Fahne im Wind – Granitskulptur von Masayuki Nagare am Aachener Weiher
Auf einer künstlichen Insel vor dem Museum für Ostasiatische Kunst balanciert seit 1980 eine tonnenschwere Granitskulptur, die trotz aller Steinschwere ein Wehen im Wind darstellen will.
seit 1979
Vor dem Kölner Museum für Ostasiatische Kunst steht auf einer kleinen künstlichen Insel im Aachener Weiher die Granitskulptur „Fahne im Wind“ (japanisch 風の旗, kaze no hata) des japanischen Bildhauers Masayuki Nagare.
Quelle: Wikipedia
Auf einen Blick
- Standort
- Künstliche Insel im Aachener Weiher, vor dem Museum für Ostasiatische Kunst, Kölner Innerer Grüngürtel
- Künstler
- Masayuki Nagare
- Entstehungsjahr
- 1979
- Übergabe
- Mitte Dezember 1980 an die Stadt Köln
- Material
- Granit
- Höhe
- 2,60 Meter (nach anderen Angaben 2,85 Meter)
- Aufbau
- dreigliedrig aus Basis, Stütze und Last, auf kreisrunder Bodenplatte
- Anlass
- Geschenk im Rahmen der Städtepartnerschaft Köln–Kyōto
Altersvergleich
Alter im Vergleich mit anderen Orten in Köln.
Der Ort
Der Aachener Weiher ist ein künstliches, rechteckiges Gewässer, das zu Beginn der 1920er Jahre im Inneren Grüngürtel angelegt wurde. An seiner Westseite liegt das Museum für Ostasiatische Kunst. Eine nahezu rechteckige Einbuchtung des Weihers umschließt eine kleine Insel, auf der die Skulptur ihren Platz gefunden hat.
Entstehung
Als der Architekt Kunio Maekawa in der zweiten Hälfte der 1960er Jahre die Planung des Museumsbaus aufnahm, schlug er Masayuki Nagare als Gartenarchitekten und Bildhauer vor. Nagare gestaltete daraufhin den Innengarten des Museums sowie die Insel am Weiher und die darauf platzierte Granitskulptur.
Die fertige Arbeit wurde im August 1980 in Japan verschifft. Mitte Dezember übergaben und enthüllten der japanische Außenminister Itō Masayoshi und der japanische Botschafter in Bonn, Bunroko Yoshino, das Werk der Stadt Köln. Die Kölnische Rundschau wertete das Geschenk als „die Setzung eines Marksteins in den langjährigen kulturellen Beziehungen [zu] seiner japanischen Partnerstadt Kioto“.
Beschreibung
Die Skulptur ist dreigliedrig aus Basis, Stütze und Last aufgebaut und ruht auf einer kreisrunden Bodenplatte. Ihre Oberfläche ist bewusst gebrochen gearbeitet – eine Textur, die im Japanischen ware hada, „rissige Haut“, genannt wird.
Die obere, schwere Last hat die Form eines Kugelsegments. Sie hat den leicht abgeschrägten Schaft in halber Höhe bersten lassen; dessen Achse ist verschoben, und die Kontaktfläche zur Kugel bleibt klein. So entsteht der Eindruck, die Kugel könne jeden Moment herabfallen – „Dennoch ruht die Last.“
Deutungen und Rezeption
Der Titel steht in Spannung zum Werkstoff. Helmut Fußbroich beschreibt, wie „die dem Granit eigene Schwere […] in Kontrast zum Titel der Skulptur“ trete; durch „den Gegensatz von Stabilität und Instabilität“ werde „der Betrachter in ihren Bann gezogen“.
Der Schriftsteller Dieter Wellershoff schrieb 1990: „Das Werk heißt ‚Fahne im Wind‘, ein gewagtes Thema für ein so kompaktes Material. Aber gegen dieses steinerne Wehen wäre ein Mobile bloß eine Banalität. Dies ist kein Spielzeug, sondern eine geistige Gebärde, die den ganzen Luftraum um sich herum zum Leben erweckt.“
Galerie
Karte
Blaue Punkte: andere Orte in der Nähe – zum Stöbern antippen.
Adresse
Aachener Weiher
50674 Köln
Das könnte dich auch interessieren – themenverwandt oder in der Nähe
Kommentare
- Lade Kommentare…
Quellen & Links
Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-08-22
Wie diese Seite entsteht
Diese Seite stützt sich auf offene Quellen — Wikipedia, Wikidata, offizielle Webseiten und offene Daten der Stadt. Jede Angabe wird gegen die hier verlinkten Quellen geprüft, und die Seiten werden regelmäßig aktualisiert.
Trotzdem einen Fehler entdeckt? Sag uns unten Bescheid — wir lesen jede Einsendung.





