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Ursulinenkirche St. Corpus Christi

Barocke ehemalige Klosterkirche der Kölner Ursulinen, im venezianischen Stil von Matteo Alberti errichtet — heute Schul- und Konzertraum.

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Die Ursulinenkirche St. Corpus Christi (Fronleichnamskirche) in Köln ist die barocke ehemalige Klosterkirche des Ursulinenordens und dient als Schulkirche der benachbarten Ursulinenschule.

Auf einen Blick

Art
Ehemalige Klosterkirche, heute Schulkirche
Lage
Altstadt-Nord, Stadtbezirk Innenstadt
Architekt
Matteo Alberti
Grundstein
1709, Weihe 1712
Baustil
Barock im venezianischen Vorbild
Schutz
Baudenkmal in Nordrhein-Westfalen
Orgel
19 Register, zwei Manuale und Pedal
Wusstest du?

Die Ursulinenkirche gilt als bedeutendste im venezianischen Stil erbaute Barockkirche Kölns aus dem 18. Jahrhundert – entworfen von Matteo Alberti, der sich dabei von Saalkirchen seiner venezianischen Heimat inspirieren ließ, obwohl Köln über 1.000 Kilometer von Venedig entfernt liegt.

Altersvergleich

Alter im Vergleich mit anderen Kölner Orten.

Geschichte

Den Anfang bildete 1639 die erste Niederlassung der Ursulinen in Deutschland, deren Kloster als Internat und Schule für Mädchen genutzt wurde. Mit der Planung des Kirchenbaus wurde 1706 Matteo Alberti betraut. Der Grundstein folgte am 30. April 1709, die Weihe durch Weihbischof Johann Werner von Veyder am 16. Oktober 1712.

© Ursdeforet · CC BY-SA 4.0

Architektur

Für Entwurf und Gestaltung griff Alberti auf die Saalkirchen seiner venezianischen Heimat zurück. Der tonnengewölbte Saalbau besitzt eine von Türmen flankierte Südfassade und eine halbkreisförmige Nordapsis. Die Hauptfassade gliedert eine ionische Pilasterordnung mit Segmentbogengiebel; zwei Engelfiguren verehren die Eucharistie und verweisen so auf den Namen der Kirche. Im Inneren stehen ionische Pilaster auf hohen Sockeln.

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Zerstörung und Wiederaufbau

Im Zweiten Weltkrieg trafen Bomben die Kirche und die Ordensgebäude schwer. Dach, Gewölbe und Innenausstattung gingen vollständig verloren; von der barocken Ausstattung blieb allein das Stuckrelief am Triumphbogen weitgehend erhalten. Schülerinnen und Ordensschwestern organisierten Basare, um die Behebung der Schäden zu unterstützen. Der Wiederaufbau zog sich bis 1963 hin. Nach Übernahme durch das Erzbistum Köln folgte zwischen 1997 und 2007 eine erneute Sanierung in mehreren Etappen. 2003 erhielt die Kirche den 1703 geschaffenen barocken Hochaltar der kriegszerstörten Altstadt-Pfarre St. Kolumba.

© HOWI - Horsch, Willy · CC BY-SA 3.0

Heute

Seit dem Einbau der Orgel von Jürgen Ahrend im Jahr 2002 nutzt auch die benachbarte Musikhochschule Köln den Raum zum Üben und für Konzerte. Das Instrument im Stil der norddeutschen Barockorgel verfügt über 19 Register, verteilt auf zwei Manuale und Pedal.

© Dstern · CC BY-SA 3.0

Zeitstrahl

  1. 1639
    Ursulinen gründen ihre erste Niederlassung in Deutschland in Köln
  2. 1706
    Matteo Alberti als Architekt für den Kirchenbau ausgewählt
  3. 1709
    Grundsteinlegung am 30. April 1709
  4. 1712
    Weihe der Kirche und Altäre durch Weihbischof Johann Werner von Veyder (16. Oktober)
  5. 1963
    Abschluss des Wiederaufbaus nach Kriegsschäden
  6. 1997–2007
    Erneute Sanierung der Kirche durch das Erzbistum Köln in mehreren Etappen
  7. 2002
    Einbau der Orgel von Jürgen Ahrend
  8. 2003
    Aufstellung des barocken Hochaltars (1703) aus der zerstörten Kirche St. Kolumba

Galerie

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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-27