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© OpenStreetMap-Mitwirkende · CC BY-SA 2.0

Hl. Johannes XXIII. (Köln-Chorweiler)

Katholische Pfarrkirche von 1977 in Chorweiler, die 28 Jahre ungeweiht blieb und erst 2009 nach Papst Johannes XXIII. benannt wurde.

seit 1977

Eintritt frei Kostenlos

Der Bau steht im Zentrum eines Stadtteils, der als „Neue Stadt“ Anfang der 1970er Jahre auf freiem Feld angelegt wurde – ein Bezug, der bis 2009 auch im ursprünglichen Namen der Kirche mitklang.

Auf einen Blick

Art
Römisch-katholische Pfarrkirche
Lage
Köln-Chorweiler, benachbart zum evangelischen Gemeindezentrum am Pariser Platz
Baujahr
1977 (Grundsteinlegung 10. September 1977)
Architekt
Hans Schilling
Grundriss
Ungleichmäßig polygonal, aus Ziegeln gemauert
Besonderheit
Tabernakel in Form eines aus schmiedeeisernen Nägeln geflochtenen Brotkorbs
Wusstest du?

Die Kirche wurde bereits 1977 gegründet und ab 1981 genutzt, blieb aber aus unklaren Gründen 28 Jahre lang ungeweiht, bis die Weihe erst 2009 nachgeholt wurde.

Altersvergleich

Alter im Vergleich mit anderen Orten in Köln.

Von der Neuen Stadt zum Papst

Der frühere Name St. Johannes in der Neuen Stadt verband die neue Stadt Jerusalem aus der Offenbarung des Johannes mit der Lage in Chorweiler. Aus unklaren Gründen blieb die Kirche 28 Jahre ungeweiht, nachdem Kardinal Höffner den ursprünglichen Weihetermin 1981 absagen musste. Die Gemeinde wollte sich schon länger nach Papst Johannes XXIII. benennen, konnte dies aber erst nach dessen Seligsprechung im Jahr 2000 verfolgen. 2009 holte Kardinal Meisner die Weihe nach; seither trägt die Kirche den Namen des Papstes, seit 2014 als Hl. Johannes XXIII.

Architektur

Drei der Ziegelaußenwände sind fensterlos, während Fensterbänder am oberen Rand verlaufen und sich an zwei Polygonkanten senkrecht nach unten ziehen. Angeschlossen ist ein runder, oben flach abgeschlossener Turm aus Ziegelmauerwerk. Im Inneren sorgen Weißglasfenster für viel Licht; das Betontragwerk des Daches senkt sich am Eingang ab und steigt zum Altar hin an. An der hohen, fensterlosen Altarwand befinden sich nur ein Kreuz und davor ein Altartisch aus Sandstein.

Ausstattung

Das Kreuz gestaltete Elisabeth Hoffmann-Lachner als Mosaik aus verschiedenen Natursteinen; von ihr stammen auch Altartisch, Leuchter und Tabernakelstele. Die senkrechten Fensterbänder schuf der irische Künstler Jim O’Daly als Bleiglasfenster mit Opalglas in Blau-, Rot- und Gelbtönen zu den Kapiteln 21 und 22 der Offenbarung des Johannes.

Orgel und Glockenspiel

Ein Geläute gibt es nicht. Erst Ende 2016 erhielt die Kirche eine Orgel und ein Glockenspiel: Die Schleifladenorgel kam als Geschenk aus der St.-Anna-Kirche in Düsseldorf-Niederkassel, die in jenem Jahr profaniert wurde. Das Carillon aus der Werkstatt von Gerhard Kern in Kerpen-Buir wurde in den Mauernischen über dem Tabernakel installiert.

Zeitstrahl

  1. 1977
    Grundsteinlegung der Kirche am 10. September
  2. 1981
    Ursprünglicher Weihetermin von Kardinal Höffner abgesagt
  3. 1981
    Kirche wird von der Gemeinde genutzt
  4. 1997
    Bleiglasfenster kommen hinzu
  5. 2000
    Papst Johannes XXIII. wird seliggesprochen
  6. 2009
    Nachträgliche Weihe durch Kardinal Meisner und Umbenennung in Sel. Johannes XXIII.
  7. 2014
    Umbenennung in Hl. Johannes XXIII.
  8. 2016
    Orgel und Glockenspiel Ende des Jahres installiert

Karte

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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-08-31

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