McNair-Brücke
Eine 1945 von der US-Armee errichtete Behelfsbrücke, die die Kölner Altstadt mit Deutz verband und schon 1946 wieder abgebaut wurde.
seit 1945
Die McNair-Brücke war eine Behelfsbrücke, die in der unmittelbaren Nachkriegszeit über den Rhein in Köln führte. Im Volksmund wurde sie „Tausendfüßler-Brücke" genannt, ihr vollständiger Name lautete Lt.Gen. Lesley McNair Bridge.
Quelle: Wikipedia
Auf einen Blick
- Art
- Behelfsbrücke (Pfahljochbrücke) über den Rhein
- Spitzname
- Tausendfüßler-Brücke
- Erbaut von
- 1057th Port Construction Group der US-Armee
- Baubeginn
- 21. April 1945
- Eingeweiht
- 24. Mai 1945
- Benannt nach
- US-General Lesley J. McNair (1944 in Frankreich gefallen)
- Verband
- Kölner Altstadt mit dem rechtsrheinischen Deutz
- Status
- ab September 1946 demontiert, existiert nicht mehr
Altersvergleich
Alter im Vergleich mit anderen Orten in Köln.
Vorgeschichte
Am 6. März 1945 sprengten deutsche Pioniere mit der Hohenzollernbrücke die letzte intakte Kölner Rheinbrücke. Nachdem US-Panzertruppen, die bei Remagen den Rhein überquert hatten, am 14. April 1945 Köln-Porz erreichten und die rechtsrheinischen Stadtteile besetzten, überquerte die US-Armee den Fluss zunächst über die sogenannte Amerikaner-Brücke, eine Ponton-Brücke südlich der Südbrücke zwischen Poll und Bayenthal. Diese reichte für den Bedarf jedoch nicht aus.
Bau
Am 21. April 1945 begann daher der Bau einer zweiten Behelfsbrücke. Die 1057th Port Construction Group der US-Armee errichtete eine Pfahljochbrücke neben der zerstörten Deutzer Hängebrücke. Neben dem Verkehr trug das Bauwerk auch Leitungen, die die Kölner Altstadt aus den rechtsrheinischen Vororten mit Wasser und Strom versorgten. Am 24. Mai 1945 wurde die Brücke fertiggestellt und eingeweiht; benannt wurde sie nach Lesley J. McNair, einem im Juli 1944 in Frankreich ums Leben gekommenen US-General.
Nutzung
Zunächst durften nur Militärangehörige die Brücke passieren. Durch den starken Zuzug von Heimkehrern und Flüchtlingen wurde sie später auch für Zivilisten geöffnet. Diese mussten sich vor der Überquerung allerdings in eigens eingerichteten Entlausungsstationen mit DDT-Pulver bestäuben lassen.
Lage
Die Brücke stand neben der zerstörten Deutzer Hängebrücke in der Nähe des Rheinkilometers 688 und verband die Kölner Altstadt mit dem rechtsrheinischen Stadtteil Deutz.
Das Ende
Wegen Auskolkung der Holzpfähle musste die McNair-Brücke Anfang 1946 für den Fahrverkehr gesperrt werden. Ab September desselben Jahres wurde sie gar nicht mehr genutzt und anschließend umgehend abgebaut.
Karte
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