von 1910 mit drei Bögen über den Rhein, vorwiegend für Güterverkehr; mit Fuß- und Radwegen, denkmalgeschützt.

seit 1946

Outdoor Eintritt frei Kostenlos Fotospot

Die Südbrücke ist eine Eisenbahnbrücke über den Rhein, die seit ihrer Erbauung vorwiegend dem Güterverkehr dient und zugleich Fußgängern und Radfahrern offensteht.

Auf einen Blick

Art
Eisenbahnbrücke über den Rhein, Teil der Güterumgehungsbahn Köln
Bauzeit
1906 bis 1910, in Dienst gestellt am 5. April 1910
Konstruktion
dreibogiger Stahl-Fachwerkbau, 368 m Gesamtlänge
Stützweiten
101,5 m – 165 m – 101,5 m
Gleise
zweigleisig, befahrbar mit 60 km/h
Fußwege
beidseitig je 3,57 m breit
Lage
links Neustadt-Süd und Bayenthal, rechts Deutz und Poll
Status
Baudenkmal, im Besitz der Deutschen Bahn
Wusstest du?

Beim Bau der Südbrücke 1908 stürzten beim Errichten des mittleren Fachwerkbogens acht Arbeiter in den Tod – weshalb man bei der Eröffnung 1910 bewusst auf jede Feier verzichtete.

Das kannst du hier erleben

Längenvergleich

Länge im Vergleich mit anderen Kölner Brücken.

Altersvergleich

Alter im Vergleich mit anderen Orten in Köln.

Geschichte

Den Bau verantwortete die Königlich Preußische Staatseisenbahn unter Baurat Fritz Beermann; den Entwurf arbeitete Friedrich Dircksen aus. Eine Eröffnungsfeier unterblieb, nachdem 1908 beim Aufbau des mittleren Fachwerkbogens acht Arbeiter ums Leben gekommen waren. Am 6. Januar 1945 zerstörten Bomben das Bauwerk in weiten Teilen; den im Strom liegenden Mittelbogen sprengte man weg. Ab Mai 1946 lief zunächst ein eingleisiger Behelfsbetrieb, ehe die neu aufgebaute Brücke am 1. Oktober 1950 wieder in Betrieb ging. Einen Teil der dabei frei gewordenen Quader verwendete man für die steinernen Bögen über die Rheinuferstraße und die Alfred-Schütte-Allee weiter.

© Maximilian Schönherr · CC BY-SA 4.0

Architektur und Denkmalschutz

Die Steinbauten an Portalen, Rampen und Pfeilern stammen vom Berliner Architekten Franz Schwechten, der auch an der Hohenzollernbrücke beteiligt war. Den neuromanischen Treppentürmen verlieh der Bildhauer Gotthold Riegelmann ihren Figurenschmuck. Anders als bei der Hohenzollernbrücke, deren beschädigte Türme nach dem Krieg ganz abgetragen wurden, verzichtete man hier nur auf den vollständigen Wiederaufbau der dekorativen Portale und einzelner Turmteile. Den Denkmalstatus trägt die Brücke wegen ihrer eisenbahngeschichtlichen Bedeutung, der Stahl-Fachwerkbauweise und der erhaltenen neuromanischen Steinbauten. Der Rheinische Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz hob sie im Mai 2006 als „Denkmal des Monats“ hervor, um auf ihren Zustand aufmerksam zu machen. Ab Dezember 2009 wurden die Gehwege und Treppentürme saniert; die linksrheinischen Türme waren danach noch nicht benutzbar.

© Michael Musto · CC BY-SA 4.0

Heute und Nutzung

Personenzüge verkehren gegenwärtig nur außerplanmäßig, etwa bei Störungen oder Bauarbeiten auf den regulären Strecken; planmäßig fahren lediglich einzelne ICE- und EuroNight-Verbindungen über die Brücke. Pflege und Unterhaltung der Gehwege obliegen nach den damals geschlossenen Verträgen der Stadt Köln.

© Hans Peter Schaefer --> Hps-poll · CC BY-SA 3.0

Bahnstromleitung

Seit 2002 quert die 110-kV-Bahnstromleitung Köln–Sindorf an Auslegern der Brückenkonstruktion den Rhein. An den rechtsrheinischen Türmen wird dabei jedes Seil einzeln um den Turm herumgeführt.

© Bahnthaler · CC BY 3.0

Ausbau und Zukunft

Der Verkehrsverbund go.Rheinland, vormals Zweckverband Nahverkehr Rheinland, gab 2021 Pläne bekannt, die Brücke von zwei auf vier Gleise zu erweitern und so den Kölner S-Bahn-Ring zu vollenden. Stand Mai 2024 soll die S-Bahn über das bestehende Bauwerk geführt werden; ein Neubau ist nicht mehr vorgesehen.

© Bahnthaler · CC BY 3.0

Umgebung

Auf beiden Rheinseiten markiert die Brücke jeweils eine Stadtteilgrenze. Am linksrheinischen Aufgang liegt der seit 1914 bestehende Friedenspark.

Zeitstrahl

  1. 1906
    Baubeginn am 8. November durch Königlich Preußische Staatseisenbahn
  2. 1908
    Schwerer Unfall am mittleren Fachwerkbogen – acht Arbeiter getötet
  3. 1910
    Offiziell in Dienst gestellt am 5. April
  4. 1914
    Friedenspark am linksrheinischen Brückenaufgang angelegt
  5. 1945
    Am 6. Januar durch Bomben weitgehend zerstört; Mittelbogen weggesprengt
  6. 1946
    Im Mai provisorisch und eingleisig wiedereröffnet
  7. 1950
    Wiederaufbau abgeschlossen; am 1. Oktober wieder in Betrieb genommen
  8. 2002
    110-kV-Bahnstromleitung Köln–Sindorf überquert an der Brücke den Rhein
  9. 2009
    Im Dezember beginnt Sanierung der Gehwege und Treppentürme (ca. 5,1 Mio. €)
  10. 2021
    NVR kündigt am 17. Februar Ausbau auf vier Gleise an

Karte

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Adresse

Alfred-Schütte-Allee 34
51105 Köln

Öffnungszeiten

So: 00:00–24:00

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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-27

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