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© HOWI - Horsch, Willy · CC BY 3.0

Genovevabrunnen

Brunnen in einer Mülheimer Grünanlage, den eine lebensgroße Figurengruppe der heiligen Genoveva mit Kind und Hirsch krönt — Namensgeber für Straße, Gymnasium und Hallenbad.

seit 1914

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Zwischen Genovevastraße und Clevischem Ring liegt eine Grünanlage, in der ein Brunnen mit lebensgroßer Skulpturengruppe steht: die heilige Genoveva mit einem Kind und einem Hirsch. Der Brunnen hat dem ganzen Umfeld seinen Namen gegeben.

Auf einen Blick

Art
Brunnen mit bekrönender Skulpturengruppe
Bildhauer
Adalbert Hertel, Kölner Bildhauer und Kirchenmaler
Fertiggestellt
März 1914
Stiftung
Witwe des Fabrikanten Heinrich Martin und ihre Söhne Gustav, Heinrich und Paul
Motiv
Heilige Genoveva mit Kind und Hirsch, lebensgroß
Lage
Grünanlage zwischen Genovevastraße und Clevischem Ring, Köln-Mülheim
Denkmalschutz
seit 1. Juli 1980, Denkmalliste der Stadt Köln Nr. 654
Restauriert
Herbst 2017
Wusstest du?

Die Stiftung kam gerade noch rechtzeitig: Der Brunnen wurde im März 1914 fertig — und Mülheim am Rhein war nur noch bis zum 31. März 1914 eine eigenständige Stadt, danach gehörte es zu Köln.

Altersvergleich

Alter im Vergleich mit anderen Orten in Köln.

Wie der Brunnen entstand

Die Anregung kam vom Mülheimer Stadtverordneten Michael Laufenberg, dem die Verschönerung seiner Stadt am Herzen lag. Er gewann die Witwe des Fabrikanten Heinrich Martin — Mitbegründer des Mülheimer Unternehmens Martin & Pagenstecher — für den Plan, vor dem damaligen Lyzeum einen Brunnen aufzustellen. Sie beauftragte den Kölner Bildhauer und Kirchenmaler Adalbert Hertel, der das Werk im März 1914 fertigstellte. Die Familie Martin schenkte es der Stadt Mülheim am Rhein.

© Horsch, Willy - HOWI · CC BY 3.0

Eine Stiftung auf den letzten Drücker

Das Timing war denkbar knapp: Mülheim am Rhein war nur noch bis zum 31. März 1914 eine eigenständige Stadt. Die Stiftung ging also an eine Kommune, die wenige Wochen später in Köln aufging.

© HOWI - Horsch, Willy · CC BY 3.0

Die verschwundene Inschrift

An der Vorderseite des Beckens war eine Stifterinschrift erhaben eingemeißelt; auf alten Fotos ist sie noch zu erkennen. Sie widmete den Brunnen im Namen der Familie Martin der Stadt Mülheim am Rhein und trug die Datierung März 1914. Heute ist das Feld leer.

© W. Matthäus, Köln · Public domain

Teil einer neuen Stadtplanung

Der Brunnen gehörte zu den Straßen, die kurz vor dem Ersten Weltkrieg auf dem ehemaligen Eisenbahngelände zwischen der Mülheimer Altstadt und den Vorstädten neu angelegt wurden. Kern dieser Erschließung war der Clevische Ring, an dessen beiden Enden ein Paar gleichartiger Brunnen stand — der Handels- und der Schifffahrtsbrunnen. Die Grünanlage mit dem Genovevabrunnen verband den Ring mit dem neuen Lyzeumsbau.

Denkmal und Wiederbelebung

Grünanlage und Brunnen stehen seit dem 1. Juli 1980 unter der Nummer 654 in der Denkmalliste der Stadt Köln. Im August 2015 stellte der Regionalverband Köln des Rheinischen Vereins für Denkmalpflege und Landschaftsschutz den Brunnen als „Denkmal des Monats" vor. Im Herbst 2017 wurde er nach Angaben der Stadt Köln mit Unterstützung der Wilhelm H. Pickartz-Stiftung restauriert und wieder in Betrieb genommen.

Namensgeber im Veedel

Der Brunnen steht nicht nur für sich: Nach ihm heißen die Genovevastraße, das dortige Gymnasium — hervorgegangen aus dem Lyzeum der Stadt Mülheim — und das benachbarte Hallenbad an der Bergisch-Gladbacher Straße.

Zeitstrahl

  1. 1914
    Von Adalbert Hertel fertiggestellt und der Stadt Mülheim gestiftet
  2. 1980
    Eintrag in die Denkmalliste der Stadt Köln (Nr. 654)
  3. 2015
    „Denkmal des Monats" des Rheinischen Vereins, Regionalverband Köln
  4. 2017
    Restauriert und wieder in Gang gesetzt

Karte

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Adresse

Genovevastraße
51065 Köln

Öffnungszeiten

So: 00:00–24:00

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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-07-16

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