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© Raimond Spekking · CC BY-SA 4.0

Friesenplatz

Platz an den Kölner Ringen am Beginn der Venloer Straße — Tor zum Belgischen Viertel und einstiges Halbwelt-Revier des Friesenviertels.

Outdoor

Der Friesenplatz ist Teil der Kölner Ringe, die dem Verlauf der früheren Stadtmauer folgen und den Pariser Boulevards nachempfunden sind.

Auf einen Blick

Art
Platz an den Kölner Ringen
Stadtteil
Neustadt/Nord (Stadtbezirk Innenstadt)
Entstehung
nach Abriss der Stadtmauer 1882
Benennung
25. Mai 1882
Gartenanlage
1.630 m², zur Zeit der Ringe angelegt
Besonderheit
gegenüber das Gerling Ring-Karree von Norman Foster
Verkehr
U-Bahnhof Friesenplatz, Linien 3, 4, 5, 12 und 15
Wusstest du?

Das Friesentor wurde 1882 abgerissen, obwohl es erst 1816 – also nur 66 Jahre zuvor – noch eigens verstärkt worden war, was den späteren Abriss jedoch nicht aufhalten konnte.

Das kannst du hier erleben

  • Über die berühmten Kölner Ringe flanieren
  • Ins angrenzende Belgische Viertel hineinbummeln
  • In den Geschäften und Restaurants rund um den Platz einkehren
  • Die Architektur des gegenüberliegenden Gerling Ring-Karrees von Norman Foster bestaunen
  • Auf der Venloer Straße Richtung Belgisches Viertel starten
  • Den lebendigen Verkehrsknotenpunkt und sein Treiben beobachten

Herkunft des Namens

Die Namen Friesenplatz, Friesenstraße und Friesenwall werden auf friesische Tuch- und Fischhändler zurückgeführt, die im Früh- und Hochmittelalter am Fernhandel mit Köln beteiligt waren. 1165 ist die Friesenstraße als „platea Frisorum“ belegt, 1291 eingedeutscht als „Vrisingasse“. Das Friesentor erscheint 1244 als „porta Frisea“. Möglicherweise geht die Bezeichnung auf eine im Mittelalter hier ansässige deutsch-niederländische Friesenkolonie zurück.

© Johann Heinrich Schoenscheidt († 1903) · Public domain

Vom Stadttor zum Platz

An dieser Stelle stand das 1244 erstmals urkundlich erwähnte Friesentor, das 1816 noch verstärkt, mit der Stadtmauer aber 1882 geschleift wurde. Unter der Nummer 27 lag das 1922 von Ludwig Paffendorf fertiggestellte Gebäude des Kölnischen Kunstvereins mit übergiebeltem Portikus.

© Johann Heinrich Schoenscheidt († 1903) · Public domain

Das Friesenviertel

Östlich des Platzes entwickelte sich das nach ihm benannte Friesenviertel, das nach dem Zweiten Weltkrieg als Rotlichtviertel galt. Es zählte zum Revier Kölner Halbweltgrößen wie Dummse Tünn und Schäfers Nas. Entlang der Friesenstraße stand bis zur Kriegszerstörung im Mai 1942 das Varieté „Groß-Köln“. Wilhelm Riphahn errichtete hier die 1948 fertiggestellten Sartory-Säle. In der Gereonstraße lag zudem die von Arno Breker entworfene Zentrale des Gerling-Versicherungskonzerns mit dem Gerling-Hochhaus.

Rund um den Platz

Der Friesenplatz bildet den Beginn der nach Nordwesten führenden Venloer Straße; hier schließt das Belgische Viertel an. Zwischen Rudolfplatz und Friesenplatz verläuft der Hohenzollernring, der als beliebteste Flaniermeile des Ringboulevards gilt. Gegenüber dem Platz wurde zwischen Hohenzollernring und Friesenwall ab 1999 das Gerling Ring-Karree errichtet und 2001 eingeweiht. Der U-Bahnhof Friesenplatz gehörte zum ersten Teilabschnitt der Kölner U-Bahn, der am 11. Oktober 1968 eröffnet wurde; heute ist der Platz ein Verkehrsknotenpunkt mit Geschäften und Restaurants. In der Nähe befindet sich mit dem 1928 eröffneten Rex Am Ring eines der ältesten noch betriebenen deutschen Kinos.

Zeitstrahl

  1. 1244
    Friesentor erstmals urkundlich erwähnt („porta Frisea")
  2. 1882
    Stadtmauer und Friesentor abgerissen; Platz erhält am 25. Mai seinen heutigen Namen
  3. 1922
    Gebäude des Kölnischen Kunstvereins (Ludwig Paffendorf) fertiggestellt
  4. 1928
    Kino Rex Am Ring am 20. Mai eröffnet
  5. 1942
    Varieté „Groß-Köln" im Mai durch Kriegseinwirkung zerstört
  6. 1948
    Sartory-Säle (Wilhelm Riphahn) am 11. November fertiggestellt
  7. 1953
    Gerling-Komplex (Arno Breker) am 25. Januar eingeweiht
  8. 1968
    U-Bahnhof Friesenplatz am 11. Oktober mit erstem U-Bahn-Abschnitt eröffnet

Karte

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Adresse

Friesenpl.
50672 Köln

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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-26

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