Weltstadthaus
Renzo Pianos gläsernes Kaufhaus in der Schildergasse, das die Kölner wegen seiner Form liebevoll „Walfisch" nennen.
seit 2005
Mitten in der Kölner Einkaufsmeile Schildergasse steht ein Gebäude, das sich mit seiner geschwungenen Glashaut deutlich von den Nachbarhäusern abhebt. Das 2005 eröffnete Weltstadthaus wurde vom italienischen Stararchitekten Renzo Piano entworfen und beherbergt ein Modehaus von Peek & Cloppenburg.
Auf einen Blick
- Architekt
- Renzo Piano
- Eröffnung
- 7. September 2005
- Betreiber
- Peek & Cloppenburg (Düsseldorf)
- Verkaufsfläche
- 14.400 m² (130 m lang, 60 m breit)
- Atrium
- Blick über fünf Stockwerke bis in 34 m Höhe
- Glasfassade
- 4.900 m² aus 6.800 Einzelscheiben
- Spitzname
- „Walfisch"
Altersvergleich
Alter im Vergleich mit anderen Orten in Köln.
Architektur
Das Herzstück des Baus ist die geschwungene Glasfassade: 4.900 Quadratmeter, zusammengesetzt aus 6.800 einzelnen Scheiben und getragen von 66 Holzleimbindern aus sibirischer Lärche. Vorbilder für diese filigrane Holz-Glas-Konstruktion sind die Orangerien und die großen Stahl-Glas-Gewächshäuser des 19. Jahrhunderts, etwa die berühmten Kew Gardens in London. Die nördliche Seitenfassade ist dagegen massiv gehalten und besteht aus 4.400 Quadratmetern Naturstein. Im Inneren wurden 3.400 Quadratmeter Steinboden aus dem portugiesischen St. Bartholomae sowie 10.800 Quadratmeter Parkett verlegt. Ein Atrium öffnet den Blick über fünf Stockwerke bis in 34 Meter Höhe. Die Kuppel des Hauses bleibt der Öffentlichkeit wegen behördlicher Auflagen verschlossen und ist besonderen Veranstaltungen des Hauses vorbehalten.
Der Walfisch
Die geschwungene Silhouette des Gebäudes erinnert an einen Schiffsrumpf – manche sehen darin aber auch einen gestrandeten Wal. Genau daher stammt der Kölner Spitzname „Walfisch", unter dem das Weltstadthaus in der Stadt bekannt ist. Unternehmensintern trägt es zudem die Bezeichnung „5. Weltstadthaus".
Geschichte
Bis zur Eröffnung war es ein langer Weg: Ein jahrelanger Rechtsstreit über Mängel in der Baustatik des Massivbaus legte die Arbeiten am halbfertigen Rohbau zeitweise still. Erst danach konnte der Bau vollendet werden. Mit dem Weltstadthaus wurde zugleich die Nord-Süd-Fahrt überbaut.
Auszeichnungen
Die ungewöhnliche Konstruktion wurde mehrfach gewürdigt: 2005 erhielt das Gebäude eine lobende Erwähnung beim „Deutschen Holzbaupreis", 2006 folgte der „Special Jury Award" der MIPIM-Awards.
Galerie
Karte
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Adresse
Schildergasse 65-67
50667 Köln
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