Kolumba
Kunstmuseum des Erzbistums Köln im Backstein-Neubau von Peter Zumthor über der Ruine der Kirche St. Kolumba.
seit 1853
Kolumba ist das Kunstmuseum des Erzbistums Köln. Bekannt ist es vor allem für den Neubau des Schweizer Architekten Peter Zumthor, der über der Ruine der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Kirche St. Kolumba errichtet wurde und 2007 öffnete.
Auf einen Blick
- Art
- Kunstmuseum in kirchlicher Trägerschaft (Erzbistum Köln)
- Lage
- Kolumbastraße, Altstadt-Nord, Stadtbezirk Innenstadt
- Gegründet
- 1853, bis 2004 Erzbischöfliches Diözesanmuseum Köln
- Architekt
- Peter Zumthor, Neubau eröffnet 2007
- Sammlung
- Spätantike bis Gegenwart
- Innenraum
- „Museum der geistigen Vertikalität“, nur Tageslicht
Der Museumsneubau von Peter Zumthor wurde direkt über den Ruinen der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Kirche St. Kolumba errichtet – dabei wurde sogar der originale Grundriss der Kirche als Fundament übernommen, und der speziell für diesen Bau gebrannte Backstein fügt sich so harmonisch ein, dass Alt und Neu architektonisch zu einem einzigen Kontinuum verschmelzen.
Das kannst du hier erleben
- Zumthors preisgekrönten Backsteinbau bestaunen
- Kunst von der Spätantike bis zur Gegenwart entdecken
- Über der Ruine von St. Kolumba das Spiel von Alt und Neu erleben
- Im stillen Tageslicht-Innenraum zur Ruhe kommen
- Stefan Lochners „Madonna mit dem Veilchen“ und das Herimannkreuz betrachten
- Die Kapelle „Madonna in den Trümmern“ aufsuchen
Altersvergleich
Alter im Vergleich mit anderen Orten in Köln.
Geschichte
Gegründet wurde das Museum 1853 vom Christlichen Kunstverein für das Erzbistum Köln; 1989 ging es in die Trägerschaft des Erzbistums über. Neben dem Wallraf-Richartz-Museum zählt es zu den ältesten Museen der Stadt. Bis zur Eröffnung des Neubaus befand sich das Haus in der Nähe des Kölner Doms am Roncalliplatz. Kolumba versteht sich als „Museum der Nachdenklichkeit“, das Fragen künstlerischer Gestaltung über Sparten hinweg darstellen möchte.
Architektur
Das Atelier Zumthor gewann 1997 den Realisierungswettbewerb; der Grundstein wurde 2003 gelegt, die Eröffnung durch Kardinal Meisner erfolgte im September 2007. Der Neubau steht auf den Fundamenten und Mauerresten der zerstörten Kirche St. Kolumba und setzt so die Gegenüberstellung von Alt und Neu um — das Konzept eines „lebenden Museums“. Der eigens für den Bau gebrannte Backstein verbindet sich mit dem erhaltenen Kirchenmauerwerk und den Zementsteinen des Nachkriegsbaus; einbezogen ist auch die von Gottfried Böhm errichtete Kapelle „Madonna in den Trümmern“.
Im Inneren
Den Innenraum versteht Zumthor als „Museum der geistigen Vertikalität“. Auf künstliche Lichtquellen wird verzichtet, sodass die Ausstellungsräume allein durch das wechselnde Tageslicht ihre Atmosphäre entfalten. Bodentiefe Glasfronten lassen Innen- und Außenraum ineinander übergehen.
Sammlung
Die Sammlung reicht von der Spätantike bis in die Gegenwart, von romanischer Skulptur bis zur Rauminstallation. Schwerpunkte bilden das frühe Christentum mit koptischen und syrischen Geweben sowie Malerei, Plastik und Goldschmiedekunst des 11. bis 16. Jahrhunderts. Dazu zählen das Herimannkruzifix mit einem römischen Lapislazuliköpfchen und Stefan Lochners „Madonna mit dem Veilchen“. Hinzu kommen Messgewänder, Pergamenthandschriften und eine umfangreiche Sammlung von Rosenkränzen. 1996 kam mit der Schenkung Härle ein Teil einer bedeutenden Privatsammlung mittelalterlicher Skulpturen hinzu.
Wissenswertes
Für Architektur und Atmosphäre des Neubaus erhielt Kolumba mehrere Auszeichnungen, unter anderem den DAM Preis und den Brick Award (beide 2008). 2013 wurde das Haus als „Museum des Jahres“ ausgezeichnet.
Zeitstrahl
- 1853Gründung durch den Christlichen Kunstverein für das Erzbistum Köln
- 1989Trägerschaft geht an das Erzbistum Köln über
- 1996Schenkung Härle: zwei Drittel einer bedeutenden Privatsammlung mittelalterlicher Skulpturen
- 1997Atelier Zumthor gewinnt Realisierungswettbewerb für den Museumsneubau
- 2003Grundsteinlegung am 1. Oktober
- 2004Umbenennung: bisher Erzbischöfliches Diözesanmuseum Köln, nun Kolumba
- 2007Eröffnung des Neubaus (Peter Zumthor) am 15. September durch Kardinal Meisner
- 2013Auszeichnung mit der Großen Nike des BDA und Titel „Museum des Jahres"
Karte
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Adresse
Kolumbastraße 4
50667 Köln
Öffnungszeiten
Mo: 12:00–17:00
Mi: 12:00–17:00
Do: 12:00–17:00
Fr: 12:00–17:00
Sa: 12:00–17:00
So: 12:00–17:00
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Quellen & Links
- Offizielle Website
- Wikidata (abgerufen 2026-06-24)
- Wikipedia (abgerufen 2026-06-24, rev 263989176)
- Offizielle Website (abgerufen 2026-06-24)
Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-26
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