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© OpenStreetMap-Mitwirkende · CC BY-SA 2.0

St. Antonius (Köln-Mülheim)

Neugotische katholische Kirche im nördlichen Köln-Mülheim mit Bleiglasfenstern mehrerer Epochen und einer Orgel von 1970.

Indoor

Als die Zahl der Einwohner Mülheims gegen Ende des 19. Jahrhunderts kräftig zunahm, brauchte der Norden des Stadtteils ein zusätzliches katholisches Gotteshaus.

Auf einen Blick

Art
Römisch-katholische Kirche im neugotischen Stil
Lage
Tiefentalstraße, Stadtteil Mülheim (Köln)
Weihe
Konsekration 1921
Architekt
Heinrich Renard
Orgel
Verschueren Orgelbouw, 1970, 16 Register auf zwei Manualen und Pedal
Denkmalschutz
Baudenkmal, eingetragen am 18. Juli 1983 (Nr. 1554)
Pfarrei
gehört zur Pfarrei St. Clemens und Mauritius
Wusstest du?

Obwohl die Kirche 1906 begonnen wurde, dauerte es bis 1921, bis sie konsekriert werden konnte – im Zweiten Weltkrieg blieb sie trotz massiver Bombenschäden im übrigen Mülheim vergleichsweise unversehrt.

Geschichte

Geplant war der Bau zunächst an der Berliner Straße; ausgeführt wurde er dann jedoch in der Tiefentalstraße, die seinerzeit den Namen Talstraße trug. Die Benediktion des ersten Bauabschnitts fand 1906 statt, die des zweiten 1915. Nachdem die Pfarrei 1917 eigenständig geworden war, weihte Kardinal Karl Joseph Schulte die Kirche 1921. Während des Zweiten Weltkriegs kam sie im Verhältnis zur schwer getroffenen Umgebung glimpflich davon; nach behelfsmäßigen Instandsetzungen stand sie ab Juni 1946 erneut zur Verfügung.

Fenster und Ausstattung

Im Zeitraum von 1955 bis 1960 wurden Fenster im Seiteneingang, in den Seitenschiffen, im Querschiff, in der Rückwand sowie in den Obergaden von Schiff und Chor eingesetzt. Meist sind es Bleiglas-Ornamentfenster, deren Antikglas mit Schwarzlotmalerei versehen ist und deren Urheber nicht bekannt sind. Ergänzt wurde die Ausstattung 1983 durch die Fenstergruppe im Chor und das Fenster der Rückwand, beides freie Entwürfe von Dietmar Bongard.

Heute

Die seelsorgerische Betreuung ging 1967 auf die Salesianer Don Boscos über; kurz danach entstand direkt neben der Kirche der Don-Bosco-Club als Jugendzentrum. Zum 1. Januar 2010 ging die Pfarrei St. Antonius in der neuen Pfarrei St. Clemens und Mauritius auf, die insgesamt acht Kirchen umfasst und deren Pfarrkirche St. Elisabeth ist.

Zeitstrahl

  1. 1906
    Erster Bauabschnitt am 13. Mai benediziert
  2. 1915
    Zweiter und letzter Bauabschnitt am 1. November benediziert
  3. 1917
    Pfarrei St. Antonius wird selbstständig
  4. 1921
    Kardinal Karl Joseph Schulte konsekriert die Kirche am 30. Oktober
  5. 1946
    Nach Kriegsschäden ab Juni wieder nutzbar
  6. 1955–1960
    Neue Kirchenfenster werden eingebaut
  7. 1967
    Salesianer Don Boscos übernehmen die Seelsorge
  8. 1983
    Chorfenster von Dietmar Bongard hinzugefügt; Eintrag als Baudenkmal am 18. Juli

Karte

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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-09-01

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