Uni-Center
Eines der größten Wohnhäuser Europas: Der Y-förmige Bau in Sülz vereint 968 Wohnungen und einen 134 m hohen Mittelturm.
seit 1973
Das Uni-Center ist ein Wohnhochhaus im Kölner Stadtteil Sülz, das an der Ecke Luxemburger Straße/Universitätsstraße steht und zu den größten Wohnhäusern Europas zählt. Sein Grundriss bildet ein Y aus drei Flügeln, die ein Mittelturm verbindet.
Auf einen Blick
- Art
- Wohnhochhaus mit Geschäften, Restaurants und Parkhaus in den unteren Etagen
- Lage
- Köln-Sülz (Stadtbezirk Lindenthal), Ecke Luxemburger Straße/Universitätsstraße
- Fertiggestellt
- 1. August 1973
- Höhe
- 134 m (Mittelturm „C“ mit 45 Etagen)
- Wohnungen
- 968 Einheiten, darunter ein Studentenwohnheim
- Architekt
- Werner Ingendaay (1923–2008)
- Besonderheit
- Y-förmiger Grundriss mit farblich gekennzeichneten Flügeln
Während des Deutschen Herbsts 1977 mieteten RAF-Terroristen eine Wohnung im Uni-Center, um dort die Entführung von Hanns Martin Schleyer vorzubereiten – und just während der anschließenden GSG-9-Durchsuchung des Gebäudes wurde gleichzeitig die Lufthansa-Maschine Landshut entführt.
Größenvergleich
Höhe im Vergleich mit anderen Bauwerken in Köln.
Altersvergleich
Alter im Vergleich mit anderen Orten in Köln.
Architektur und Aufbau
Der Bau gliedert sich in drei unterschiedlich hohe Flügel und einen verbindenden Kern. Die Flügel tragen die Buchstaben „U“ (38+3 Etagen), „N“ (31+3 Etagen) und „I“ (26+3 Etagen), der Kern „C“ umfasst 45 Etagen. Zur Orientierung sind die Flügel einheitlich gefärbt: „U“ orange, „N“ grün und „I“ gelb. Ab dem fünften Obergeschoss liegen auf beiden Seiten der Flügel sowie im Kern Wohnungen; oben folgen auf Technik- und Lagerräume zwei Maisonette-Etagen und ein Penthouse. Höchster Gebäudeteil ist der Mittelturm „C“ mit 134 Metern. Auf der Liste der Kölner Hochhäuser belegt das Uni-Center Rang 3.
Entstehung
Entworfen wurde das Gebäude vom Kölner Professor Werner Ingendaay, als Bauherr trat die Kölner Bauträgergesellschaft Deba Wohnbau auf. Der Bau begann im Januar 1971, die Grundsteinlegung nahm im Februar 1971 der damalige Bundesverkehrsminister Lauritz Lauritzen vor, der das Vorhaben als „kühnes Experiment“ bezeichnete. Nach dem Richtfest im Oktober 1972 war der Komplex am 1. August 1973 bezugsfertig.
Wohnen im Uni-Center
Etwa 60 Prozent der Einheiten wurden als Eigentumswohnungen verkauft. Den übrigen Teil im „I“-Block übernahm das Kölner Studierendenwerk, das dort 378 Wohnungen zwischen 14 und 24 m² als Studentenwohnheim betreibt. Die Angaben zur Bewohnerzahl reichen von rund 1.200 bis zu fast 2.000 Personen; neun Aufzüge erschließen die Etagen.
Drehort und Zeitgeschichte
Das Haus diente als einer der Drehorte für den Film „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“ nach dem Roman von Heinrich Böll, der im Oktober 1975 Premiere hatte. Während des Deutschen Herbstes mieteten RAF-Terroristen hier eine Wohnung, um die Entführung von Hanns Martin Schleyer vorzubereiten. Im Oktober 1977 durchsuchte die GSG 9 mehrere Wohnungen und stellte fest, dass Adelheid Schulz unter dem Namen Markward bis Ende September 1977 eine konspirative Wohnung gemietet hatte. Während dieser Durchsuchung wurde die Lufthansa-Maschine „Landshut“ entführt.
Zeitstrahl
- 1971-01Baubeginn
- 1971-02Grundsteinlegung durch Bundesverkehrsminister Lauritz Lauritzen
- 1972-10Richtfest für das Y-förmige Hochhaus
- 1973-08-01Gebäude bezugsfertig
- 1975-10Premiere des Films „Die verlorene Ehre der Katharina Blum" (Drehort Uni-Center)
- 1977-10GSG-9-Durchsuchung mehrerer Wohnungen (Deutscher Herbst / RAF)
Galerie
Karte
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Quellen & Links
- Offizielle Website
- Offizielle Website (abgerufen 2026-06-25)
- Wikidata (abgerufen 2026-06-24)
- Wikipedia (abgerufen 2026-06-24, rev 267288751)
Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-27
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