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Dieses Bauwerk existiert heute nicht mehr – der Eintrag erzählt seine Geschichte.
© Anton Woensam · Public domain

Dreikönigenpforte

Ein kleiner Tordurchgang der rheinseitigen Kölner Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert, benannt nach den über dem Bogen aufgemalten Heiligen Drei Königen, 1854 abgerissen.

seit 1200

Die Dreikönigenpforte war ein kleiner Tordurchgang in der rheinseitigen Stadtbefestigung Kölns aus dem 13. Jahrhundert. Sie ist nicht mit dem bis heute erhaltenen Dreikönigenpförtchen an der Kirche St. Maria im Kapitol zu verwechseln, das nur wenige Hundert Meter entfernt liegt.

Auf einen Blick

Bauzeit
13. Jahrhundert (Teil der Rheinmauer), erstmals 1296 als „porta rheni" erwähnt
Lage
südlicher Abschnitt der Rheinmauer, an der Bayenstraße gegenüber der Dreikönigenstraße
Funktion
kleiner Durchgang der Rheinbefestigung zwischen Bayenturm und Kunibertsturm
Funktionsverlust
verlor die Torfunktion zu Beginn des 15. Jahrhunderts, um 1407 vermauert
Abriss
1854
Besonderheit
über dem Torbogen waren die Heiligen Drei Könige aufgemalt — daher der Name

Altersvergleich

Alter im Vergleich mit anderen Orten in Köln.

Wandel der Namen

Das Tor trug im Lauf der Zeit mehrere Namen. Nachdem 1401 auf dem benachbarten Linhof eine Krautmühle errichtet worden war, hieß es amtlich „porta molendinorum" und im Volksmund Mühlenpforte; 1470 wird es als „Lynhofporz" genannt. Erst ab 1493 setzte sich dauerhaft der Name Dreikönigenpforte durch — nach den über dem Torbogen aufgemalten Bildern der drei Weisen. Eine Schreinseintragung von 1493 beschreibt den Ort als Pforte, „da die hylige drij koenynk gemaelt staint". Auch die benachbarte Dreikönigenstraße bewahrte diesen Namen bis in die Franzosenzeit („Rue des trois Rois", 1813).

© HOWI - Horsch, Willy · CC BY 3.0

Ende und Erinnerung

Schon zu Beginn des 15. Jahrhunderts verlor die Pforte ihre Aufgabe als Durchgang; der Torbogen soll um 1407 vermauert worden sein, blieb aber als Verteidigungsbau erhalten. Später ersetzte man die Bemalung durch zwei Wappenschilder mit vergoldeten Messingkronen. Das eng benachbarte Haus Siegburg/Bremt wurde 1849 abgetragen, der alte Torbau folgte 1854. Drei Messingkronen der Pforte waren zuvor, 1819, an die Stadt zurückgegeben und an der Rathausfront am Alter Markt angebracht worden; ihr weiterer Verbleib ist unbekannt.

© Rembert Satow · CC BY-SA 3.0

Galerie

© Rembert Satow · CC BY-SA 3.0 · Commons
© Periodonike · CC BY-SA 4.0 · Commons

Karte

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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-08-17

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