Godorfer Mühle
Die Godorfer Mühle ist eine ehemalige Windmühle im Kölner Stadtteil Godorf und gilt als Wahrzeichen des Ortsteils.
seit 1735
Die Godorfer Mühle ist eine ehemalige Windmühle im Kölner Süden und wird als Wahrzeichen Godorfs angesehen. Ihre Wurzeln reichen bis ins 18. Jahrhundert zurück, wobei das heute prägende Turmgebäude im 19. Jahrhundert entstand.
Quelle: Wikipedia
Auf einen Blick
- Ortsteil
- Köln-Godorf
- Ursprung
- 1735 als Bockwindmühle errichtet
- Mühlenturm
- 1841 erbaut, siebenstöckig, 45 Meter hoch
- Bauweise
- Backstein; ab 1849 Turmwindmühle (Holländertyp mit Galerie)
- Betrieb bis
- 1959
- Denkmalschutz
- seit dem 1. Oktober 1981 (Nr. 777)
- Koordinaten
- 50.847258, 6.979114
Altersvergleich
Alter im Vergleich mit anderen Orten in Köln.
Ursprünge im 18. Jahrhundert
Den Anfang machte 1735 eine Bockwindmühle, die der Brühler Stadtmüller Jakob Stemmel auf dem Heldenberg in Godorf aufstellte. In den Jahren 1807 und 1808 wurde die Anlage als „Moulin de Godorf" in der Tranchotkarte verzeichnet.
Der Mühlenturm
1841 ließ Josef Glasmacher, von Beruf Müller und Ackerer, einen siebenstöckigen und 45 Meter hohen Turm in Backsteinbauweise errichten. Seine Familie hatte bereits die ältere Bockwindmühle bewirtschaftet. 1849 wurde die kastenförmige Mühle durch eine Turmwindmühle nach holländischer Bauart mit umlaufender Galerie ersetzt. Im selben Jahr verkaufte Glasmacher den Mühlenhof für 3000 Taler an Peter Wirtz. Über der Toreinfahrt erinnert eine Steintafel mit Datierung an den Bau der Turmwindmühle.
Vom Wind zum Strom
Bis 1890 wurde die Mühle mit Windkraft betrieben, anschließend mit Dampf. 1910 kam ein elektrischer Antrieb hinzu. Der Turm blieb bis 1959 in Betrieb; danach verfiel vor allem das Dach zusehends, und schließlich baute man das Mahlwerk aus.
Erhalt und heutige Nutzung
1980 zog der Kunsthandwerker Hermann Schmitz mit seiner Familie auf den Mühlenhof und ließ die Anlage zwischen 1981 und 1983 instand setzen. Seit 2005 dient der Turm als Lager. Von der einstigen Innenausstattung sind lediglich die alten Holzböden übrig geblieben. Am 1. Oktober 1981 wurde die Mühle unter der Nummer 777 in die Liste der Baudenkmäler in Godorf aufgenommen.
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