Alt St. Katharina (Köln-Niehl)
Das „Niehler Dömchen": eine romanische Basilika des 12. Jahrhunderts am Rheinufer, mit gotischem Chor und unter Denkmalschutz.
Im Kölner Stadtteil Niehl steht mit Alt St. Katharina – im Volksmund „Niehler Dömchen" – eine römisch-katholische Kirche. Ihr nach Osten ausgerichteter Bau erhebt sich dicht am Rheinufer, getrennt durch den Niehler Damm.
Quelle: Wikipedia
Auf einen Blick
- Art
- Römisch-katholische Kirche, ehemalige Pfarrkirche
- Baustil
- Romanische Basilika mit gotisch umgestaltetem Chor
- Errichtet
- 12. Jahrhundert
- Lage
- Am Rheinufer, Stadtteil Niehl (Stadtbezirk Nippes)
- Schutz
- Baudenkmal in Nordrhein-Westfalen
- Patronin
- Katharina von Alexandrien
- Beiname
- „Niehler Dömchen"
Die Kirche diente als Pfarrkirche für das gesamte Gebiet von Nippes bis Niehl – wurde aber 1892–94 durch einen Neubau ersetzt, weil sie für die gewachsene Bevölkerung schlicht zu klein war, und trägt seitdem den Beinamen „Niehler Dömchen", obwohl sie bis heute in Betrieb ist.
Geschichte
Eine erste urkundliche Nennung Niehls fällt auf das Jahr 927. Den Ursprung der Kirche bildete eine 1236 erwähnte Kapelle des Kunibertstiftes. Den Hauptaltar widmete Weihbischof Heinrich I. von Montfort 1260 der heiligen Katharina. Ihr Pfarrsprengel reichte von Nippes bis Niehl.
Architektur
Der ursprüngliche Bau des 12. Jahrhunderts war eine dreischiffige romanische Basilika mit Westturm. Um die Mitte des 13. Jahrhunderts erhielt der Chor seine gotische Gestalt, während das südliche Seitenschiff verschwand; das Mittelschiff wurde gegen 1400 eingewölbt. Die Sakristei folgte um 1600, und 1894 entstand das nördliche Seitenschiff auf den überlieferten Fundamenten neu.
Neu-St. Katharina
Da der Raum für die wachsende Gemeinde nicht mehr ausreichte, schuf Theodor Kremer zwischen 1892 und 1894 mit Neu-St. Katharina einen größeren Pfarrbau, der südlicher und zentral in Niehl liegt. Die Sebastianstraße stellt die Verbindung zwischen beiden Kirchen her. In den Neubau gelangten mehrere ältere Stücke, etwa eine um 1430 geschaffene Abendmahls-Skulptur.
Ausstattung
Zum erhaltenen Bestand zählen die Kanzel mit einem Bildnis der Katharina und der Datierung 1622, eine gekrönte Madonna des 16. Jahrhunderts sowie eine Kreuzigungsgruppe aus dem 18. Jahrhundert. Hinzu kamen später zwei Glocken von 1977, die Chorfenster Vincenz Piepers (1978), die Langhausfenster Dieter Hartmanns (1988) und eine Orgel mit sechs Registern, die Gerd Weyland 1982 schuf.
Heute
Freitags am späten Nachmittag findet hier eine Messe statt, mittwochs in der Frühe ein Schulgottesdienst der benachbarten Grundschule. Über freiwillige Helfer soll der Bau künftig häufiger zugänglich sein.
Zeitstrahl
- 927Erste Erwähnung Niehls bei einer erzbischöflichen Schenkung an das Ursulastift
- 1080Weitere Erwähnung Niehls bei einer Schenkung an das Kunibertsstift
- 1236Kapelle als Filiale des Kunibertsstifts urkundlich erwähnt
- 1260Weihe des Hauptaltars der Kapelle der hl. Katharina durch Weihbischof Heinrich I.
- 12. JahrhundertErrichtung als dreischiffige romanische Basilika mit Westturm
- Mitte 13. JahrhundertGotische Erneuerung des Chors, Abriss des südlichen Seitenschiffs
- um 1400Einwölbung des Mittelschiffes
- 1892–1894Bau von Neu-St. Katharina als größere Pfarrkirche; Rekonstruktion des nördlichen Seitenschiffs
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Quellen & Links
Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-26




