Schokoladenmuseum Köln
Auf einer Halbinsel im Rheinauhafen erzählt das Museum die Geschichte der Schokolade – mit gläserner Fabrik und drei Meter hohem Schokoladenbrunnen.
seit 1993
Das Schokoladenmuseum Köln ist ein kulturgeschichtliches Spezialmuseum im Stadtteil Altstadt-Süd. Es liegt auf einer Halbinsel im Rheinauhafen und widmet sich der Geschichte und Gegenwart von Kakao und Schokolade.
Auf einen Blick
- Art
- Kulturgeschichtliches Spezialmuseum zu Kakao und Schokolade
- Lage
- Halbinsel im Rheinauhafen, Stadtteil Altstadt-Süd
- Eröffnung
- 31. Oktober 1993
- Ausstellungsfläche
- rund 4.000 m²
- Höhepunkte
- gläserne Schokoladenfabrik, begehbares Tropenhaus, drei Meter hoher Schokoladenbrunnen
- Eignung
- Ausflug für Familien
Bevor das Museum 1993 eröffnete, musste Gründer Hans Imhoff zunächst Skeptiker überzeugen – mit einer Testausstellung 1989 im Kölner Gürzenich: Sie zog innerhalb von sechs Wochen fünfmal so viele Besucher an, wie er als Mindestbedingung für das Museum gestellt hatte.
Altersvergleich
Alter im Vergleich mit anderen Orten in Köln.
Was es zeigt
Die Ausstellung spannt den Bogen von den Anfängen bei Olmeken, Maya und Azteken bis zu heutigen schokoladehaltigen Produkten und ihren Herstellungsmethoden. Eine Miniaturproduktionsanlage führt die industrielle Schokoladenherstellung vor; am Brunnen werden Waffeln in flüssige Schokolade getaucht und an die Besucher verteilt. Im Frühjahr 2020 wurde die gläserne Schokoladenfabrik neu gestaltet.
Tropenhaus und Sammlung
Ein begehbarer Glaskubus mit zehn Metern Kantenlänge beherbergt Kakaobäume der Arten Theobroma cacao und Theobroma grandiflorum. Zur Sammlung zählen Porzellan und Silberschalen des 18. und 19. Jahrhunderts, Stücke aus dem vorkolumbischen Mesoamerika zum Trinken von Schokolade sowie historische Maschinen, Hohlformen für Schokoladenfiguren und Verkaufsautomaten.
Geschichte
Gegründet wurde das Museum vom Kölner Schokoladenfabrikanten Hans Imhoff, dem die Stollwerck AG mehrheitlich gehörte. Den Anstoß gab ein umfangreicher Fundus an Exponaten, der ihm beim Firmenumzug auffiel. Eine Ausstellung zum 150. Geschäftsjubiläum 1989 im Gürzenich übertraf die Besuchererwartungen deutlich und ebnete den Weg. Imhoff erwarb Halle 10, das Preußische Zollamt von 1898, den Malakoffturm und die Drehbrücke; das Museum entstand als erstes Gebäude im neuen Stadtquartier Rheinauhafen und wurde durch einen Neubau mit postmodernen Schiffsmotiven ergänzt.
Name und Trägerschaft
Nach dem Wechsel des Partners von Barry Callebaut zu Lindt & Sprüngli 2006 wurde aus dem Imhoff-Stollwerck-Schokoladenmuseum das Imhoff-Schokoladenmuseum; seit 2017 trägt es den Namen Schokoladenmuseum Köln. Betrieben wird es von der Schokoladenmuseum Köln GmbH.
Zeitstrahl
- 1972Hans Imhoff übernimmt Mehrheit an Stollwerck AG
- 1975Stollwerck zieht nach Porz-Westhoven um; Exponate fallen auf
- 1989Jubiläumsausstellung im Gürzenich (8. Juli–20. August), erster Schokoladenbrunnen
- 1991Imhoff beginnt ab Oktober mit Planung des Museums
- 1992Kaufvertrag (23. Januar): Erwerb von Halle 10, Zollamt, Malakoffturm, Drehbrücke
- 1993Eröffnung des Schokoladenmuseums am 31. Oktober (Baukosten: 53 Mio. DM)
- 2002Imhoff verkauft Stollwerck an Barry Callebaut AG
- 2006Barry Callebaut beendet Partnerschaft; Lindt & Sprüngli wird neuer Partner
- 2007Tod des Gründers Hans Imhoff; Frau Gerburg übernimmt Geschäftsführung
- 2016Tochter Annette Imhoff und Ehemann übernehmen die Geschäftsführung
- 2017Umbenennung in „Schokoladenmuseum Köln"
- 2020Gläserne Schokoladenfabrik wird im Frühjahr neugestaltet
Karte
Blaue Punkte: andere Orte in der Nähe – zum Stöbern antippen.
Adresse
Am Schokoladenmuseum 1a
50678 Köln
Öffnungszeiten
Mo: 10:00–18:00
Di: 10:00–18:00
Mi: 10:00–18:00
Do: 10:00–18:00
Fr: 10:00–18:00
Sa: 10:00–18:00
So: 10:00–18:00
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Quellen & Links
- Offizielle Website
- Offizieller Instagram-Account (@schokoladenmuseumofficial)
- Wikidata (abgerufen 2026-06-23)
- Wikipedia (abgerufen 2026-06-23, rev 268041048)
Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-27
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