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© A.Savin · CC BY-SA 3.0

Rheinbrücke Leverkusen

Schrägseilbrücke, mit der die A1 bei Leverkusen den Rhein überquert — Neubau anstelle der abgerissenen Brücke von 1965.

seit 1965

Outdoor

Über die Rheinbrücke Leverkusen wird die A1, also der nördliche Abschnitt des Kölner Autobahnrings, über den Rhein geleitet. An die Stelle der früheren Brücke von 1965, die dem stark gewachsenen Verkehr nicht mehr standhielt, ist das heutige Bauwerk getreten.

Auf einen Blick

Art
Schrägseilbrücke (Strombrücke) mit anschließender Vorlandbrücke
Lage
Leverkusen, Stadtteil Wiesdorf, Stadtbezirk I
Funktion
Rheinquerung der A1 / nördlicher Kölner Autobahnring
Länge je Teilbauwerk
1065,65 m (688,70 m Strombrücke + 376,95 m Vorlandbrücke)
Pylonhöhe
57 m über der Fahrbahn
Erste Brücke freigegeben
4. Februar 2024
Geh- und Radweg
3,50 m breit, durch transparente Lärmschutzwände abgetrennt
Wusstest du?

Die A-förmigen Pylone der neuen Schrägseilbrücke sind von innen begehbar: Zu Inspektionszwecken befinden sich in den stählernen Hohlkästen der Pylonstiele sowohl Treppen als auch ein Aufzug – man kann also 57 Meter hohe Brückenpylone per Fahrstuhl erklimmen.

Das kannst du hier erleben

Längenvergleich

Längste Brücke in Köln

Länge im Vergleich mit anderen Kölner Brücken.

Altersvergleich

Alter im Vergleich mit anderen Orten in Köln.

Hintergrund des Neubaus

2012 stellte sich heraus, dass die Brücke von 1965 dem auf das Dreifache gestiegenen Verkehr nicht mehr genügte, weshalb sie abgetragen wurde. Parallel zum Neubau wird der A1-Abschnitt zwischen der Anschlussstelle Köln-Niehl und dem Autobahnkreuz Leverkusen-West auf durchgehend acht Fahrstreifen erweitert. Verantwortlich für die Planung zeichnete Grassl Beratende Ingenieure Bauwesen, die Gestaltung übernahmen unterstützend Firmhofer + Günther Architekten.

© Raimond Spekking · CC BY-SA 4.0

Konstruktion

Die Querung gliedert sich in zwei spiegelbildlich identische Teilbauwerke, je eines für eine Richtungsfahrbahn. Jedes vereint eine zweihüftige Schrägseilbrücke als Strombrücke mit einer im Westen folgenden Vorlandbrücke. Vollständig ausgebaut bietet jedes Teilbauwerk vier durchgehende Fahrstreifen, zwei Spuren für Ein- und Ausfahrten, einen Standstreifen und den separaten Geh- und Radweg. Getragen wird der Überbau von zwei A-förmigen Pylonen aus stählernen Stielen, an deren oberer Hälfte je acht Schrägseile pro Seite ansetzen.

© Raimond Spekking · CC BY-SA 4.0

Bauablauf

Von beiden Ufern aus wuchsen die Hälften der Strombrücke im Freivorbau zur Flussmitte: Schiffe brachten vorgefertigte Segmente heran, die per Hebezeug an ihren Platz gehoben und verschweißt wurden. Die letzten Teile der ersten Brückenhälfte kamen am 5. September 2023 hinzu, am 4. Februar 2024 nahm das erste Teilbauwerk den Betrieb auf. Solange der zweite Abschnitt — vorgesehen für 2027 — noch nicht fertig ist, rollt der gesamte Verkehr über diese erste Brücke.

© Raimond Spekking · CC BY-SA 4.0

Genehmigung und Baubeginn

Den Planfeststellungsbeschluss sprach die Bezirksregierung Köln am 10. November 2016 aus. Eingereichte Klagen, darunter jene der Bürgerinitiative NGL – Netzwerk gegen Lärm, Feinstaub und andere schädliche Immissionen e. V., verwarf das Bundesverwaltungsgericht am 11. Oktober 2017. Der erste Spatenstich fand am 14. Dezember 2017 statt; vom Bund kommen 740 Millionen Euro für das Vorhaben.

© Raimond Spekking · CC BY-SA 4.0

Zeitstrahl

  1. 1965
    Eröffnung der ursprünglichen Rheinbrücke Leverkusen
  2. 2012
    Feststellung: Brücke dem dreifach gestiegenen Verkehr nicht mehr gewachsen
  3. 2015
    Gesetz zur Baubeschleunigung: Klagen auf Bundesverwaltungsgericht beschränkt
  4. 10. November 2016
    Planfeststellungsbeschluss durch Bezirksregierung Köln erlassen
  5. 11. Oktober 2017
    Bundesverwaltungsgericht weist alle Klagen gegen den Neubau ab
  6. 14. Dezember 2017
    Offizieller erster Spatenstich für den Brückenneubau
  7. 5. September 2023
    Letzte Segmente der ersten Brückenhälfte eingesetzt
  8. 4. Februar 2024
    Erstes Teilbauwerk für den Verkehr freigegeben

Galerie

© dronepicr · CC BY 2.0 · Commons
© Raimond Spekking · CC BY-SA 4.0 · Commons

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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-27

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