Colonia-Haus
Zweithöchstes Wohnhochhaus Deutschlands, direkt am Rhein in Riehl – mit Antenne (155 m) fast so hoch wie der Kölner Dom (157 m).
Das Colonia-Haus ist ein denkmalgeschütztes Wohnhochhaus im Kölner Stadtteil Riehl, das direkt am Rheinufer steht und einen markanten Punkt in der Stadtsilhouette bildet.
Auf einen Blick
- Art
- Wohnhochhaus, denkmalgeschützt
- Lage
- An der Schanz 2, Köln-Riehl (Bezirk Nippes), direkt am Rhein
- Höhe
- 147 m, mit Antenne 155 m
- Etagen
- 45 Stockwerke
- Einheiten
- 373, davon 352 Wohnungen von 35 bis 118 m²
- Bewohner
- rund 1000 Personen
- Fertigstellung
- 1973
- Architekt
- Henrik Busch (Entwurf 1970)
Vom Baubeginn bis 1976 war das Colonia-Haus das höchste Wohnhaus ganz Europas – und es besitzt bis heute eine der seltenen behördlichen Genehmigungen für Müllschlucker auf allen Etagen, eine Ausstattung, die heute kaum noch erlaubt wird.
Quelle: Wikipedia · abgerufen 2026-06-24
Einordnung
Nach dem 2020 fertiggestellten Grand Tower in Frankfurt am Main ist das Colonia-Haus das zweithöchste überwiegend zum Wohnen genutzte Gebäude Deutschlands. Zwischen 1973 und 1976 war es das höchste Gebäude des Landes, und vom Planungsstadium bis 1976 zugleich das höchste Wohnhaus Europas. Unter den 300 höchsten Hochhäusern Deutschlands steht es auf Rang 21. Das zeitgleich fertiggestellte Kölner Uni-Center hat mit 954 zwar mehr Wohneinheiten, ist mit 134 Metern aber niedriger.
Geschichte
Nach der Grundsteinlegung im November 1970 und dem Richtfest 1972 war der offizielle Einzug am 1. August 1973. Benannt ist das Haus nach dem Bauherrn und ersten Eigentümer, der Kölner Colonia-Versicherung. 1996 wurden die zunächst nur vermieteten Wohnungen in Eigentumswohnungen umgewandelt. Nach der Übernahme der Colonia-Versicherung durch den Konzern Axa wurde der weithin sichtbare Schriftzug 1998 auf „AXA“ geändert; der Name Colonia-Haus blieb erhalten.
Ausstattung und Besonderheiten
Die Wohnungen liegen in den Stockwerken 3 bis 41, Gewerbeflächen befinden sich im Erdgeschoss sowie im 1. und 2. Obergeschoss. Vier Schnellaufzüge fassen je bis zu 18 Personen. Anders als üblich gibt es keine zentrale Briefeinwurfanlage, sondern etagenweise angeordnete Briefkästen, und das Haus besitzt eine selten gewordene Genehmigung für Müllschlucker auf allen Etagen. Auch die Abstellräume sind ungewöhnlich verteilt: neben dem ersten und zweiten Untergeschoss liegen sie im 42. Stock. Im Erdgeschoss liegt ein Schwimmbad mit Rheinblick (8 × 15 Meter), dazu kommen eine finnische Sauna mit Tauchbecken und Ruheraum sowie ein Fitness- und Tischtennisraum. Im Gebäude gibt es eine städtische Kindertagesstätte. Im 45. Stock liegt der öffentlich buchbare Veranstaltungsraum „Top of Cologne“ mit 119 m² für bis zu 121 Personen und Panoramablick über Köln.
Im Untergeschoss
Im Untergeschoss des Gebäudes finden sich heute ein Biergarten und ein Kiosk.
Denkmalschutz und Sanierung
2015 wurde das Colonia-Haus in die Denkmalliste der Stadt Köln eingetragen. Erste Bauschäden an den Balkonen wurden 1985 beobachtet; 2009 stellte ein Sachverständigenbüro Schäden am Beton fest. Im Juni 2023 wurden für die Balkonsanierung zwei Kräne auf dem Dach installiert; die Kosten wurden mit rund 26 bis 27 Millionen Euro veranschlagt.
Zeitstrahl
- 1970Entwurf durch Architekt Henrik Busch; Grundsteinlegung am 24. November
- 1972Richtfest am 20. Oktober
- 1973Offizielle Eröffnung/Einzug ab 1. August; Sparkasse eröffnet Zweigstelle (23. Aug.)
- 1976Bis zu diesem Jahr höchstes Hochhaus Deutschlands
- 1985Erste Bauschäden an den Balkonen beobachtet
- 1996Telos Haus & Grund Holding erwirbt das Hochhaus; Umwandlung in Eigentumswohnungen
- 1998Werbeschriftzug von „Colonia" auf „AXA" umgestellt (nach AXA-Übernahme 1997)
- 2015Eintragung in die Denkmalliste der Stadt Köln
Galerie
Karte
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Quellen & Links
- 🌐 Offizielle Website
- Offizielle Website (abgerufen 2026-06-25)
- Wikidata (abgerufen 2026-06-24)
- Wikipedia (abgerufen 2026-06-24, rev 260368839)
Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-25





