Wasserturm Köln-Stammheim
Denkmalgeschützter Wasserturm von 1881 am Rand von Stammheim, heute Teil eines abgesperrten Wohnprojekts.
seit 1881
Am südlichen Ortsrand von Köln-Stammheim steht ein Wasserturm aus dem 19. Jahrhundert, der einst die Trinkwasserversorgung sicherte. Das denkmalgeschützte Betriebsbauwerk wird derzeit umfassend saniert und in ein Wohnprojekt eingebunden.
Auf einen Blick
- Ort
- Südlicher Ortsrand von Köln-Stammheim
- Baujahr
- 1881
- Ursprüngliche Höhe
- 40 Meter
- Erhaltene Bausubstanz
- 28 Meter hoher Sockel
- Früherer Zweck
- Wasserversorgung von Köln-Mülheim
- Denkmalschutz
- Seit 1. Juli 1980 als Technisches Denkmal (Nr. 701)
- Zugänglichkeit
- Nicht öffentlich, nur von außen zu sehen
Altersvergleich
Alter im Vergleich mit anderen Orten in Köln.
Geschichte
Der Turm entstand 1881 und erreichte anfangs eine Höhe von 40 Metern. Bewahrt geblieben ist davon nur der 28 Meter hohe Sockel, auf dem sich früher die Wasserbehälter befanden. Die beiden darüberliegenden Aufbauten – eine Kuppel und ein Rundgang – gingen im Laufe der Zeit verloren.
In einem angrenzenden Nebengebäude hoben vier mit Kohle befeuerte Dampfmaschinen Grundwasser aus Brunnenschächten. Dieses floss entweder direkt ins Leitungsnetz oder wurde in den Turm gepumpt, um Köln-Mülheim und die umliegenden Bezirke mit Trinkwasser zu beliefern. Betreiber war die „Rheinische Wasserwerks Gesellschaft“, deren Inschrift über dem verschlossenen Eingang bis heute lesbar ist.
Ungenutzt und umkämpft
Mehrfach scheiterten Pläne für eine neue Nutzung. Ein Vorhaben aus den 1990er Jahren, den Turm in ein Museum zu verwandeln, wurde aus Kostengründen aufgegeben. Ein Investor erwarb 2007 Turm und Grundstück, doch die Bauvoranfrage von 2011 wurde abgelehnt, weil die Entwürfe nach Behördenansicht nicht ins Umfeld passten und der Denkmalschutz zusätzliche Hürden schuf.
Sanierung und Aufstockung
Unter dem Namen Cologne Project I begann Ende 2020 die Restaurierung und Erweiterung des Turms. In Abstimmung mit dem Denkmalschutz wird er aufwendig instand gesetzt und wieder auf seine ursprüngliche Höhe gebracht. Ein Anbau ergänzt ihn um ein offenes Treppenhaus mit Aufzug, dessen Schacht zugleich als Stütze für die Geschosse dient.
Rund um einen neuen Quartiersplatz entstehen Loftwohnungen sowie eine Umfeldbebauung mit Stadthäusern. Das Baurecht für das rund 27 Millionen Euro teure Projekt wurde im November 2021 erteilt, der Baubeginn war für April 2022 vorgesehen.
Heute: Landmarke aus der Ferne
Die Bebauung ist als exklusives Wohnquartier angelegt und folgt nicht dem in Köln verbreiteten kooperativen Baulandmodell mit einem Anteil an Sozialwohnungen. Vorgesehen ist laut Quelle ein für die Allgemeinheit abgesperrtes Wohngebiet. Der Turm lässt sich daher nur von außen als Landmarke betrachten – eine Besichtigung ist nicht möglich.
Galerie
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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-08-19
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