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© Federal Waterways Engineering and Research Institute · CC BY 2.0

Am Godorfer Hafen

Ein 23 Hektar großes Naturschutzgebiet am Godorfer Hafen im Kölner Süden – aus einer alten Kiesaufschüttung entstandener Grünland-Gebüsch-Komplex mit seltenen Tier- und Pflanzenarten.

seit 1991

Kostenlos

Im Süden Kölns, unmittelbar neben dem Godorfer Hafen, liegt ein 23 Hektar großes Schutzgebiet, das aus einer ehemaligen Kiesaufschüttung hervorgegangen ist. Weil sich auf dem mageren, trocken-warmen Boden über die Jahre ein besonderes Mosaik aus Gebüschen und Brachen entwickelt hat, wurde die Fläche 1991 als schutzwürdig eingestuft.

Auf einen Blick

Lage
Kölner Stadtteil Godorf, direkt am Godorfer Hafen
Schutzstatus
Naturschutzgebiet, 1991 als schutzwürdig eingestuft
Fläche
23,23 Hektar
Ursprung
aus einer alten Kiesaufschüttung entstanden
Besonderheit
trocken-warme, magere Standorte als Lebensraum für bedrohte Arten
Nachbarschaft
angrenzende Acker- und Grünlandflächen sowie eine alte Obstwiese

Flächenvergleich

Fläche im Vergleich mit anderen Kölner Parks und Grünflächen.

Altersvergleich

Alter im Vergleich mit anderen Orten in Köln.

Lage & Landschaft

Der größte Teil des Gebiets besteht aus strukturreichen Gebüschen, in denen Hunds-Rose, verschiedene Weiden und Roter Hartriegel den Ton angeben. Immer wieder öffnen sich zwischen den Sträuchern gehölzfreie Inseln mit Gräsern wie Glatthafer und Land-Reitgras, dazwischen liegen auch offene Flächen mit grobem Kies ganz ohne Bewuchs. Im Nordwesten geht das Gelände in eine stark verbuschte Grünlandbrache über, während sich südöstlich oberhalb einer Geländekante eine magere, artenreiche Brache erstreckt.

© Mabit1 · CC BY-SA 4.0

Lebensräume

Auf engem Raum treffen hier viele Biotoptypen aufeinander. Den größten Anteil hat mit rund elf Hektar das brachgefallene Magergrünland, ergänzt um Gebüsche und Strauchgruppen, Fettwiesen, kleine Feldgehölze und Ackerflächen. Am östlichen Rand liegt eine verwilderte Obstwiese mit teils abgestorbenen alten Obstbäumen, und im Süden schließt ein kleines Feldgehölz aus Weiden und Pappeln an. Eine vom Wiesen-Fuchsschwanz geprägte Wiese mit vier kräftigen Pappeln rundet das Bild ab – gerade diese Vielfalt macht das Gebiet für bedrohte Arten wertvoll.

© Mabit1 · CC BY-SA 4.0

Tierwelt & Pflanzen

In den offenen und halboffenen Bereichen wachsen Arten magerer Standorte wie Wiesensalbei, Wilde Möhre, Gemeiner Natternkopf, Feld-Mannstreu, Wilde Karde und Kleiner Wiesenknopf. Die dichten Gebüsche bieten Brutplätze für Vögel wie Nachtigall, Neuntöter, Dorngrasmücke, Feldlerche und Stieglitz. In den Wiesen sind Falter und Heuschrecken zu finden, darunter Schachbrettfalter, Gemeiner Bläuling, Grünes Heupferd und Brauner Grashüpfer.

© Mabit1 · CC BY-SA 4.0

Landschaftspflege

Damit die mageren Standorte erhalten bleiben, wird die Fläche bewusst extensiv bewirtschaftet: Beweidung und Mahd halten die Vegetation offen, auf Düngung und Biozide wird weitgehend verzichtet. Aufforstungen und eine Anreicherung des Bodens mit Nährstoffen werden gezielt vermieden.

© Marhelle3 · CC BY-SA 4.0

Galerie

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Karte

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Öffnungszeiten

So: 00:00–24:00

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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-08-09

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