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© Raimond Spekking · CC BY-SA 4.0

Hansahochhaus

Kölns erstes Hochhaus von 1925 – bei Fertigstellung kurzzeitig das höchste Gebäude Europas, im Stil des Klinkerexpressionismus.

seit 1925

Fotospot

Das Hansahochhaus war das erste Hochhaus Kölns und gehört zu den frühen Hochhäusern Deutschlands. Bei seiner Fertigstellung 1925 war der Bau für kurze Zeit das höchste Haus Europas.

65 Meter, 17 Geschosse
Höhe
1924–1925
Baujahr

Auf einen Blick

Art
Büro- und Geschäftsgebäude, Baudenkmal in Nordrhein-Westfalen
Lage
Neustadt/Nord, Stadtbezirk Innenstadt, am Hansaring 97
Architekt
Jacob Koerfer
Baustil
Backstein- bzw. Klinkerexpressionismus
Wusstest du?

Der Paternosteraufzug im Hansahochhaus war mit 26 Kabinen bei seiner Fertigstellung 1925 der höchste der Welt – ein Rekord, der erst 1965 vom Axel-Springer-Hochhaus in Berlin mit 36 Kabinen gebrochen wurde.

Das kannst du hier erleben

  • Kölns erstes Hochhaus von 1925 bestaunen
  • Die markante Klinkerexpressionismus-Fassade fotografieren
  • Tier- und Menschenköpfe über den Erdgeschossfenstern entdecken
  • Den historischen Paternosteraufzug suchen, einst der höchste der Welt
  • Auf einem Stadtbummel am Hansaring vorbeischlendern

Größenvergleich

Höhe im Vergleich mit anderen Bauwerken in Köln.

Altersvergleich

Alter im Vergleich mit anderen Orten in Köln.

Bau und Geschichte

Den Bauplatz erhielt Jacob Koerfer über ein Tauschgeschäft mit der Stadt Köln, der er eigene Grundstücke überließ. Anfang 1924 legte er seine Pläne dem Stadterweiterungsamt vor; der damalige Oberbürgermeister Konrad Adenauer äußerte schriftlich sein Interesse am Vorhaben. Trotz Finanzierungsproblemen und Streiks war der Rohbau im Oktober 1924 vollendet, im Juni 1925 das Gebäude fertig. Die reine Bauzeit von 135 Arbeitstagen lag unter der vergleichbarer amerikanischer Hochhäuser, durch Unterbrechungen verteilte sie sich jedoch über 15 Monate.

© Autor/-in unbekannt Unknown author · CC BY-SA 3.0 de

Architektur

Der Rohbau aus Stahlbeton ist vollständig mit dunkelroten Hartbrandziegeln verklinkert, sodass er wie ein Massivbau wirkt. Gestaltet ist die Fassade im Klinkerexpressionismus mit angedeuteten Pfeilern, dreieckigen Fensterstürzen und Art-déco-Schlusssteinen. Über den spitz zulaufenden Erdgeschossfenstern der Straßenfronten sitzen Skulpturen von Tier- und Menschenköpfen. Bis zum Zweiten Weltkrieg trug die Fassade fünf schlanke Figuren als Sinnbilder der Kontinente; diese Werke von Joseph Pabst und Franz Albermann sind verschollen.

© Raimond Spekking · CC BY-SA 4.0

Der Paternoster

Neben Treppenhaus und Aufzug erschließt ein Paternosteraufzug der Kölner Maschinenfabrik L. Hopmann die Stockwerke. Mit 26 Kabinen für je zwei Personen war er einst der höchste der Welt; er führt vom ersten bis ins 14. Obergeschoss. Erst 1965 wurde dieser Rekord beim Bau des Axel-Springer-Hochhauses in Berlin überboten.

© Superbass · CC BY-SA 3.0

Im Zweiten Weltkrieg

Dank seiner tragenden Stahlbeton-Struktur überstand das Hochhaus den Krieg nahezu unbeschädigt. Zwischen Mai 1944 und Februar 1945 dienten der dritte und vierte Stock als Behelfslager für Zwangsarbeiter, die vor allem bei der Deutschen Reichsbahn eingesetzt wurden.

© Duhon · CC BY 3.0

Name und Nutzung

Der Name verweist auf die Adresse Hansaring 97, die wiederum an Kölns Mitgliedschaft in der Hanse erinnert. Nach der Fertigstellung fand im Haus eine Verkaufsausstellung der Automobilmarke Adler statt, ein integriertes Café-Restaurant war im Stil des Art déco gestaltet. Der benachbarte Saalbau diente als Filmpalast für 1200 Zuschauer und zeigte Anfang 1930 als eines der ersten Kölner Kinos auch Tonfilme; nach seiner Zerstörung im Krieg wurde er nicht wieder aufgebaut. Heute gehört zum Komplex auch ein angeschlossenes sechsgeschossiges Büro- und Geschäftshaus.

Zeitstrahl

  1. 11. Januar 1924
    Koerfer reicht Baupläne beim Stadterweiterungsamt ein
  2. 25. Oktober 1924
    Rohbau nach nur 135 Arbeitstagen vollendet
  3. Juni 1925
    Fertigstellung nach 15 Monaten Bauzeit; kurzzeitig höchstes Haus Europas (65 m)
  4. Anfang 1930
    Filmpalast im Saalbau gehört zu den ersten Kölner Kinos mit Tonfilm
  5. Mai 1944 – Februar 1945
    3. und 4. OG als Behelfslager für Zwangsarbeiter der Deutschen Reichsbahn
  6. 1945
    Saalbau (Filmpalast) im Zweiten Weltkrieg zerstört, kein Wiederaufbau
  7. 1961
    Saturn Elektro eröffnet am Hansaring 79–81 auf 120 m²
  8. 1965
    Paternoster-Weltrekord (26 Kabinen) durch Axel-Springer-Hochhaus Berlin überboten

Karte

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Adresse

Hansaring 97
50670 Köln

Öffnungszeiten

Mo: 13:00–20:00

Di: 13:00–20:00

Mi: 13:00–20:00

Do: 13:00–20:00

Fr: 13:00–21:00

Sa: 13:00–21:00

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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-26

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