St. Bruder Klaus (Köln-Mülheim)
Katholische Kirche von Fritz Schaller mit dreiteiligem Baukörper und sechseckigem Obergaden, 1967 mit dem Kölner Architekturpreis geehrt.
seit 1956
Die Kirche wurde als Mittelpunkt der gleichnamigen Bruder-Klaus-Siedlung geplant, deren Weiterentwicklung ab 1956 die kirchliche DEWOG (Deutsche Wohnungsgesellschaft Köln) verantwortete.
Quelle: Wikipedia
Auf einen Blick
- Art
- Römisch-katholische Kirche
- Lage
- Bruder-Klaus-Platz, Köln-Mülheim, in der Bruder-Klaus-Siedlung
- Bauzeit
- 1956 bis 1958
- Architekt
- Fritz Schaller
- Patrozinium
- Nikolaus von Flüe
- Aufbau
- drei Baukörper mit sechseckigem Obergaden
- Auszeichnung
- Kölner Architekturpreis 1967
- Denkmalschutz
- seit 2001 (Denkmalliste Nr. 8488)
Der Grundriss und die Fassade der Kirche entsprechen fast vollständig einem Entwurf, den Architekt Fritz Schaller kurz zuvor für die Kapelle des Erzbischöflichen Hauses in Köln eingereicht hatte – dieser Entwurf war dort abgelehnt worden und fand stattdessen in Mülheim seine Verwirklichung.
Altersvergleich
Alter im Vergleich mit anderen Orten in Köln.
Geschichte
Die bis dahin zuständige Pfarrei St. Antonius rief einen Kirchbauverein ins Leben. Im August 1956 entstand die Rektoratspfarre St. Bruder Klaus, deren erster Leiter Gründungspfarrer Heinrich Eisenhut wurde. Den Vollplanungsvertrag mit Fritz Schaller schloss man am 9. Juni 1956. Zur Einweihung der Siedlung und während des 77. Deutschen Katholikentags in Köln legte Josef Kardinal Frings am 28. August 1956 den Grundstein. Auf das Richtfest im Mai 1957 folgte die Weihe durch Weihbischof Joseph Ferche am 19./20. November 1957, der die Kirche an Eisenhut übergab.
Erweiterungen und Sanierungen
Im Februar 1958 erhielt die Kirche an der Westseite ein zweites Portal. Das zugehörige Jugendheim wurde im Mai 1958 fertiggestellt und bereits 1959 erweitert; 1960 musste die Messdiener-Sakristei vergrößert werden. Zehn Jahre nach dem Bau bekam das rissige Dach eine neue Eindeckung aus Kupferblech. Wegen Absplitterungen im Beton wurde auch der Turm saniert und an der Frontseite mit Kupferblech verkleidet.
Auszeichnung und Denkmalschutz
1967 wurde St. Bruder Klaus mit dem Kölner Architekturpreis ausgezeichnet. Am 5. Februar 2001 folgte die Eintragung in die Denkmalliste der Stadt Köln unter der Nummer 8488.
Architektur
Schaller übernahm für den Bau weitgehend einen Entwurf, den er kurz zuvor für die Kapelle des Erzbischöflichen Hauses in Köln eingereicht hatte, der dort jedoch unausgeführt blieb. Drei Baukörper bilden das Ganze: der nahezu quadratische, eingeschossige Kirchenraum unter flachem Rautendach, ein längssechseckiges Obergeschoss sowie der Turm, der doppelt so hoch wie die Kirche samt Aufbau ist und sich seitlich in den Raum schiebt. Dort liegt unter einem geschwungenen Vordach der Haupteingang. Innen heben zehn Rundstützen den Oberbau aus dem Kirchenraum heraus und markieren das „Langhaus“ mit erhöhten Plätzen für Taufort und Altar. Der sechseckige Obergaden ist durch ein Maßwerk aus Betonfertigteilen mit Bleiglasfenstern strukturiert. In den äußeren, niedrigeren Bereichen finden Kapellen, Sakristei und Beichtstühle Platz, die Orgel- und Chortribüne liegt seitlich vom Altar. Gegenüber von Turm und Eingangshalle tritt die Sakristei an der Nordseite außen als Risalit hervor.
Ausstattung
Den Großteil der Innenausstattung gestaltete Elmar Hillebrand. In den Altartisch aus grünem Dolomit wurden Reliquien von Gefährten der Kölner Stadtpatrone St. Gereon und St. Ursula eingemauert; hinzu kamen die Taufkanzel sowie 1972 Kreuz, Tabernakel, das Ewige Licht und ein Weihwasserbecken. Am Außenbau schuf Hillebrand die Turm- und Dachbekrönung. Die Obergaden-Fenster fertigte 1964 Georg Meistermann, ältere Fenster von 1957 gehen auf Rudolf Krüger zurück. Die 1959 von Orgelbau Romanus Seifert & Sohn eingebaute Orgel besaß zunächst neun Register und wurde 1974 auf 17 Register vergrößert. Laut dem Glockenbuch Köln goss die Glockengießerei Mabilon das dreistimmige Geläut 1990 mit den Schlagtönen fis1–gis1–h1; eine andere Quelle nennt eine vierte Glocke mit Schlagton g1, die 1507 möglicherweise von einem Johann von Andernach gegossen wurde.
Wissenswertes
Als Heimatpfarrei ist St. Bruder Klaus mit dem Kölner Priester Franz Meurer und dem Kölner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki verbunden.
Zeitstrahl
- 1956Gründung der Rektoratspfarre St. Bruder Klaus im August
- 1956Vollplanungsvertrag mit Fritz Schaller am 9. Juni geschlossen
- 1956Grundsteinlegung durch Kardinal Frings am 28. August
- 1957Richtfest im Mai
- 1957Kirchweihe durch Weihbischof Ferche am 19./20. November
- 1958Zweites Portal an der Westseite im Februar; Jugendheim im Mai fertiggestellt
- 1967Auszeichnung mit dem Kölner Architekturpreis
- 2001Eintragung in die Denkmalliste der Stadt Köln am 5. Februar
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