Kölner Rosenmontagszug
Größter und ältester der großen deutschen Rosenmontagszüge — der „Zoch" zieht seit 1823 über rund acht Kilometer durch Köln.
seit 1823
ca. 1 Mio. Besucher pro Ausgabe
Der Kölner Rosenmontagszug ist der größte Karnevalsumzug in Deutschland und bildet am Rosenmontag den Höhepunkt des Kölner Karnevals. Der „Zoch" wird seit 1823 veranstaltet und ist zugleich der älteste der großen deutschen Rosenmontagszüge.
Quelle: Wikipedia
Auf einen Blick
- Art
- Karnevalsumzug am Rosenmontag
- Stadtteil
- Altstadt-Nord (Stadtbezirk Innenstadt)
- Veranstaltet seit
- 1823
- Länge
- etwa acht Kilometer
- Wurfmaterial
- rund 300 Tonnen Süßigkeiten („Kamelle"), dazu Blumen, Stoffpuppen und andere Präsente
- Besonderheit
- ältester der großen deutschen Rosenmontagszüge
Der Name „Rosenmontag" leitet sich laut dem Deutschen Wörterbuch der Brüder Grimm vom mittelhochdeutschen „Rasenmontag" ab – also dem „rasenden, tobenden" Montag – und hat damit nichts mit Rosen zu tun.
Das kannst du hier erleben
- Den „Zoch" am Straßenrand bestaunen und die bunten Festwagen vorbeiziehen sehen
- Nach „Kamelle" und Blumen schnappen, die ins Publikum geworfen werden
- Verkleidet und geschminkt als Jeck mitfeiern
- Zu den Musikkapellen schunkeln und kölsche Lieder mitsingen
- Die kostümierten Fußgruppen, Reiter und Tanzgruppen beobachten
- Die ausgelassene Karnevalsstimmung in der Menge erleben und Fotos machen
Altersvergleich
Alter im Vergleich mit anderen Orten in Köln.
Ablauf und Publikum
Der Zug setzt sich aus kostümierten Fußgruppen, Musikkapellen, Reitern, Festwagen und Unterstützungsfahrzeugen zusammen. Hunderttausende Zuschauer säumen den Weg. In vielen Reihen harren die Jecken am Straßenrand aus, um neben dem Blick auf den Zug auch etwas vom Wurfmaterial zu erhaschen.
Woher der Name kommt
Für die Bezeichnung „Rosenmontag" gibt es unterschiedliche Erklärungen. Der Sprachwissenschaftler Adam Wrede vermutet einen Zusammenhang mit dem christlichen Rosensonntag zu Halbfasten (Laetare), der in den Anfangsjahren des Gesellschaftskarnevals als Nachfeier begangen wurde. Der Begriff ist zu Beginn der 1830er Jahre bezeugt. Andere Autoren wie der Kunsthistoriker Michael Euler-Schmidt leiten den Namen vom mittelhochdeutschen „Rasenmontag" ab, dem „rasenden, tobenden" Montag.
Ursprünge unter französischer Besatzung
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts geriet das noch stark mittelalterlich geprägte Köln durch die französische Besatzung in einen Umbruch. Im Bürgertum führte dies zu einer Besinnung auf kölnische Traditionen, die auch die Fastnacht betraf. Der Männerbund Olympische Gesellschaft zu Köln setzte mit literarischen Fastnachtsfeiern erste Akzente, während Kaufleute, Juristen und Besatzungsoffiziere in Redouten-Gesellschaften Maskenbälle organisierten. Wohlhabende Bürger veranstalteten zudem erste kleine, thematisch festgelegte Umzüge.
Gründung 1823
Nach Beginn der Preußenherrschaft 1815 stagnierte die Entwicklung des Karnevals zunächst. Mit dem Rückgang der Maskeraden sanken die Einnahmen aus den „Lustbarkeitsabgaben", die der Kölner Armenverwaltung zugutekamen; 1821 wurde dieses System ganz abgeschafft. Funktionäre der Armenverwaltung, unter ihnen ihr Präsident Heinrich von Wittgenstein, gründeten daraufhin 1823 die Grosse Karnevalsgesellschaft (heute „Die Grosse von 1823"), aus deren Reihen die Festordner gewählt wurden.
Zeitstrahl
- 1798Französische Besatzung reformiert Kölns politische und soziale Strukturen
- 1815Preußenherrschaft beginnt; Kölner Karneval stagniert nach Wegfall franz. Schutzgesetze
- 1821Lustbarkeitsabgaben vollständig abgeschafft; Einnahmen für Armenverwaltung brechen ein
- 1823Gründung der Grossen Karnevalsgesellschaft; erster organisierter Rosenmontagszug
- um 1830Begriff „Rosenmontag" für den Tag bezeugt, parallel zum Aussterben der Rosensonntag-Feier
- Ende 19. Jh.Begriff „Rosenmontag" setzt sich auch für den Karnevalsumzug durch
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