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Dieses Bauwerk existiert heute nicht mehr – der Eintrag erzählt seine Geschichte.
© Architecten- und Ingenieur-Verein für Niederrhein und Westfalen Köln · Public domain

Schaafentor

Ein Stadttor der westlichen Kölner Ringmauer aus dem zweiten Viertel des 13. Jahrhunderts, benannt nach der Schafzucht der Umgebung, 1882 niedergelegt.

seit 1225

Das Schaafentor (auf Kölsch „Schaafepooz") war eines der mittelalterlichen Stadttore in Kölns westlicher Ringmauer, erbaut im zweiten Viertel des 13. Jahrhunderts. Es stand an der heutigen Einmündung der Schaafenstraße in den Habsburger Ring und wurde 1882 niedergelegt.

Auf einen Blick

Bauzeit
zweites Viertel des 13. Jahrhunderts, erstmals zwischen 1235 und 1251 erwähnt
Lage
westliche Ringmauer, Einmündung Schaafenstraße / Habsburger Ring
Funktion
Feldpforte und Wehranlage; Zugang zu den westlichen Weideflächen für die Schafherden
Besonderheit
in Friedenszeiten zur Turmhaft mit drei Gefängnisräumen genutzt; ab 1475 auch für „peinliche Fragen" (Folter)
Abriss
1882
Name
von der Schafzucht der Gegend (porta ovina), deren Wolle die Kölner Weberzunft belieferte

Altersvergleich

Alter im Vergleich mit anderen Orten in Köln.

Name und Umgebung

Adam Wrede beschrieb die Umgebung des Schaafentores als bäuerlich geprägte Gegend, in der die Schafzucht als Fleisch- und Milchlieferant, vor allem aber als Wolllieferant für die Kölner Weberzunft, einen hohen Stellenwert hatte. Danach nannte man das Tor „porta ovina" — das Schaafentor. Die „platea ovina" (die heutige Schaafenstraße) führte durch das Tor hinaus in die Feldflur zum Kloster Weiher, zu den frühen Ansiedlungen Lind und weiter nach Bachem.

© Arnold Mercator · Public domain

Feldpforte und Abriss

Das Schaafentor gehörte zu den fünf Feldpforten der Stadt (neben der Severins-, Weyer-, Friesen-, Hahnen- und Eigelsteinpforte), an denen die so genannten Bauerbänke bestanden. Deren Bauermeister sprachen Recht bei kleineren Delikten auf dem Feld und regelten Wege und Viehtrift. Im Spätmittelalter war das Tor vor allem als Zugang zu den westlichen Weideflächen wichtig, in die größere Schafherden getrieben wurden. Als Kölns Bevölkerung im 19. Jahrhundert stark wuchs, erwarb die Stadt 1881 vertraglich die preußischen Befestigungsanlagen des inneren Rings — für 11,794 Mio. Mark. Diese Vereinbarung führte 1882 auch zur Niederlegung des Schaafentores.

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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-08-17

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