Messeturm Köln
85 m hoher Backsteinturm von 1928 in Deutz – mit Hermes-Skulptur auf dem Dach und expressionistischer Ziegelfassade als Teil der Rheinhallen.
Der Messeturm Köln steht an der nordwestlichen Ecke der Rheinhallen in Köln-Deutz und gehörte zum Messegelände der Koelnmesse. Mit seiner Backsteinverkleidung und der Figurengruppe auf dem Dach prägt er das Rheinpanorama.
Quelle: Wikipedia
Auf einen Blick
- Art
- Turm als Teil der Rheinhallen (Messehallen)
- Lage
- Köln-Deutz, Stadtbezirk Innenstadt
- Architekt
- Stadtbaumeister Adolf Abel
- Bauweise
- Stahlskelett mit vorgehängter Backsteinfassade
- Schutz
- Baudenkmal in Nordrhein-Westfalen
- Besonderheit
- Hermes-Skulptur aus drei Gesichtern auf dem Dach
Die Rheinhallen wurden bei ihrer Eröffnung 1924 von den Kölnern spöttisch „Adenauers Pferdeställe" genannt – erst als Stadtbaumeister Adolf Abel sie mit Backstein ummantelte und den Messeturm hinzufügte, verstummte die Kritik. Außerdem inspirierte die Aussicht vom Turm den Maler Oskar Kokoschka 1956 zu seinem Gemälde „Ansicht der Stadt Köln vom Messeturm aus".
Größenvergleich
Höhe im Vergleich mit anderen Kölner Bauwerken.
Altersvergleich
Alter im Vergleich mit anderen Kölner Orten.
Geschichte
Die Rheinhallen, anfangs „Messehallen“ genannt, eröffneten am 11. Mai 1924 mit einer Frühjahrsmesse. Wegen ihrer hufeisenförmigen Gestalt spotteten die Kölner zunächst über „Adenauers Pferdeställe“. Zwischen 1926 und Anfang 1928 ließ Adolf Abel den Komplex mit Backstein ummanteln und fügte den Messeturm hinzu; danach verstummte die Kritik. Rechtzeitig zur internationalen Presseausstellung „Pressa“ ab dem 12. Mai 1928 stand der Turm bereit.
Architektur
Abel ließ die Stahlskelettkonstruktion mit einer vorgehängten Backsteinfassade versehen – die moderne Bauweise jener Zeit. Die Stahlkonstruktion errichtete die Kölner Firma Humboldt AG aus Köln-Kalk, ein Vorläuferunternehmen der heutigen Deutz AG. Durch die gemeinsame Backsteinverkleidung wirken Turm und Hallen mit ihrer expressionistischen Ziegelfassade als Einheit.
Die Skulptur auf dem Dach
Auf dem Dach befindet sich eine Skulptur aus drei Gesichtern, die Hermes, den Götterboten und Gott der Kaufleute, symbolisieren sollen. Ein Zahnrad steht für die Industrie, ein Lorbeerkranz für die Kunst, ein Flügel für den Handel und ein Fisch für den nahen Rhein.
Nutzung
Von Beginn an diente der Turm Konferenzzwecken. Eine Bronzetafel erinnert daran, dass die Messe ab September 1942 als Außenlager des KZ Buchenwald zweckentfremdet wurde. Die Aussicht inspirierte Oskar Kokoschka 1956 zu seinem Gemälde „Ansicht der Stadt Köln vom Messeturm aus“. Bis September 2005 nutzte die Koelnmesse den Turm als Tagungsort; in 70 Metern Höhe lag das inzwischen geschlossene „Messeturm-Restaurant“. Geplant ist eine Nutzung als „Service-Apartment-Haus“.
Wissenswertes
Viele neuere Bauten überragen den Turm heute, doch bleibt er eine Landmarke. In der Liste der Hochhäuser in Köln steht er auf Rang 16.
Zeitstrahl
- 11. Mai 1924Eröffnung der Rheinhallen mit einer Frühjahrsmesse
- 1926–1928Backsteinverkleidung der Messehallen und Bau des Messeturms durch Adolf Abel
- 12. Mai 1928Eröffnung der „Pressa"; Messeturm steht erstmals zur Verfügung
- September 1942Messe als Außenlager des KZ Buchenwald zweckentfremdet
- 1956Oskar Kokoschka malt „Ansicht der Stadt Köln vom Messeturm aus"
- bis September 2005Nutzung durch Koelnmesse als Konferenz- und Tagungsort endet
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Quellen & Links
Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-26





