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Dieses Bauwerk existiert heute nicht mehr – der Eintrag erzählt seine Geschichte.
© Woensam · Public domain

Deutschordenskirche St. Katharina

Längst abgetragene Kirche einer Deutschordens-Kommende in der Altstadt-Süd; nur die Straße An Sankt Katharinen trägt den Namen weiter.

Die Deutschordenskirche St. Katharina war Teil einer Kommende, die zur Ballei Koblenz des Deutschen Ordens in Köln zählte. Nachdem man das Gotteshaus 1807/08 abgetragen hatte, blieb von der Niederlassung im Stadtbild allein die Straße An Sankt Katharinen.

Auf einen Blick

Art
Ehemalige Kirche einer Deutschordens-Kommende
Lage
Altstadt-Süd, Stadtbezirk Innenstadt
Ursprung
1219 als Oratorium geweiht
Benannt nach
Katharina von Alexandrien
Neubau
2. Hälfte des 13. Jahrhunderts
Aufgehoben
Kommende 1802, Kirche 1807/08 abgebrochen
Erinnerung heute
Straße An Sankt Katharinen
Wusstest du?

Die Kirche geht auf ein Oratorium zurück, das 1219 durch Erzbischof Engelbert I. von Köln geweiht wurde – doch schon kurz nach ihrer Gründung löste die Niederlassung einen Rechtsstreit aus, weil sie im Pfarrbezirk des Severinsstiftes lag, der erst 1219/20 beigelegt werden musste.

Das kannst du hier erleben

  • Durch die Straße An Sankt Katharinen schlendern, die den Namen bewahrt
  • Auf Spurensuche nach der verschwundenen Deutschordens-Kommende in der Altstadt-Süd gehen
  • Die Geschichte des Ortes erkunden und sich das einstige Gotteshaus vorstellen
  • Den umliegenden Stadtteil mit seinen weiteren Sehenswürdigkeiten erkunden

Ursprung und Hospital

Den Anfang der Koblenzer Ballei in der Stadt bildete ein Oratorium, das Erzbischof Engelbert I. von Berg 1219 der heiligen Katharina weihte und das der Magistrat unweit der Pfarrkirche St. Johann Baptist hatte errichten lassen. Der Kölner Bürger Heinrich Halverogge stattete dieses Bethaus zusätzlich mit einem Hospital für den Ordensdienst aus. Weil das Gelände zum Pfarrbezirk des Severinsstiftes gehörte, kam es zu einem Streit um die Rechte, den man 1219/20 schlichtete; die getroffene Vereinbarung bestätigte, dass das Hospital dem Deutschen Orden unterstand.

© Mercator · Public domain

Kirche und Gebäude

In der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts erhielt der Orden gegenüber der alten Kapelle eine neue Katharinenkirche; ab 1421 hielten dort die Karmeliten den Gottesdienst. Um die Jahrhundertmitte des 15. Jahrhunderts vergrößerte man den Bau deutlich: Er umfasste fortan ein dreischiffiges, gewölbtes und vierjochiges Langhaus von 12 zu 17 Metern sowie einen zweijochigen Chorraum von 6,5 zu 9 Metern mit 3/8-Schluss. Das Langhaus krönte ein großer spätgotischer Dachreiter. Komturhaus, Brüderhaus und die Wirtschaftsgebäude lagen auf der Südseite der Kirche.

Niedergang

Noch im Verlauf des 15. Jahrhunderts gab man das Hospital auf. 1802 wurde die Kommende aufgehoben, 1807/08 verschwand auch die Katharinenkirche. Vereinzelte bauliche Überreste der Niederlassung hielten sich teilweise bis 1912.

Wissenswertes

Neben der Ballei Koblenz unterhielt mit Jungenbiesen auch die Ballei Altenbiesen (Maastricht) eine Kölner Kommende. Im Laufe der Jahre kam die Koblenzer Niederlassung zu Vermögen, Ansehen, Güterbesitz und Patronatsrechten.

Zeitstrahl

  1. 1219
    Erzbischof Engelbert I. weiht ein Oratorium der hl. Katharina
  2. 1219/20
    Rechtsstreit mit dem Severinsstift beigelegt; Hospital in Ordenshand
  3. 2. Hälfte 13. Jh.
    Neue Katharinenkirche gegenüber der alten Kapelle errichtet
  4. 1421
    Karmeliten übernehmen den Gottesdienst an der Kirche
  5. um 1450
    Erhebliche Erweiterung zur dreischiffigen, vierjochigen Hallenkirche
  6. 15. Jh.
    Hospital im Laufe des Jahrhunderts aufgegeben
  7. 1802
    Aufhebung der Kommende
  8. 1807/08
    Niederlegung (Abriss) der Katharinenkirche

Karte

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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-26

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