St. Peter – Kunst-Station
Spätester erhaltener gotischer Kirchenbau Kölns – seit 1987 zugleich Kunst-Station für Gegenwartskunst und Neue Musik, betreut von Jesuiten.
seit 1515
Sankt Peter in der Kölner Altstadt-Süd ist der späteste erhaltene gotische Kirchenbau der Stadt und zugleich als Kunst-Station ein Ort, an dem Gottesdienstgemeinde, internationale Gegenwartskunst und Neue Musik aufeinandertreffen.
Auf einen Blick
- Art
- Katholische Pfarrkirche, seit 1960 betreut von Jesuiten
- Lage
- Altstadt-Süd, Stadtbezirk Innenstadt
- Bauzeit
- 1512–1533 (spätgotisch)
- Innenraum
- 37,5 m lang, 21 m breit
- Schutz
- Baudenkmal in Nordrhein-Westfalen
- Kunst-Station
- Ort für internationale Gegenwartskunst seit 1987
- Musik
- rund 50 Konzerte freier Musik pro Jahr
- Geöffnet
- Mittwoch bis Sonntag, 12–18 Uhr
Die Kirche wurde auf den Fundamenten römischer Thermen errichtet und ist der späteste erhaltene gotische Kirchenbau Kölns – nach dem Wiederaufbau beschrieb die Stadtkonservatorin Hiltrud Kier die neue Holzkassettendecke als eine, „deren Wirkung einem Sargdeckel" gleichkam.
Altersvergleich
Alter im Vergleich mit anderen Orten in Köln.
Geschichte und Bau
Vermutlich stand an dieser Stelle bereits in spätrömischer Zeit ein Kirchenbau. Gesichert ist ein romanischer Vorgängerbau aus dem zehnten Jahrhundert, eine dreischiffige Emporenbasilika, der 1170 ein romanischer Westturm angefügt wurde; deshalb wird die Kirche auch vom Förderverein Romanische Kirchen Köln betreut. Der Innenraum misst 37,5 Meter Länge und 21 Meter Breite. Die heutige spätgotische Kirche entstand zwischen 1512 und 1533 auf den Fundamenten römischer Thermen und des romanischen Baus. Das benachbarte Cäcilienstift wurde 1802 aufgehoben; St. Peter blieb als eine der wenigen Pfarrkirchen der Altstadt bestehen.
Zerstörung und Wiederaufbau
In der Bombennacht vom 29. Juni 1943, dem „Peter-und-Paul-Angriff“, wurde die Kirche bis auf Grundmauern und Pfeiler zerstört; Altäre, Kanzel und die Orgel von 1907 fielen den Flammen zum Opfer. Der Wiederaufbau unter Karl Band und Wilhelm Schorn lief von 1950 bis 1960. Geringe Mittel und der Zeitgeist führten zu einem bewusst fragmentarischen Raum: Stehen gelassene Gewölbeauflagen zwischen den Obergadenfenstern erinnern bis heute an die zerstörten Netzgewölbe. 1960 zogen die Jesuiten ein; 1961 kehrten die Altarbilder von Schut und Rubens zurück.
Heute
Von 1997 bis 2000 wurde der Innenraum durch das Architekturbüro Wiegmann & Trübenbach grundlegend neu gestaltet. Zusammen mit der benachbarten Cäcilienkirche bildet St. Peter die einzige erhaltene Doppelkirchenanlage aus Stifts- und Pfarrkirche in Köln. Neben dem Gottesdienst finden hier Ausstellungen, Interventionen und Performances sowie monatliche Orgelkonzerte und das Festival „orgel-mixturen“ statt.
Zeitstrahl
- 888Gründung des Cäcilienstifts durch Erzbischof Willibert
- 1170Romanischer Westturm an den Vorgängerbau angefügt
- 1512–1533Bau der spätgotischen Kirche auf römischen Fundamenten
- 1802Stift St. Cäcilia aufgehoben
- 1943Kirche beim Peter-und-Paul-Angriff (29. Juni) fast vollständig zerstört
- 1950–1960Wiederaufbau unter Karl Band; Jesuiten ziehen im Juli 1960 ein
- 1987Beginn der Kunst-Station: Ort für internationale Gegenwartskunst
- 1997–2000Umfassende Sanierung und Neugestaltung des Innenraums
Galerie
Karte
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Adresse
Jabachstraße 1
50676 Köln
Öffnungszeiten
Mi: 12:00–18:00
Do: 12:00–18:00
Fr: 12:00–18:00
Sa: 12:00–18:00
So: 12:00–18:00
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Quellen & Links
- Offizielle Website
- Wikidata (abgerufen 2026-06-24)
- Wikipedia (abgerufen 2026-06-24, rev 265082538)
- Offizielle Website (abgerufen 2026-06-24)
- offenedaten-koeln.de (abgerufen 2026-06-30)
Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-27
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