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© CEphoto, Uwe Aranas · CC BY-SA 3.0

Bismarckturm

Als Feuersäule gestaltetes Bismarck-Denkmal in Köln-Marienburg – mit blockhafter Bismarckfigur als Roland in Rüstung mit Adlerschild.

seit 1902

Outdoor

An der Ecke Gustav-Heinemann-Ufer / Bayenthalgürtel erinnert der Bismarckturm – auch Bismarcksäule genannt – an Otto von Bismarck. Gestaltet wurde das Denkmal als Feuersäule.

Auf einen Blick

Art
Bismarck-Denkmal in Form einer Feuersäule
Lage
Köln-Marienburg, Stadtbezirk Rodenkirchen
Eingeweiht
21. Juni 1903
Höhe
27 Meter Gesamthöhe
Material
Basaltlava und Grauwacke
Denkmalschutz
seit 1. Juli 1980
Wusstest du?

Der Kölner Bismarckturm wurde zu einem Großteil vom Schokoladeproduzenten Heinrich Stollwerck finanziert, der in unmittelbarer Nachbarschaft eine Villa namens „Bismarckburg" besaß – die Bismarckfigur an der Fassade ist dabei 15 Meter hoch und hat allein fünf Meter Schulterbreite.

Das kannst du hier erleben

  • Den als Feuersäule gestalteten Bismarckturm bestaunen
  • Die blockhafte Bismarckfigur als Roland mit Adlerschild betrachten
  • Das historische Denkmal von 1903 fotografieren
  • Zwischen den hohen Eichen das versteckte Bauwerk entdecken
  • An der Ecke Gustav-Heinemann-Ufer einen ruhigen Spaziergang machen

Altersvergleich

Alter im Vergleich mit anderen Orten in Köln.

Geschichte

Nachdem die Studentenschaft 1899 deutschlandweit zu Wettbewerben für Bismarck-Säulen und -Denkmäler aufgerufen hatte, sammelte in Köln ein eigens gegründetes Bismarck-Komitee die Entwürfe; den Zuschlag erhielt der Berliner Architekt Arnold Hartmann. Spenden für einen Platz im Bayenthal flossen ab 1900, der eigentliche Bau begann 1902. Den Löwenanteil der Kosten – insgesamt 48.000 Mark samt Gründung – steuerte der Kölner Schokoladefabrikant Heinrich Stollwerck (1843–1915) bei, dessen Villa „Bismarckburg“ nebenan lag. Die Bildhauerarbeiten lagen beim Kölner Adolf Berchem, ausgeführt wurde der Bau von Wilhelm Asbach aus Köln. Sanierungen folgten 1999, 2001 und 2008.

© Unbekannt · Public domain

Architektur

Der Idee nach sollte zur Sommersonnenwende ein Feuer auf der Säule lodern; zuletzt brannte das Feuerbecken am Turmkopf 1939. Aus dem gedrungenen Sockel wächst die Bismarckfigur empor, die zusammen mit dem höheren, rechteckigen Turm das Bild einer brennenden Fackel ergibt. Die Flächen modellierte der Bildhauer erst, nachdem die Blöcke aufgemauert waren. Vorn zeigt sich Bismarck blockhaft als Roland in Rüstung mit hohem Adlerschild – fünf Meter breit an den Schultern und von den Füßen bis zum Scheitel 15 Meter hoch. Auf den breiten Sockel, der zunächst vorgesehen war, verzichtete man aus Kostengründen.

© Gabriele Delhey · CC BY-SA 3.0

Umgebung

Für die Gärten zeichnete Fritz Encke verantwortlich, der hier seinen ersten Kölner Auftrag dieser Art ausführte. Eine niedrige, dichte Bepflanzung zu Bismarcks Füßen sollte die Säule zur Geltung bringen; die 230 Meter lange Hecke aus Stieleichen vollendete er 1904. Inzwischen sind die Bäume derart in die Höhe gewachsen, dass sie das Denkmal seit Beginn des 21. Jahrhunderts vollständig verbergen.

© HOWI · CC BY 3.0

Wissenswertes

Bismarcks Gesichtsmaske wurde nachträglich angebracht und ist aus einem einzigen Steinblock gehauen.

© Unknown author Unknown author · Public domain

Zeitstrahl

  1. 1899
    Studentenschaft veranstaltet Wettbewerb; Bismarck-Komitee in Köln gegründet
  2. 1900
    Beginn der Spendensammlung für den Bau
  3. 1902
    Baubeginn des Turms (Feuersäule)
  4. 1903
    Einweihung am 21. Juni 1903
  5. 1904
    Fritz Encke stellt Gartenanlage mit 230 m Stieleichenhecke fertig
  6. 1939
    Letzte Inbetriebnahme des Feuerbeckens auf dem Turmkopf
  7. 1980
    Turm steht seit 1. Juli 1980 unter Denkmalschutz
  8. 1999, 2001, 2008
    Sanierungsmaßnahmen am Turm und seiner Umgebung

Galerie

© Unknown author Unknown author · Public domain · Commons
© Raimond Spekking · CC BY-SA 4.0 · Commons
© Raimond Spekking · CC BY-SA 4.0 · Commons

Karte

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Adresse

Bayenthalgürtel 5
50968 Köln

Öffnungszeiten

So: 00:00–24:00

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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-25

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