Herkules-Hochhaus
Buntes Wohnhochhaus von 1972 in Neuehrenfeld, wegen seiner Farben „Papageienhaus" genannt – mit 102 m das neunthöchste Hochhaus Kölns.
seit 1972
In Neuehrenfeld steht das Herkules-Hochhaus, ein Wohngebäude, das wegen seiner bunten Metallfassade den Spitznamen „Papageienhaus" trägt und als Postkartenmotiv dient.
Auf einen Blick
- Art
- Wohnhochhaus
- Lage
- Stadtteil Neuehrenfeld, Stadtbezirk Ehrenfeld
- Höhe
- 102 Meter, 31 Etagen
- Rang
- neunthöchstes Hochhaus Kölns
- Fertigstellung
- 1972
- Architekt
- Peter Neufert
- Wohnungen
- 427 Wohneinheiten
- Besonderheit
- Schwimmbad, Sauna und Partyraum im obersten Geschoss
In der obersten Etage des Herkules-Hochhauses befinden sich ein Schwimmbad, eine Sauna und ein Partyraum – ungewöhnliche Luxuseinrichtungen in einem Wohnhochhaus, das gleichzeitig 2005 die „Saure Zitrone" als Negativpreis für unansehnliche Architektur erhielt.
Das kannst du hier erleben
- Die bunte „Papageienhaus"-Fassade bestaunen
- Das Hochhaus als Postkartenmotiv fotografieren
- Die emaillierten Metallbleche in Blau, Orange, Rot und Flieder entdecken
- Durch Neuehrenfeld bummeln und das Wahrzeichen aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten
- Über die Architektur von Peter Neufert und die bewegte Geschichte des Baus staunen
Größenvergleich
Höhe im Vergleich mit anderen Bauwerken in Köln.
Altersvergleich
Alter im Vergleich mit anderen Orten in Köln.
Geschichte und Entstehung
In den 1960er Jahren wollte die Stadt Köln nahe der Innenstadt neuen städtischen Wohnraum schaffen und setzte dabei auf vertikale Wohnverdichtung. Mit Kölns erstem „Super-Wohnhaus" wurde Peter Neufert beauftragt, der bis dahin Bürohochhäuser plante. Errichtet wurde das Gebäude im umstrittenen Bauherrenmodell durch die Dr.-Rüger-Gruppe. Seinen Namen erhielt es nach der anliegenden Herkulesstraße.
Architektur
Die Fassade ist mit blauen, orangen, roten und fliederfarbenen emaillierten Metallblechen verkleidet. Die silbern abgesetzten, dreigeteilten Fenster folgen in dreifacher Variation einem freien Rhythmus – ein Merkmal von Neuferts „systemischer Architektur". Statt einer starren Achsenordnung („Rasteritis") schuf er eine aufgelockerte Außenfassade, die innen eine flexible Raumaufteilung erlaubt. Die Appartements messen zwischen 24 und 33 Quadratmetern, Zweizimmerwohnungen 43 Quadratmeter; je Etage liegen zwei Dreizimmerwohnungen zur Domseite hin.
Ausstattung
Das Haus verfügt über einen Pförtner und vier Aufzüge, die getrennt auf geraden und ungeraden Etagen halten. Eine Fahrt vom Erdgeschoss bis zur 31. Etage dauert etwa eine Minute. Im obersten Geschoss befinden sich ein Schwimmbad, eine Sauna und ein Partyraum. Die Bewohnerschaft kommt aus studentischem und internationalem Umfeld bei vergleichsweise hoher Fluktuation.
Wissenswertes
Bei den Kölnern blieb das Hochhaus von Beginn an unbeliebt; eine Architekturzeitschrift urteilte früh: „Die Wohnfabrik schreckt Nachbarn ab". 2005 vergab der Kölner Verkehrsverein an das Gebäude die „Saure Zitrone", einen Negativpreis für unansehnliche Architektur. Am 11. Januar 1979 brach im ersten Stock ein durch eine Kerze ausgelöstes Feuer aus, bei dem ein junger Mann im Aufzug ums Leben kam und ein weiterer durch einen Sprung aus acht Metern Höhe schwer verletzt wurde.
Zeitstrahl
- 1972Fertigstellung des Herkules-Hochhauses (102 m, 31 Etagen, 427 Wohneinheiten)
- 1979-01-11Feuer im ersten Stock (Kerze); ein Toter, ein Schwerverletzter
- 2005Kölner Verkehrsverein verleiht die „Saure Zitrone" für unansehnliche Architektur
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Quellen & Links
- Offizielle Website
- Offizielle Website (abgerufen 2026-06-25)
- Wikidata (abgerufen 2026-06-24)
- Wikipedia (abgerufen 2026-06-24, rev 267685230)
Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-26
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