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© Hpschaefer www.reserv-art.de · CC BY-SA 3.0

Hahnentorburg

Mittelalterliches Doppelturmtor am Rudolfplatz – westlicher Zugang Kölns, durch den gekrönte Könige in die Stadt einzogen.

seit 1220

Fotospot

Die Hahnentorburg am Rudolfplatz war eine von ursprünglich zwölf Torburgen der mittelalterlichen Kölner Stadtmauer und sicherte den westlichen Zugang zur Stadt an der Straße nach Aachen und Jülich.

Auf einen Blick

Art
Mittelalterliches Stadttor (Doppelturmtor), Baudenkmal in Nordrhein-Westfalen
Lage
Rudolfplatz, Stadtteil Altstadt-Süd, Stadtbezirk Innenstadt
Stadtmauer
Teil der acht Kilometer langen Kölner Stadtmauer (1180–1220)
Erbaut
Anfang des 13. Jahrhunderts, erstmals 1264 erwähnt
Heute
Sitz der Karnevalsgesellschaft EhrenGarde der Stadt Köln 1902
Wusstest du?

Durch das Hahnentor zogen mittelalterliche Könige nach ihrer Krönung in Aachen in die Stadt, um zum Schrein der Heiligen Drei Könige im Dom zu gelangen – das Tor war also die offizielle Einzugsroute der frisch gekrönten Herrscher des Heiligen Römischen Reichs.

Das kannst du hier erleben

  • Das mittelalterliche Doppelturmtor bestaunen
  • Stadtwappen und die nachgebauten Wurfmaschinen auf den Turmdächern entdecken
  • Die historische Torburg fotografieren
  • Am belebten Rudolfplatz eine Pause einlegen
  • Auf den Spuren der gekrönten Könige zum Kölner Dom spazieren

Altersvergleich

Alter im Vergleich mit anderen Orten in Köln.

Geschichte

Das Tor entstand Anfang des 13. Jahrhunderts als Doppelturmtor; einen ähnlichen Typ vertraten das erhaltene Eigelsteintor im Norden und das abgerissene Gereonstor. Im Mittelalter betraten die Könige nach ihrer Krönung in Aachen die Stadt über die Aachener Straße durch das Hahnentor und zogen zum Schrein der Heiligen Drei Könige im Kölner Dom. Zeitweise diente die Torburg als Gefängnis. 1528 wurden hier die Prediger Adolf Clarenbach und Johann Klopreis eingekerkert; Klopreis gelang in der Silvesternacht 1528 die Flucht, Clarenbach wurde 1529 auf dem Melaten-Friedhof verbrannt.

© Autor/-in unbekannt Unknown author · Public domain

Name und Herkunft

Die Herkunft des Namens ist nicht eindeutig. Eine Deutung führt ihn auf den Grundbesitzer „Hageno von Anselm“ aus dem 12. Jahrhundert zurück, eine andere auf „Hano“ („Hain“) im Sinne von „Holztor“, wegen der Waldgebiete entlang der nach Aachen führenden Straße. In Mercators Stadtansicht von 1570 hieß sie „Hanenpforts“, die zugehörige Straße „Hanen straiß“ – die heutige Hahnenstraße.

© Maximilian Schönherr · CC BY-SA 4.0

Vom Abriss verschont

Als Köln ab 1881 das Festungsgelände erwarb und die mittelalterliche Stadtmauer abtragen ließ, entschied sich die Stadtverwaltung, nur wenige Torburgen in das neue Stadtbild zu integrieren – darunter das Hahnentor. Stadtbaumeister Josef Stübben restaurierte es um 1890 und richtete darin das Historische Museum ein, einen Vorgänger des Stadtmuseums. Der westlich anschließende Platz wurde 1883 in Rudolfplatz umbenannt.

© Autor/-in unbekannt Unknown author · Public domain

Wappen und Wurfmaschinen

Auf der Feldseite trägt das Tor ein Adler- beziehungsweise Stadtwappen, darunter die Inschrift „Erneuert 1888“. Auf den Turmdächern stehen nachgebaute mittelalterliche Wurfmaschinen.

© Autor/-in unbekannt Unknown author · Public domain

Heute

Im Zweiten Weltkrieg wurde die Torburg schwer beschädigt; der von der Feldseite links gelegene Halbturm war weitgehend zerstört. Später diente das Tor als Ausstellungsgebäude. Seit 1988 beherbergt es die EhrenGarde der Stadt Köln 1902 sowie ein Kasino. Neben der Hahnentorburg sind mit der Severinstorburg, der Ulrepforte und der Eigelsteintorburg weitere Torburgen der Kölner Stadtbefestigung erhalten.

© Arnold Mercator (died 1587) · Public domain

Zeitstrahl

  1. Anfang 13. Jh.
    Bau der Hahnentorburg als Doppelturmtor
  2. 1264
    Erste urkundliche Erwähnung des Tores
  3. 1528
    Adolf Clarenbach und Johann Klopreis in der Torburg eingekerkert
  4. 1529
    Clarenbach und Peter Fliesteden auf dem Melaten-Friedhof verbrannt
  5. 1877
    Eröffnung der ersten Kölner Pferdebahn-Strecke am Hahnentor
  6. 1881
    Stadt Köln erwirbt das Festungsgelände vom Militär
  7. 1888
    Restaurierung durch Stadtbaumeister Josef Stübben
  8. 1988
    EhrenGarde der Stadt Köln 1902 zieht in die Torburg ein

Karte

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Adresse

Rudolfplatz 1
50674 Köln

Öffnungszeiten

So: 00:00–24:00

Kontakt

0221 9131049

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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-26

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