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© Frank Vincentz · CC BY-SA 3.0

Taubenbrunnen

Erster Kölner Nachkriegsbrunnen und erster abstrakter Brunnen der Stadt: 1953 von Ewald Mataré als Tränke für die Domtauben gestaltet.

seit 1953

Outdoor Eintritt frei Kostenlos Fotospot

Der Taubenbrunnen ist eine 1953 errichtete Brunnenplastik von Ewald Mataré, die vor der Westseite des Kölner Doms am Rand der Domplatte liegt. Mataré entwarf ihn als Trinkgelegenheit für die „Domtauben“.

Auf einen Blick

Art
Brunnenplastik
Künstler
Ewald Mataré
Errichtet
1953
Lage
Altstadt-Nord, vor dem Kölner Dom (heute Kardinal-Höffner-Platz)
Mosaikfeld
oval, 540 × 400 cm, vierfarbig
Besonderheit
erster Nachkriegsbrunnen Kölns und erster abstrakter Brunnen der Stadt
Status
Kulturdenkmal
Wusstest du?

Bei der Einweihung am 4. August 1953 – Mataré nannte es „eine reizende kleine frohgemute Angelegenheit" – erschien ausgerechnet keine einzige Taube, obwohl der Brunnen eigens als Trinkgelegenheit für die Kölner Domtauben konzipiert worden war. Außerdem wurde beim Grundsteinlegen eine Taube aus Marzipan in den Boden versenkt.

Altersvergleich

Alter im Vergleich mit anderen Orten in Köln.

Entstehung

Mataré konzipierte den Brunnen bereits 1950, zunächst für den Bahnhofsvorplatz. Dieser Standort wurde jedoch verworfen, weil der Platz vor dem Bahnhof laut einem Tagebucheintrag Matarés nicht der Stadt, sondern der Eisenbahn gehörte. So kam der Brunnen an den Rand des Domvorplatzes. Finanziert wurde er durch eine Stiftung der Bank für Gemeinwirtschaft, die auch auf den endgültigen Standort vor ihrem 1953 fertiggestellten Bankgebäude (heute Domforum) Einfluss nahm.

© Frank Vincentz · CC BY-SA 3.0

Einweihung

Bei der Grundsteinlegung Ende Juli 1953 wurde eine „unbekannte Taube“ aus Marzipan in den Grundboden versenkt. Zur Einweihung am 4. August 1953 kamen Vertreter aus Kultur, Politik und Bankwesen; in den Sockel versenkte man eine von allen Anwesenden unterzeichnete Urkunde. Die Taube galt zu jener Zeit vor allem als Friedenssymbol. Mehreren Berichten zufolge erschien zur Feier dennoch keine einzige lebende Taube.

© Raimond Spekking · CC BY-SA 4.0

Gestaltung

In einem ovalen Mosaikfeld liegt eine kreisrunde Eisenmulde von etwa 2,20 m Durchmesser mit einem spiralförmig zur Mitte führenden Wasserlauf. An zwei Seiten fasst eine 45 cm hohe Umfriedung aus gebogenen Eisenstangen das Feld ein. Der metallene Wasserspender sitzt auf einem Basaltblock in Form eines umgekehrten Pyramidenstumpfs; aus drei kleinen Tüllen fließt das Wasser in die Spirale. Das Mosaik besteht aus gleichseitigen Dreiecken in Blau, Weiß, Grau und Schwarz, deren helle Töne optisch Sechsecke bilden. Das strenge geometrische Muster steht im Kontrast zu den runden Formen von Wasserlauf und Geländer.

© Horsch, Willy - HOWI · CC BY 3.0

Lage und Umfeld

Der Domvorplatz lag zur Bauzeit noch auf Straßenniveau. Seit dem Bau der Domplatte und des Domparkhauses 1970 steht der Brunnen unmittelbar vor der Treppe. Durch diese Lage und die wenige Meter daneben aufgestellte, über 10 m hohe Beton-Kopie der Kreuzblume tritt der zurückhaltend gestaltete Brunnen in den Hintergrund. In der ab 2012 verstärkten Debatte um eine „Entrümpelung“ des Stadtraums wurde die Dominanz der umstehenden Objekte kritisiert – neben der Kreuzblumen-Replik auch das aus rund 50 Pollern, vier verschiedenen Lampen und Mülleimern entstandene „Konglomerat“. Eine Versetzung der Kreuzblume sollte den Brunnen wieder sichtbarer machen.

© Elke Wetzig · CC BY-SA 4.0

Zeitstrahl

  1. 1950
    Ewald Mataré entwirft den Brunnen als Trinkgelegenheit für die Domtauben
  2. Ende Juli 1953
    Grundsteinlegung; „unbekannte Taube" aus Marzipan im Boden versenkt
  3. 4. August 1953
    Einweihung des Taubenbrunnens; Bürgermeister Görlinger u. a. anwesend
  4. 1953
    Fertigstellung des Bankgebäudes der Bank für Gemeinwirtschaft am Domplatz
  5. 1970
    Bau der Domplatte und des Domparkhauses; Brunnen rückt vor die Treppe
  6. 2008
    Bereich erhält eigenen Namen: Kardinal-Höffner-Platz
  7. ab 2012
    Debatte über „Entrümpelung" des Stadtraums; Brunnen zu wenig sichtbar

Galerie

© Elke Wetzig · CC BY-SA 4.0 · Commons

Karte

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Adresse

Köln-Altstadt-Nord
50667 Köln

Öffnungszeiten

So: 00:00–24:00

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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-27

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