Rheinbrücke Köln-Rodenkirchen
Erste echte Hängebrücke Deutschlands: 567 m über den Rhein, 1941 als „Adolf-Hitler-Brücke“ eröffnet, nach Kriegszerstörung 1954 wiederaufgebaut.
seit 1941
Die Rheinbrücke Köln-Rodenkirchen, auch Rodenkirchener Rheinbrücke genannt, führt die A 4 als Hängebrücke über den Rhein und verbindet die links- und rechtsrheinischen Abschnitte des Kölner Autobahnrings. Sie war die erste echte Hängebrücke Deutschlands und zur Zeit ihrer Einweihung die größte Hängebrücke Europas.
Auf einen Blick
- Art
- Erdverankerte Kabelhängebrücke, Teil der A 4
- Lage
- Über den Rhein bei Rhein-Kilometer 683,8, verbindet linkes und rechtes Ufer
- Länge
- 567 Meter Gesamtstützweite, davon 378 Meter Mittelfeld
- Pylone
- 59,4 Meter hoch
- Eröffnung
- 20. September 1941
- Besonderheit
- Im Kölner Brückengrün gestrichen
- Status
- Baudenkmal
Als Bauingenieur Fritz Leonhardt am 27. August 1939 zum Kriegsdienst eingezogen wurde, blieb er nur zwei Tage Soldat – er wurde sofort auf die Baustelle zurückbeordert, weil der Brückenbau als strategische Maßnahme galt.
Das kannst du hier erleben
Längenvergleich
Länge im Vergleich mit anderen Kölner Brücken.
Altersvergleich
Alter im Vergleich mit anderen Orten in Köln.
Planung und Bau
Verantwortlich war der Ingenieur Fritz Leonhardt, gemeinsam mit dem Architekten Paul Bonatz und dem Ingenieur Karl Schaechterle, im Rahmen der Planung der Reichsautobahn Köln–Aachen. Für Leonhardt war es die erste eigenständige Bauleitung; er brachte hier sein in den USA gewonnenes Wissen über echte Hängebrücken ein. Der Bau begann am 1. März 1938. Die Tragseile fertigte das Kölner Unternehmen Felten & Guilleaume; der letzte Versteifungsträger wurde am 11. November 1940 eingebaut. Verbaut wurden 12.500 Tonnen Stahl, die Baukosten von 13,9 Millionen Reichsmark machten sie zum teuersten fertiggestellten Bauwerk der Reichsautobahnen. Da der Brückenbau als strategische Maßnahme galt, lief er auch nach Kriegsbeginn weiter; Leonhardt wurde zwei Tage nach seiner Einberufung zum Kriegsdienst wieder auf die Baustelle zurückbeordert. Bei der Einweihung 1941 trug sie den Namen „Adolf-Hitler-Brücke“.
Zerstörung und Wiederaufbau
Nach Bombentreffern am 14. Januar 1945 stürzte das Bauwerk am 28. Januar 1945 ein. Der Wiederaufbau nach einem Sonderentwurf von Hellmut Homberg fand zwischen 1952 und 1954 statt und nutzte die erhalten gebliebenen Pylone weiter. Durch technische Verbesserungen wie eine Stahlbetonverbundfahrbahn ließen sich mehr als 3000 Tonnen Stahl einsparen. Am 9. Dezember 1954 wurde die Brücke wieder für den Verkehr freigegeben.
Verbreiterung
Wegen des steigenden Verkehrs auf der A 4 wurde die Brücke zwischen 1990 und 1994 von vier auf sechs Fahrstreifen erweitert. Dazu entstand auf der Nordseite ein Zwillingsbau mit gemeinsamer Mittelstütze, dessen Brückenelemente geschweißt statt genietet sind. Die Einweihung erfolgte am 9. Dezember 1994, genau 40 Jahre nach Inbetriebnahme der wiederaufgebauten Brücke.
Architektur und Konstruktion
Kennzeichnend sind die torartige Situation an den Natursteinwiderlagern, die schlanken horizontalen Versteifungsträger und das Zusammenspiel mit den portalartigen Pylonen. Die Widerlager wurden mit Muschelkalk verkleidet, an den Pfeilern kam bis zur Mittelwasserlinie zusätzlich Granit zum Einsatz; die Steinschnittzeichnungen stammen von Gerd Lohmer. Die Tragkabel von 1954 haben einen Durchmesser von rund 50 Zentimetern und bestehen aus 61 Einzelseilen. Sie sind in den als Ballastkörper ausgebildeten Widerlagern verankert. Der heutige Überbau ist eine reine Stahlkonstruktion mit 3,3 Meter hohen Versteifungsträgern.
Zeitstrahl
- 1. März 1938Baubeginn der Rheinbrücke Köln-Rodenkirchen
- 11. November 1940Einbau des letzten Fahrbahnträgers
- 20. September 1941Einweihung als „Adolf-Hitler-Brücke" – erste echte Hängebrücke Deutschlands
- 14.–28. Januar 1945Bombentreffer (14. Jan.) und Einsturz des Bauwerks (28. Jan.)
- 1952–1954Wiederaufbau nach Sonderentwurf von Hellmut Homberg (Kosten: 17,2 Mio. DM)
- 9. Dezember 1954Wiedereröffnung der Brücke für den Verkehr
- 1990–1994Verbreiterung von 4 auf 6 Fahrstreifen (Kosten: 184 Mio. DM)
- 9. Dezember 1994Einweihung der Verbreiterung – genau 40 Jahre nach der Wiedereröffnung 1954
Karte
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Adresse
A4
51105 Köln
Öffnungszeiten
So: 00:00–24:00
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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-27
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