Ursulinenkirche St. Corpus Christi
Barocke ehemalige Klosterkirche der Kölner Ursulinen, im venezianischen Stil von Matteo Alberti errichtet — heute Schul- und Konzertraum.
Die Ursulinenkirche St. Corpus Christi (Fronleichnamskirche) in Köln ist die barocke ehemalige Klosterkirche des Ursulinenordens und dient als Schulkirche der benachbarten Ursulinenschule.
Quelle: Wikipedia
Auf einen Blick
- Art
- Ehemalige Klosterkirche, heute Schulkirche
- Lage
- Altstadt-Nord, Stadtbezirk Innenstadt
- Architekt
- Matteo Alberti
- Grundstein
- 1709, Weihe 1712
- Baustil
- Barock im venezianischen Vorbild
- Schutz
- Baudenkmal in Nordrhein-Westfalen
- Orgel
- 19 Register, zwei Manuale und Pedal
Die Ursulinenkirche gilt als bedeutendste im venezianischen Stil erbaute Barockkirche Kölns aus dem 18. Jahrhundert – entworfen von Matteo Alberti, der sich dabei von Saalkirchen seiner venezianischen Heimat inspirieren ließ, obwohl Köln über 1.000 Kilometer von Venedig entfernt liegt.
Altersvergleich
Alter im Vergleich mit anderen Kölner Orten.
Geschichte
Den Anfang bildete 1639 die erste Niederlassung der Ursulinen in Deutschland, deren Kloster als Internat und Schule für Mädchen genutzt wurde. Mit der Planung des Kirchenbaus wurde 1706 Matteo Alberti betraut. Der Grundstein folgte am 30. April 1709, die Weihe durch Weihbischof Johann Werner von Veyder am 16. Oktober 1712.
Architektur
Für Entwurf und Gestaltung griff Alberti auf die Saalkirchen seiner venezianischen Heimat zurück. Der tonnengewölbte Saalbau besitzt eine von Türmen flankierte Südfassade und eine halbkreisförmige Nordapsis. Die Hauptfassade gliedert eine ionische Pilasterordnung mit Segmentbogengiebel; zwei Engelfiguren verehren die Eucharistie und verweisen so auf den Namen der Kirche. Im Inneren stehen ionische Pilaster auf hohen Sockeln.
Zerstörung und Wiederaufbau
Im Zweiten Weltkrieg trafen Bomben die Kirche und die Ordensgebäude schwer. Dach, Gewölbe und Innenausstattung gingen vollständig verloren; von der barocken Ausstattung blieb allein das Stuckrelief am Triumphbogen weitgehend erhalten. Schülerinnen und Ordensschwestern organisierten Basare, um die Behebung der Schäden zu unterstützen. Der Wiederaufbau zog sich bis 1963 hin. Nach Übernahme durch das Erzbistum Köln folgte zwischen 1997 und 2007 eine erneute Sanierung in mehreren Etappen. 2003 erhielt die Kirche den 1703 geschaffenen barocken Hochaltar der kriegszerstörten Altstadt-Pfarre St. Kolumba.
Heute
Seit dem Einbau der Orgel von Jürgen Ahrend im Jahr 2002 nutzt auch die benachbarte Musikhochschule Köln den Raum zum Üben und für Konzerte. Das Instrument im Stil der norddeutschen Barockorgel verfügt über 19 Register, verteilt auf zwei Manuale und Pedal.
Zeitstrahl
- 1639Ursulinen gründen ihre erste Niederlassung in Deutschland in Köln
- 1706Matteo Alberti als Architekt für den Kirchenbau ausgewählt
- 1709Grundsteinlegung am 30. April 1709
- 1712Weihe der Kirche und Altäre durch Weihbischof Johann Werner von Veyder (16. Oktober)
- 1963Abschluss des Wiederaufbaus nach Kriegsschäden
- 1997–2007Erneute Sanierung der Kirche durch das Erzbistum Köln in mehreren Etappen
- 2002Einbau der Orgel von Jürgen Ahrend
- 2003Aufstellung des barocken Hochaltars (1703) aus der zerstörten Kirche St. Kolumba
Karte
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Quellen & Links
Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-27





