Dreikönigenpforte
Ein kleiner Tordurchgang der rheinseitigen Kölner Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert, benannt nach den über dem Bogen aufgemalten Heiligen Drei Königen, 1854 abgerissen.
seit 1200
Die Dreikönigenpforte war ein kleiner Tordurchgang in der rheinseitigen Stadtbefestigung Kölns aus dem 13. Jahrhundert. Sie ist nicht mit dem bis heute erhaltenen Dreikönigenpförtchen an der Kirche St. Maria im Kapitol zu verwechseln, das nur wenige Hundert Meter entfernt liegt.
Quelle: Wikipedia
Auf einen Blick
- Bauzeit
- 13. Jahrhundert (Teil der Rheinmauer), erstmals 1296 als „porta rheni" erwähnt
- Lage
- südlicher Abschnitt der Rheinmauer, an der Bayenstraße gegenüber der Dreikönigenstraße
- Funktion
- kleiner Durchgang der Rheinbefestigung zwischen Bayenturm und Kunibertsturm
- Funktionsverlust
- verlor die Torfunktion zu Beginn des 15. Jahrhunderts, um 1407 vermauert
- Abriss
- 1854
- Besonderheit
- über dem Torbogen waren die Heiligen Drei Könige aufgemalt — daher der Name
Altersvergleich
Alter im Vergleich mit anderen Orten in Köln.
Wandel der Namen
Das Tor trug im Lauf der Zeit mehrere Namen. Nachdem 1401 auf dem benachbarten Linhof eine Krautmühle errichtet worden war, hieß es amtlich „porta molendinorum" und im Volksmund Mühlenpforte; 1470 wird es als „Lynhofporz" genannt. Erst ab 1493 setzte sich dauerhaft der Name Dreikönigenpforte durch — nach den über dem Torbogen aufgemalten Bildern der drei Weisen. Eine Schreinseintragung von 1493 beschreibt den Ort als Pforte, „da die hylige drij koenynk gemaelt staint". Auch die benachbarte Dreikönigenstraße bewahrte diesen Namen bis in die Franzosenzeit („Rue des trois Rois", 1813).
Ende und Erinnerung
Schon zu Beginn des 15. Jahrhunderts verlor die Pforte ihre Aufgabe als Durchgang; der Torbogen soll um 1407 vermauert worden sein, blieb aber als Verteidigungsbau erhalten. Später ersetzte man die Bemalung durch zwei Wappenschilder mit vergoldeten Messingkronen. Das eng benachbarte Haus Siegburg/Bremt wurde 1849 abgetragen, der alte Torbau folgte 1854. Drei Messingkronen der Pforte waren zuvor, 1819, an die Stadt zurückgegeben und an der Rathausfront am Alter Markt angebracht worden; ihr weiterer Verbleib ist unbekannt.
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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-08-17
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