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© Magnus Manske · CC BY-SA 3.0

Immanuel-Kirche (Köln-Stammheim)

Mehrfach preisgekrönte Holzkirche der evangelischen Brückenschlag-Gemeinde in Köln-Stammheim, 2013 eingeweiht.

Indoor

Die Immanuel-Kirche in Köln-Stammheim ist das Gotteshaus der evangelischen Brückenschlag-Gemeinde Köln-Flittard/Stammheim. Der 2013 eingeweihte Holzbau wurde mit mehreren Architektur- und Holzbau-Preisen ausgezeichnet.

Auf einen Blick

Art
Evangelische Kirche der Brückenschlag-Gemeinde Köln-Flittard/Stammheim
Lage
Stadtteil Stammheim, Stadtbezirk Mülheim
Eingeweiht
3. März 2013
Architekt
Sauerbruch Hutton (Berlin), Baustil Moderne
Baukosten
3,7 Millionen Euro
Auszeichnungen
Kölner Architekturpreis (2014), Deutscher Holzbau-Preis und Deutscher Architekturpreis (2015)
Wusstest du?

Die Orgel der Immanuel-Kirche ist hinter einem wandfüllenden „Screen" aus fast 4.000 verschiedenfarbigen Holzlamellen verborgen – das Instrument selbst hat keinen sichtbaren Prospekt, sodass die farbige Holzwand gleichzeitig Kunstwerk und Tarnung ist.

Geschichte

Die Gemeinde gehört zum Evangelischen Kirchenverband Köln und Region in der Evangelischen Kirche im Rheinland. An der Stelle der heutigen Kirche stand zuvor das Gemeindezentrum Dietrich-Bonhoeffer-Haus, das Anfang 2012 abgerissen wurde. Weil die Flittarder Lukaskirche schon 2009 abgetragen worden war, war die Gemeinde ein Jahr lang ohne eigenen Kirchenraum. Aus dem Wettbewerb ging der Neubau hervor; der Grundstein wurde am 30. Juni 2012 gelegt, das Richtfest folgte am 30. August 2012.

© Chris06 · CC0

Architektur

Der Komplex umfasst die Kirche, einen Glockenturm und eine kleine Kapelle. Innen besteht das Bauwerk aus finnischer Fichte, außen ummantelt es finnisches Lärchenholz. Der Glockenturm steht als freistehender Campanile neben der Kirche und ist ebenfalls mit Holz verkleidet. Der Bau ist so angelegt, dass sich in der Kirche und den Seitenräumen verschiedene Veranstaltungsformen abhalten lassen.

© Chris06 · CC0

Auszeichnungen

2014 gehörte das Gebäude zu fünf Projekten, die den Kölner Architekturpreis erhielten. 2015 wurde das Ensemble mit einem der drei Deutschen Holzbau-Preise bedacht; im selben Jahr ging der mit 30.000 Euro dotierte Deutsche Architekturpreis an das Büro Sauerbruch Hutton.

Orgel und Ausstattung

Die Orgel stammt vom Freiburger Orgelbauer Späth. Das prospektlose Schleifladen-Instrument hat 23 Register und wird wandfüllend von einem „Screen“ aus fast 4.000 verschiedenfarbigen Holzlamellen verdeckt, der zugleich den Kirchraum mitgestaltet. Aus dem früheren Bonhoeffer-Haus wurden Teile der Möblierung sowie Kanzel, Altar, Taufbecken und die Wandbehänge des Altarraums übernommen.

Glocken

Die drei Glocken stammen aus der abgerissenen Lukaskirche in Flittard und wurden 1963 von der Glockengießerei Rincker in Sinn gegossen. Die Betglocke ruft zweimal täglich, um 12 und um 19 Uhr, zum Gebet; jeden Sonnabend wird nach der abendlichen Betglocke der Sonntag mit allen Glocken eingeläutet.

Zeitstrahl

  1. 1963
    Drei Glocken für die Lukaskirche Flittard bei Glockengießerei Rincker gegossen
  2. 2009
    Flittarder Lukaskirche abgerissen; Gemeinde ohne Kirchenraum
  3. Anfang 2012
    Gemeindezentrum Dietrich-Bonhoeffer-Haus abgerissen
  4. 30. Juni 2012
    Feierliche Grundsteinlegung der Immanuel-Kirche
  5. 30. August 2012
    Richtfest der Immanuel-Kirche
  6. 3. März 2013
    Einweihung der Immanuel-Kirche
  7. 2014
    Kölner Architekturpreis für das Gebäude
  8. 2015
    Deutscher Holzbau-Preis und Deutscher Architekturpreis (30.000 €) für Sauerbruch Hutton

Karte

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