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Dieses Bauwerk existiert heute nicht mehr – der Eintrag erzählt seine Geschichte.
© Justus Vingboons · Public domain

Ehrentor

Eine der um 1250 errichteten Torburgen in Kölns mittelalterlicher Ringmauer, Nachfolger der römischen „Ehrenpforte", 1882 abgerissen.

seit 1250

Das Ehrentor war eine der um 1250 errichteten Torburgen in Kölns mittelalterlicher Ringmauer, entstanden im Zuge der letzten Stadterweiterung. Es lag im Westen der Stadt an der Ehrenstraße und war Nachfolger der antiken römischen „Ehrenpforte" (porta honoris), die um 1505 abgerissen worden war.

Auf einen Blick

Bauzeit
um 1250, eines der zwölf spätromanischen Stadttore
Lage
Westen Kölns, an der Ehrenstraße (heute im Bereich der Ringe)
Funktion
Wehrturm und Stadttor; kein Zolltor mehr, aber vorgeschriebener Ausgang für zum Tode Verurteilte
Besonderheit
Doppelturmtor, ähnlich dem bis heute erhaltenen Severinstor; um 1709 mit drei Gefängnisräumen belegt
Abriss
1882

Altersvergleich

Alter im Vergleich mit anderen Orten in Köln.

Name und römischer Vorgänger

Der Name geht auf die Ehrenstraße zurück, deren ältester Abschnitt (die heutige Breite Straße) in der römischen Stadt die „platea honoris" war. Bereits in der Römermauer gab es an dieser Stelle einen Durchlass, die „porta honoris", die erst um 1505 niedergelegt wurde. Das neue Ehrentor der um 1250 nach Westen vorgeschobenen Befestigung übernahm Namen und Lage dieses antiken Vorgängers. Alte Abbildungen zeigen ein Doppelturmtor mit achtseitigem Turmaufsatz und Torglocke.

© J. Anton Wünsch · Public domain

Vom Wehrbau zum Abriss

Die Torburg diente der Verteidigung und dem Verkehr, war aber auch der vorgeschriebene Ausgang, durch den Verurteilte des Hochgerichts zur Richtstätte geführt wurden — über den Melatener Weg zum „Rabenstein", dem heutigen Gelände des Melaten-Friedhofs. Die Torglocke läutete bei solchen Anlässen als Armesünderglocke. Ein Protokoll von 1709 nennt im Tor drei Gefängnisräume. Ab Juni 1881 wurde die Kölner Stadtmauer geschleift, um Platz für die neuen Ringstraßen zu schaffen (erbaut 1889/1892 nach Plänen von Karl Henrici unter Leitung von Josef Stübben). In diesem Zusammenhang verschwand 1882 auch das Ehrentor.

© Arnold Mercator · Public domain

Galerie

© Architecten- und Ingenieur-Verein für Niederrhein und Westfalen Köln · Public domain · Commons
© Raimond Spekking · CC BY-SA 4.0 · Commons
© Johann Peter Weyer · Public domain · Commons
© Wikimedia Commons · Public domain · Commons

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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-08-17

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