St. Hedwig
Preisgekrönte katholische Kirche von 1966/67 in Köln-Höhenhaus, ein schlichter Natursteinbau mit markantem Pyramidendach.
seit 1967
St. Hedwig ist eine katholische Kirche im Kölner Stadtteil Höhenhaus, die zwischen 1966 und 1967 nach Plänen der Architekten Emil Steffann und Gisberth Hülsmann entstand. Schon 1967 wurde der Bau mit dem Kölner Architekturpreis ausgezeichnet.
Auf einen Blick
- Art
- Katholische Kirche
- Bauzeit
- 1966 bis 1967
- Weihe
- 18. Oktober 1969
- Lage
- Stadtteil Höhenhaus, Köln
- Architekten
- Emil Steffann und Gisberth Hülsmann
- Baustil
- Schlichter Natursteinbau mit großem Pyramidendach
- Patrozinium
- Hedwig von Andechs (Hedwig von Schlesien)
- Auszeichnung
- Kölner Architekturpreis 1967
Altersvergleich
Alter im Vergleich mit anderen Orten in Köln.
Geschichte
Nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs Höhenhaus durch den Zuzug von Kriegsheimkehrern und Heimatvertriebenen stark an. Neben den in den 1950er Jahren errichteten Kirchen St. Johann Baptist und Zur Heiligen Familie reichte der Platz bald nicht mehr aus, und Anfang der 1960er Jahre stand für das erzbischöfliche Generalvikariat eine weitere Pfarrgründung an. Bewusst wählte man Hedwig von Andechs, auch Hedwig von Schlesien genannt, als Patronin – ein Signal an die vielen aus Schlesien stammenden Neubürger.
Den Auftrag zur Entwurfsplanung erhielt Emil Steffann; 1966 wurde der Grundstein gelegt. Bereits ab dem 29. Juni 1967 nutzte die Gemeinde die Kirche für Gottesdienste, offiziell geweiht wurde sie jedoch erst am 18. Oktober 1969.
Architektur
Inmitten eines Ensembles von Pfarrgebäuden steht St. Hedwig als schlichter, rechteckiger Bau aus unverputztem Naturstein – laut einem Autor teils aus Trümmersteinen gewonnen – unter einem großen Pyramidendach. Nur wenige nischenartige Rundbogenfenster durchbrechen die Mauern, während vorspringende Steinpfeiler drei Wände an je drei Achsen gliedern. Die Dachspitze krönt ein goldener Pinienzapfen.
Zugang zum halbdunklen Innenraum bietet ein niedriger Anbau auf der Nordseite mit Atrium, Werktagskapelle und Sakristei unter einem Dach. Ein Vorraum führt über Arkaden weiter in den quadratischen Kirchenraum; dort tragen pfeilergegliederte Innenwände das offene, scheunenartige Holzdachwerk. Die Altarzone liegt in einer einzelnen Nische der Chorwand und ist über zwei Stufen vom übrigen Raum abgesetzt.
Ausstattung
Den goldenen Pinienzapfen auf dem Dach schuf Klaus Balke. In ihrem Podest verwahrt eine Holzskulptur der Kirchenpatronin Reliquien der Heiligen sowie einen Stein aus dem Kloster Trebnitz. Beide Stücke stiftete eine Ordensschwester aus dem schlesischen Trzebnica, die den Krieg überlebt und danach im Westen eine neue Heimat gefunden hatte. Über der Raummitte schwebt ein 24-flammiger Radleuchter von Jakob Overzier mit elf Metern Durchmesser.
Das Altarkreuz verbindet den Korpus eines ehemaligen Südtiroler Wegekreuzes mit einem neuen, farbigen Kreuz in Form eines Lebensbaumes von Jochem Pechau. In der Werktagskapelle ist eine Steinmadonna eingemauert, die der erste Pfarrer von St. Hedwig aus Spanien mitbrachte. Die dreimanualige Orgel von Paul Ott aus dem Jahr 1954 wurde 1996 von Fischer & Krämer Orgelbau erweitert und verfügt über 18 Register.
Wissenswertes
Die Kirche kommt ganz ohne Glockenturm aus: Ihre Glocke, 1967 von Petit & Gebr. Edelbrock gegossen und mit dem Schlagton e2, hängt außen am Gebäude. Das Entwurfsmodell von St. Hedwig wird heute in der Modellsammlung des Deutschen Architekturmuseums aufbewahrt.
Galerie
Karte
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Adresse
Von-Ketteler-Straße 2
51061 Köln
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Quellen & Links
- Offizielle Website
- Offizielle Website (abgerufen 2026-07-17)
- Wikidata (abgerufen 2026-07-10)
- Wikipedia (abgerufen 2026-07-10, rev 242998847)
Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-07-10
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