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© Chris06 · CC BY-SA 4.0

Neu St. Katharina

Denkmalgeschützte neuromanische Backsteinbasilika von 1892–1894 im Kölner Stadtteil Niehl.

seit 1894

Die katholische Pfarrkirche Neu St. Katharina steht im Kölner Norden im Stadtteil Niehl und gehört zum Erzbistum Köln. Die neuromanische Backsteinbasilika steht unter Denkmalschutz und prägt mit ihrer westlichen Dreiturmgruppe das Ortsbild.

Auf einen Blick

Art
Römisch-katholische Pfarrkirche, denkmalgeschützt
Bauzeit
1892 bis 1894
Lage
Köln-Niehl, im Norden der Stadt
Baustil
Neuromanische Basilika aus Backstein
Bauleitung
Theodor Kremer
Weihe
5. Juni 1894 durch Weihbischof Hermann Joseph Schmitz
Zugehörigkeit
Erzbistum Köln

Altersvergleich

Alter im Vergleich mit anderen Orten in Köln.

Geschichte

Niehl reicht weit zurück: Bereits 927 wurde der Ort in einer Urkunde des Erzbischofs Wichfried erwähnt, 1236 findet sich in einer Urkunde des Propstes Buno der Hinweis auf eine Kapelle. Seit 1080 durfte das Stift St. Kunibert von Niehl Abgaben erheben. Mit der Industrialisierung und der Eingemeindung nach Köln im Jahr 1888 wuchs die Einwohnerzahl stetig, sodass die alte Katharina-Kirche bald nicht mehr ausreichte und ein Neubau nötig wurde.

© HOWI - Horsch, Willy · CC BY 3.0

Finanzierung und Bau

Am 1. Mai 1892 rief der Kirchliche Anzeiger zu einer bistumsweiten Kollekte auf; die gesammelten 24.000 Mark bildeten den finanziellen Grundstock. Der Grundstein wurde am 2. Oktober 1892 gelegt, keine zwei Jahre später konnte die Kirche geweiht werden. Unter der Leitung von Theodor Kremer entstand zwischen 1892 und 1894 eine gemauerte Backsteinbasilika mit Querhaus und halbkreisförmiger Apsis, an deren Westseite die charakteristische Dreiturmgruppe aufragt.

© A.Savin · CC BY-SA 3.0

Umbauten im 20. Jahrhundert

Gegen Ende der 1950er Jahre wurde die kupferne Dacheindeckung von Schiff und Turm durch eine Schiefereindeckung ersetzt. Die letzten Kriegsschäden ließ ab 1960 der Baurat Reusteck beseitigen. 1961 erhielt der Turm einen Wetterhahn, kurz darauf kamen drei neue Beichtstühle hinzu, und 1962 wurden die Seitentüren mit Kupferplatten verkleidet – die Griffe fertigte der Goldschmied Dreher. Ab 1964 wurde der Innenraum ausgemalt und im Sinne der Liturgie des Zweiten Vatikanischen Konzils umgestaltet. Die Pläne dazu stammen von Rudolf Schwarz in Zusammenarbeit mit dem Architekten Hermann Pfeifer: Der Hauptaltar rückte in die Vierung, die Orgel erhielt zwei Prospekte beiderseits der Apsis. Altartisch und Stufen gestaltete Anton Wendling, Tabernakel und Kreuz schuf Hein Wimmer.

© HReuter · CC BY-SA 3.0

Ausstattung

Die Kirche vereint Werke aus mehreren Jahrhunderten. Der heutige Altar wurde 1949 von A. Wendling geschaffen; darauf steht ein Tabernakel von H. Wimmer mit den vier Evangelistensymbolen, während 24 Kronen auf den Stufen an die 24 Ältesten der Offenbarung erinnern. Der silberne Tabernakel von heute erhebt sich auf einem Sockel zwischen Kreuz und Altar und ist an den Seiten mit Emaillearbeiten von Lamm, Fisch und Taube verziert. Über dem Altar schwebt ein Bronzekreuz, das Christus als Sieger zeigt – zusammen mit zwei Altarleuchtern 1958 von Hein Wimmer gefertigt. Zu den älteren Stücken zählen das achtsitzige Chorgestühl und eine hölzerne Madonna aus dem 16. Jahrhundert. Der achteckige Taufstein aus dem 14. Jahrhundert und eine geschnitzte Sebastiansfigur aus dem 17. Jahrhundert stammen aus der Vorgängerkirche Alt St. Katharina. Ein moderner Akzent kam 2013 hinzu: Der Benediktinermönch P. Abraham Fischer aus der Abtei Königsmünster schuf einen schmiedeeisernen Kreuzweg in zeitgemäßer Formensprache.

© Janvonwerth · Public domain

Wissenswertes

Manche historische Ausstattungsstücke sind heute nicht mehr vorhanden. So fertigte der Kölner Bildhauer Edmund Mengelberg den ersten Hochaltar, dessen Sandsteinmensa auf drei Eichenstufen ruhte und dessen Retabel die Brustbilder der Heiligen Sebastian, Antonius von Padua, Christina und Katharina zeigte. Weitere Altäre kamen im 19. Jahrhundert hinzu – der Josefsaltar 1894 vom Bildhauer Most, der Marienaltar 1897 von Nabbe. Eine 1906 von der Werkstatt des Bildhauers Eduard Schmitz (Senior) gelieferte Kanzel war mit den vier Evangelisten und Reliefs zur Schlüsselgewalt sowie zum zwölfjährigen Jesus im Tempel geschmückt.

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Galerie

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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-07-10

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